1kolibri
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wurde vor 2 monaten getrennt und beschreibe nun meinen schmerz und vergleiche meine gefühle mit einer sandburg:
er und ich bauten unsere burg "familie" miteinander auf. jeder von uns konnte andere teile besser aufbauen, teilweise unterstützten wir uns, manchmal baute der eine mehr, dann wieder die andere. von zeit zu zeit brach ein stückchen in sich zusammen, manches wurde repariert. jeder von uns war zufrieden oder auch nicht. mit dem bauen beschäftigt, verloren wir uns aus den augen. er arbeitet mehr in seinem bereich, dann hab ich mal einen teil niedergestoßen, wir versuchten, ihn wieder aufzubauen. jeder von seiner seite. die burg war der mittelpunkt. eines tages meinte er, er kann so nicht mehr. er hörte mit dem gemeinsamen nebeneinander bauen auf... er ging. es scheint mir, als fielen teile seiner konstruktion in sich zusammen. übrig bleibt eine ruine. ich lebe mit den resten. die familie ist kaputt, die herrlichen türme sind eingestürzt. er hat zerstört und hat die ruine zuückgelassen...
ich habe das gefühl, ich kann da nicht alleine aufräumen. manche freundin hilft, strukturiert um, spuren werden verwischt...aber ich brauche seine hilfe. ich möchte, dass er sieht, was er verursacht hat...ich möchte, dass er mir hilft, das zu verkraften. er soll den verlust auch spüren, die grausamen löcher, die entstanden sind. ich habe versucht, ihm das mitzuteilen. sobald es um mein empfinden geht, kommt nichts zurück...
kann der er, der sturm, der verursacher, die ruine, den schmerz wieder kitten?
wie kann ich den wiederaufbau auf mich nehmen ohne erwartung an ihn?
er baut schon an seinem nächstes baujuwel mit einer anderen.
die alte burg "familie" hat er verlassen...
)