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Umzug als gemeinsame Entscheidung, trotzdem schwierig

M
Zitat von Waris07:
Jetzt mal bewusst provokant eine Gegenfrage: Wäre es denn okay für dich, wenn es nun die nächsten Jahre auf seine Kosten geht?

Warum wird immer über "klein beigeben" geredet, so als ob es jetzt ein Machtkampf ist? Und es ist davon die Rede, auf wessen "Kosten" was geht. Was zieht dich denn so in die Heimat? Ist da tatsächlich alles besser? Dass dort deine Verwandten sind und du auch für sie da sein möchtest, ehrt dich, aber im Grund muss sich jeder das Leben selbst einrichten. Alt werdende Eltern sind allerdings tatsächlich ein Problem, da gebe ich dir Recht. Aber wenn es noch nicht so weit ist, könntest du ja noch einige Zeit mit einem Umzug warten.

Ihr habt euch halt mal so enschieden, das Kind hat sich eingelebt und jetzt wird aufgrund von Machtkämpfen und Nachteilen usw. eine Familie auseinander gerissen. Er hier, Du dort - neues Umfeld für's Kind, das ja noch recht klein ist. WE-Papa und ein Hier und Her.
Ich verstehe es wirklich nicht warum man sich das Leben so schwer machen muss und es auf dem Rückan anderer austrägt, nur damit man nicht "klein beigeben" muss und das Gefühl hat, dass man seinen Willen nun durchgesetzt hat.

• x 8 #46


MafusCage
Zitat von Margerite:
Dass dort deine Verwandten sind und du auch für sie da sein möchtest, ehrt dich, aber im Grund muss sich jeder das Leben selbst einrichten.


Vielleicht möchte Sie die Verwanten als Unterstützung für die Kinder oder einfach, dass diese miterleben wie ihre kleinen groß werden. Dann kann auch das Kind näher an die enge Familie heranwachsen und das prägt das Kind. Auf Entfernung ist das nicht dasselbe. Wie oft zieht man parallelen bei der Erziehung zu seiner eigenen Kindheit. Sie können alles erleben, austauschen und eine Bindung enstehen lassen. Auf große Entfernung ist das nicht dasselbe. Sie wäre nicht die erste die mit Kindern wieder zu Wurzeln zurückkehrt.

Ich glaube es gibt hier kein richtig und falsch. Ihr Mann muss wissen was er tut und ob er es mittragen kann. Und die TE muss wissen, was für sie mehr wiegt und priorisieren.

• x 1 #47


A


Umzug als gemeinsame Entscheidung, trotzdem schwierig

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Gorch_Fock
Bei Beamten kommt noch hinzu, dass nur einer die Vergünstigungen bzgl. Kindergeld und ggf. Stundenreduzierung bekommen kann. Als Frau zahlst Du auch in der Elternzeit die PKV weiter (welche für Frauen eh teurer ist). Das Kind wird dann auch in die PKV kommen - natürlich gegen Gebühr.

• #48


alleswirdbesser
Zitat von Margerite:
neues Umfeld für's Kind, das ja noch recht klein ist.

Das Kind ist noch im Bauch 😉

• x 4 #49


Waldfee47
Zitat von Arnika:
ch halte es für unrealistisch, dass er das alles zeitgleich und zum größten Teil alleine stemmen kann

Vor ferner Zeit lernte ich mal etwas, was mir jetzt in den Sinn kommt.
Es ist gut immer nur eine Sache im Leben (große Lebensentscheidungen betreffend) zu verändern. Also nicht Baby bekommen und Umzug und Job wechseln etc., sondern eins nach dem anderen. Sonst kann es schnell zu Überforderung und Krise kommen.
Ein kleiner Mensch wächst in Dir heran, sein Willkommen-heißen und Euer Eltern-werden sollte jetzt im Vordergrund stehen. Wie schon mal gesagt. Es ist eine Zeit des Erlebens und nicht des ständigen Nachdenkens. Bitte einfach genießen und erleben und nicht mit dem Denken kaputt machen. Meine Meinung!

• x 5 #50


Waldfee47
Zitat von Arnika:
Mit dem, was du alles gleichzeitig willst, wär zumindest einer von euch beiden dann reif für die Klapse.

Meine-Meinung Schild

• x 4 #51


P
@Nellamae
Ist die Entscheidung jetzt, nach den fünf Jahren, umzuziehen fix?

Daß gerade jetzt ein Kind kommt, dafür könnt ihr nichts. Versucht habt Ihr es ja schon länger.
Aber fix an einer Vereinbarung festzuhalten, die anscheinend eine Krücke war, das sollte sich nochmal angeschaut werden.

Denn dieses "Alles auf Einmal" -und(!)- daß der Umzug dann fixiert ist für Euer weiteres Leben,
das könnte Euch zu sehr auf die Füße fallen. Aber zu dem Punkt, daß für ihn dann keine Aussicht auf zurück in seine Gegend gibt, hast Du nichts mehr gesagt.
Seid Ihr soweit entschieden und klar, wie es bei Euch weitergehen wird?

• x 3 #52


DieSeherin
hmmmm... ich finde, dass es gerade ganz schön schlecht geredet wird, was da in @Nellamae s heimat wartet. ich lese nirgends, dass das grundstück schon überschrieben wurde und die beiden gleich nach dem umzug mit dem bauen anfangen.

außerdem frae ich mich gerade, wann ein junges paar denn sonst bauen sollte? waretn, bis die kinder aus dem gröbsten raus sind? und dann nach ein paar jahren als eltern alleine in dem viel zu großen haus sitzen?

für mein gefühl geht es doch gar nicht um all diese fragen, sondern um das, was die beiden sich gegenseitig emotional "unterstellen", bzw. das jeder auf den anderen zwar irgendwie rücksicht nehmen will, aber der andere sofort ein schlechtes gewissen bekommt, wenn eine entscheidung ansteht, die zu den eigenen gunsten ausfällt.

• #53


alleswirdbesser
Zitat von DieSeherin:
für mein gefühl geht es doch gar nicht um all diese fragen, sondern um das, was die beiden sich gegenseitig emotional "unterstellen", bzw. das jeder auf den anderen zwar irgendwie rücksicht nehmen will, aber der andere sofort ein schlechtes gewissen bekommt, wenn eine entscheidung ansteht, die zu den eigenen gunsten ausfällt.

Vor vielen Jahren habe ich auch nicht daran gedacht, was passiert, wenn wir uns trennen - ich tat so als wäre es für immer (stand nicht im Grundbuch zum Beispiel). Und dann kam der Tag X und plötzlich kamen all die Dinge, die damals kein Thema waren. Heute würde ich mir genau all die Fragen stellen, die so unbequem sind. Dabei sind meine Kinder schon groß, ich habe es hinter mir. Und dennoch würde ich mir gut überlegen, ob ich mich wohnlich und wirtschaftlich je wieder irgendwie abhängig machen würde.

• x 7 #54


MafusCage
Zitat von DieSeherin:
außerdem frae ich mich gerade, wann ein junges paar denn sonst bauen sollte?

Es gibt schon Unsicherheiten wegen den Umzug. Ein Kind stellt zusätzlich eine Beziehung auch nochmal gewaltig auf den Kopf. Neuer Job. Bei jedem der Punkte sollte man die Zeit haben sich in die neuen Situationen einzuleben und zu schauen wie man damit steht. Hausbau würde ich daher zeitlich etwas nach hinten legen um nicht komplett an der Leine zu sein.

Zitat von alleswirdbesser:
Heute würde ich mir genau all die Fragen stellen, die so unbequem sind.

👍 Ganz genau!

• x 1 #55


P
Zitat von DieSeherin:
außerdem frae ich mich gerade, wann ein junges paar denn sonst bauen sollte? waretn, bis die kinder aus dem gröbsten raus sind?

Grundsätzlich bin ich bei Dir.

Hier in dem Fall kommen mir aber Dinge entgegen, wo ich mir nicht sicher bin, wieweit das Paar einen tragbaren Umgang mit wichtigen Entscheidungen pflegt.

Die Frage nach dem Wohnort wurde vertagt und ist von beiden Seiten mit schlechtem Gewissen behaftet, wenn der eigene bevorzugte Ort gewählt würde.
Andererseits fixiert die Entscheidung eines Umzugs die weiteren Jahrzehnte.

Jetzt kommt ein weiterer Mensch zu diesem Paar, das auch eine Menge an Aufmerksamkeit, Arbeit, viel Freude und viele neue Entscheidungen bringen wird.

Ich mache mir nur etwas Sorgen, daß dieses verschieben von wichtigen Entscheidungen, dieses Herumeiern und abwarten, bis Fakten geschaffen sind, auf Dauer dem Paar auf die Füße fallen wird.

Es gibt bestimmt einige Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen, wie zum Beispiel moderiert ein Thema besprochen werden kann, sodass sich beide gut fühlen werden.
Oder anderes. Hier gibt es die Schwarmintelligenz mit vielen Kenntnissen und Vorschlägen.

• x 1 #56


Arnika
Zitat von DieSeherin:
außerdem frae ich mich gerade, wann ein junges paar denn sonst bauen sollte? waretn, bis die kinder aus dem gröbsten raus sind? und dann nach ein paar jahren als eltern alleine in dem viel zu großen haus sitzen?

Entweder vor der Familienplanung - wie die meisten. Oder wenn die Kinder mindestens im Kindergartenalter sind. Alles andere grenzt eher an ein Selbstmordkommando. Und geht zu Lasten der Zeit fürs Kind, grad in einem Alter, wo es dich am meisten braucht, stell ich mich nicht auf die Baustelle, bewirte Arbeiter und suche Fliesen usw. aus. Während ich auch so schon kaum zum Schlafen oder Duschen komme. Von partnerschaftlichen Nähe gar nicht mehr zu reden. Also wieso tu ich mir, meinem Partner und meinem Kind das ausgerechnet in der sensibelsten stressigsten Phase das auch noch an?

• #57


DieSeherin
Zitat von Perzet:
Ich mache mir nur etwas Sorgen, daß dieses verschieben von wichtigen Entscheidungen, dieses Herumeiern und abwarten, bis Fakten geschaffen sind, auf Dauer dem Paar auf die Füße fallen wird.

ganz genau! deswegen würde ich an der stelle von @Nellamae seine jetzige trauer als abschiedsschmerz einsortieren, der ganz normal ist und ins neue leben gehen. wann sie dann auf diesem grundstück bauen und ob sie den rest ihres lebens dort bleiben, ist doch dann erst der nächste schritt.

• x 1 #58


Blindfisch
Am Ende des Tages muss einer "bluten", muss "kleinbeigeben" oder ist der Meinung, das eine Entscheidung auf "seine Kosten" geht.
Auf so ein Fundament der Beziehung wird ein Leben geboren und soll ein Haus gebaut werden....
Ich weiß nicht....ich bin mir nicht ganz sicher, ob das gut gehen kann, wenn schon von Anfang an ein Konflikt im Untergrund schlummert, das mit Absicht dorthin verschoben wurde.

• #59


Nellamae
Hallo zusammen,

die Entscheidung, zu gehen, besteht im Prinzip seit vor der Hochzeit und definitiv vor dem Kind. Mir war es ein Anliegen, dass die Wohnortfrage vor diesen Ereignissen geklärt ist. Alles andere - da stimme ich zu - wäre rumeiern und dem Kind / Partner gegenüber nicht fair.

Ich finde die Anmerkung gut, dass es sich wahrscheinlich um Abschiedsschmerz handelt; mein Partner meinte in den letzten Tagen, im sei es wichtig, dass ich seine Traurigkeit wahrnehme, nicht mehr. Ich habe ihm angeboten, die Umzugspläne zu vertagen. Da war er dagegen. Der Hausbau würde erst erfolgen, wenn wir wieder in der Gegend sind und klar ist, wo unsere Arbeitsplätze liegen.

Als Beamte müssten wir Anträge einreichen, und bevor diese nicht durch sind, beginnen wir auch nicht mit dem Bau oder Umzug. Es kann sich sogar um ein paar Jahre handeln, bis die Anträge durch sind. Sollten wir danach wieder zurückziehen wollen, wäre es wieder eine Frage, wann es überhaupt funktioniert. Deswegen das Wort "final".

Ich bin sehr gut darin, es Leuten immer recht machen zu wollen. Mein Partner auch. Und deswegen versuchen wir, immer gegenseitig unsere Gefühle aufzufangen bzw. machen uns die des anderen zu eigen - eine hinderliche Dynamik in Hinblick auf wichtige Entscheidungen.

• #60


A


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