Songoku
Gast
Ich schaue mir gerade unsere Bilder an, höre Liebeslieder die mich an uns erinnern und der Schmerz über den Verlust des Menschen, den ich von allen Menschen am liebsten habe zerrt an mir. Es ist nicht das Wissen darüber allein zu sein, denn das wäre einfach zu lösen, es ist zu wissen, dass der Mensch der einem die Welt bedeutet von jetzt auf gleich, von 100 auf 0 aus deinem Leben schwindet. Es scheint so als hätte ich dich nie gekannt, als hätte diese schöne Zeit, die zwar durch Höhen und durch Tiefen gekennzeichnet war, aber mir trotzdem alles bedeutete nie stattgefunden. Wie ambivalent jemanden so nah an sich zulassen mit Ihm alles zu teilen und im nächsten Moment so weit voneinander entfernt zu sein. So viel Nähe und doch soviel Entfernung.
Falsches Lachen:
Diese Ohnmacht nichts tun zu können, was dieses Gefühl lindert und der Welt ein Gesicht zu verkaufen welches aufgesetzter nicht sein könnte. Diese Maskerade, um seine Trauer, seine Verzweiflung und Einsamkeit zu verbergen hinter einem Lächeln. Einem Lächeln das den Schmerz nicht verstummen lässt, einem Lächeln das der oberflächlichen Begutachtung von Menschen standhält und ihnen einen Menschen vorspielt der ich gerade nicht bin.
Verzweiflung:
Ich weine jede Nacht bittere Tränen aus Verzweiflung dich nicht bei mir zu haben. Warum kann solche Liebe nicht reichen, warum kann es nicht reichen für jemanden da zu sein, warum reicht es nicht jemandem alles zu geben was man hat? Man sagt die Zeit heilt alle Wunden und ich kann nur hoffen, dass sie es auch diesmal tut, denn der Schmerz wird und wird nicht weniger und meine Hoffnung auf Linderung schwindet mit jeder Woche. Verzweiflung ist ein starkes Wort aber zur jetzigen Zeit nimmt es in meinem Leben eine entscheidende Rolle ein. Ich kämpfe dagegen, um mein Leben am Laufen zu halten, mit all seiner Arbeit und Verpflichtungen, aber es fällt mir immer schwerer der Verzweiflung nicht nachzugeben und mich im süßen Selbstmitleid einzuigeln und im Kummer zu ertränken.
Abschluss:
Ich wollte noch sagen, dass ich dich jeden Tag sehe, ich sehe dich wenn ich nachts wach im Bett liege, in dem Bett in dem wir immer lagen, ich sehe dich, wenn ich mir die Zähne putze und daran denke wie wir uns immer beim Zähneputzen geärgert haben, ich sehe dich beim Arbeiten, wie du auf mich wartest, um mich abzuholen oder mir eine deiner süßen Nachrichten schickst, ich sehe dich wenn ich mal wieder einen Witz mache, sehe wie du immer süß grinst wenn ich was lustiges erzähle, ich sehe dich überall und du fehlst mir und du wirst mir auch weiterhin fehlen!
An meine Ex-Freundin, die ich immer noch sehr liebe und vermisse, auch wenn es nicht hat sein sollen und der Frage, warum Liebe und füreinander da sein heute einfach nicht mehr reicht?
Grüße Nils