Hallo Gastmann,
schön, auch mal von der anderen Seite zu hören, dass man(n) bereut. Mein Männe gestand mir eine einjährige Beziehung nach 24 Ehejahren; er war erst total am heulen (wahrscheinlich weil sie auf einmal Bedenkzeit brauchte) und dann eiskalt. Höre es immer wieder und hab auch viel darüber gelesen. Die Eiseskälte, die man sich dann nicht erklären kann, wäre nötig, um den ehemaligen Partner nicht mehr an sich heran zu lassen, um sich dann nicht unnötig Schmerz zuzufügen. Stimmt das? War das bei dir auch so?
Mein Partner war bis zu dem einen Jahr, in dem er sich so veränderte, ein liebevoller Mensch. Ich dachte ich kenne ihn und er sagt noch heute, dass ihn niemand so gut kennen würde wie ich. Aber das kann ich nicht glauben, jedenfalls in Sachen Gefühle nicht, denn obwohl die Andere nur ihren freundschaftlichen Spaß mit ihm haben will (wurde ihr wohl zu eng), hält er an ihr fest und hat noch Hoffnung....im gleichen Atemzug sagt er mir, dass er mich immer noch lieb hat und an uns glaubt, aber nicht im Moment...
Kann sowas auch sein? Für ihn wäre es keine Warmhaltetaktik und auch kein Spiel, er will sie aber auch nicht aufgeben, weil er sich wohl in ihrer Nähe fühlt (haben viele gemeinsame Interessen, denen ich aus gesundheitlichen Gründen nicht nachgehen kann).
Ich weiß, dass ich ihn aufgeben muss, aber ich hänge trotzdem an ihm. 28 Jahre zusammen zu sein, ist eine seeeehr lange Zeit und da ich damals völlig überrascht von seinem Geständnis wurde und zwischendurch immer gesagt bekomme, dass er an uns glaubt, kann ich einfach nicht abschließen. Die Hoffnung in mir will es auch nicht...bin da ehrlich, auch wenn mein Verstand dem zuwiderläuft...schon von Anfang an.
Wäre schön von dir zu lesen, auch wenn du sicher nicht auf alles eine Antwort weißt...
Wünsche dir einen schönen Abend,
bifi07