Zitat von Lotta00: Da muss ich dir Recht geben. Ich habe bis auf eine Ausnahme, als ich meinen ersten Partner für meinen jetzigen Mann verließ, immer mit meinen Partnern bewegt. Neue Wohnorte, neue berufliche Ausrichtung.
Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.
Ist das nicht die Gelegengeit dir einen Therapeuten zu suchen mit dessen Unterstützung du endlich lernen darfst dich selbst zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen?
Zitat von Lotta00: Das Haus gehört uns zusammen. Das ist mir egal. Ich wüsste nicht wo ich hin soll. Ich habe nur eine Freundin und mit der kann ich nicht reden. Zu meiner Mutter im 40 qm kann ich nicht gehen, das halte ich nicht aus.....
Was sind die Gründe das du mit deiner Freundin nicht reden möchtest?
Wenn das Haus euch zusammengehört hast du bei einer Trennung zumindest in irgendeiner Form eine finanzielle Absicherung. Den er müsste dich auszahlen oder du erhälst die Hälfte des Erlös aus dem Hausverkauf.
Informiere dich über freie Wohnungen.
Als meine Mutter die Entscheidung getroffen hatte ihren notorisch untreuen Ehemann (meinen Vater) zu verlassen, stand sie finanziell nicht gut da, wusste sie muss sich alleine um 2 vorpubertäre Mädchen kümmern und hatte erstmal auch keine Idee wo wir wohnen sollen.
Aber was sie sehr sicher wusste war, dass diese Demütigungen und Lügen endlich ein Ende haben müssen. Sie war nicht länger bereit sich für den Anschein einer intakten Familie oder der Bequemlichkeit eines Haus so schlecht behandeln zu lassen. Sie wollte ihre Würde und ihre Freiheit zurück. Als wir schon erwachsen waren und sie befragten, meinte sie mal: "Es war mir egal, selbst wenn ich jeden Tag nur ein Butterbrot hätte essen können, aber ich war mir mehr wert als eine Eher voller Betrug. Ich wusste ich bekomme euch irgendwie durch und hätte dafür auf alles verzichtet, nur um nicht mehr in dieser Ehe zu stecken."
Das war einer der Momente in denen ich verdammt beeindruckt von meiner Mutter war und ich merkte was sie für eine starke Frau ist.
Keine Ahnung wie lange sie tatsächlich gesucht hat, aber nicht lange nach der Trennung hatte sie eine Wohnung für uns. Als Frau die durch einen eher dominaten Partner in diesen 13 Jahren Ehe ziemlich fremdbestimmt war, war das Anfangs auch ein Lernprozess komplett alleine zu sein und plötzlich die Freiheit der eigenen Entscheidungsmöglichkeiten zu genießen. Meine Mutter hatte nach meinem Vater und seinen Eskapaden leider die Nase voll von der Männerwelt, aber sie hatte endlich ihre Ruhe. Sie genießt ihr Leben, geht gerne (auch alleine) in den Urlaub, etc. Sie ist heute glücklich und ich bin mir sehr sicher sie wäre heute nicht die glückliche, selbstsichere Frau, wenn sie damals in der Ehe geblieben wäre.
Was ich damit sagen will: Die Entscheidung zu gehen ist immer beängstigend, es wird aber nie der richtige Moment da sein in dem es keine Unsicherheiten gibt. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, werden dir die Unbekannten/Unsicherheiten egal sein, denn am Ende wird sich alles fügen und alles lässt sich lösen. Du benötigst nur den Mut den Absprung zu schaffen.