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Wie tief kann ich noch sinken

L
Zitat von hotte:
Liebe @Lotta00 es klingt als wenn du sehr stark "fremdbestimmt" ...

Da muss ich dir Recht geben. Ich habe bis auf eine Ausnahme, als ich meinen ersten Partner für meinen jetzigen Mann verließ, immer mit meinen Partnern bewegt. Neue Wohnorte, neue berufliche Ausrichtung.
Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.

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S
@Lotta00 Es ist nie zu spät das zu lernen. Du bekommst das das sicher hin auch eigenständig für dich einzustehen und dir etwas neues zu suchen.

#17


A


Wie tief kann ich noch sinken

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DiesDasAnanas
Zitat von Lotta00:
Da muss ich dir Recht geben. Ich habe bis auf eine Ausnahme, als ich meinen ersten Partner für meinen jetzigen Mann verließ, immer mit meinen Partnern bewegt. Neue Wohnorte, neue berufliche Ausrichtung.
Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.

Ist das nicht die Gelegengeit dir einen Therapeuten zu suchen mit dessen Unterstützung du endlich lernen darfst dich selbst zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen?

Zitat von Lotta00:
Das Haus gehört uns zusammen. Das ist mir egal. Ich wüsste nicht wo ich hin soll. Ich habe nur eine Freundin und mit der kann ich nicht reden. Zu meiner Mutter im 40 qm kann ich nicht gehen, das halte ich nicht aus.....

Was sind die Gründe das du mit deiner Freundin nicht reden möchtest?
Wenn das Haus euch zusammengehört hast du bei einer Trennung zumindest in irgendeiner Form eine finanzielle Absicherung. Den er müsste dich auszahlen oder du erhälst die Hälfte des Erlös aus dem Hausverkauf.
Informiere dich über freie Wohnungen.

Als meine Mutter die Entscheidung getroffen hatte ihren notorisch untreuen Ehemann (meinen Vater) zu verlassen, stand sie finanziell nicht gut da, wusste sie muss sich alleine um 2 vorpubertäre Mädchen kümmern und hatte erstmal auch keine Idee wo wir wohnen sollen.
Aber was sie sehr sicher wusste war, dass diese Demütigungen und Lügen endlich ein Ende haben müssen. Sie war nicht länger bereit sich für den Anschein einer intakten Familie oder der Bequemlichkeit eines Haus so schlecht behandeln zu lassen. Sie wollte ihre Würde und ihre Freiheit zurück. Als wir schon erwachsen waren und sie befragten, meinte sie mal: "Es war mir egal, selbst wenn ich jeden Tag nur ein Butterbrot hätte essen können, aber ich war mir mehr wert als eine Eher voller Betrug. Ich wusste ich bekomme euch irgendwie durch und hätte dafür auf alles verzichtet, nur um nicht mehr in dieser Ehe zu stecken."
Das war einer der Momente in denen ich verdammt beeindruckt von meiner Mutter war und ich merkte was sie für eine starke Frau ist.

Keine Ahnung wie lange sie tatsächlich gesucht hat, aber nicht lange nach der Trennung hatte sie eine Wohnung für uns. Als Frau die durch einen eher dominaten Partner in diesen 13 Jahren Ehe ziemlich fremdbestimmt war, war das Anfangs auch ein Lernprozess komplett alleine zu sein und plötzlich die Freiheit der eigenen Entscheidungsmöglichkeiten zu genießen. Meine Mutter hatte nach meinem Vater und seinen Eskapaden leider die Nase voll von der Männerwelt, aber sie hatte endlich ihre Ruhe. Sie genießt ihr Leben, geht gerne (auch alleine) in den Urlaub, etc. Sie ist heute glücklich und ich bin mir sehr sicher sie wäre heute nicht die glückliche, selbstsichere Frau, wenn sie damals in der Ehe geblieben wäre.

Was ich damit sagen will: Die Entscheidung zu gehen ist immer beängstigend, es wird aber nie der richtige Moment da sein in dem es keine Unsicherheiten gibt. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, werden dir die Unbekannten/Unsicherheiten egal sein, denn am Ende wird sich alles fügen und alles lässt sich lösen. Du benötigst nur den Mut den Absprung zu schaffen.

x 6 #18


Liebeleben
Ich vermute, der Leidensdruck ist noch nicht groß genug bei dir.

Wenn du wirklich da weg willst, dann holt dir Hilfe. Geh zu einem Anwalt oder vereinbare ein Gespräch bei der Caritas. Da gibt es Leute, die dir sagen, wie es funktionieren kann mit der Trennung, was dir zusteht und wie du es am besten angehen könntest.

Ich verstehe, dass du Angst hast vor dem, was kommt und es türmt sich alles wie ein riesiger Berg vor dir auf.

Aber wenn du nur ein bisschen Selbstachtung behalten möchtest, geh es an.

x 1 #19


Löwenzeh
Zitat von Lotta00:
Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.

Kein Problem.
Ist doch immer so, wenn man mal was Neues probiert.

Learning by doing.

Einfach machen. Wenn's schiefgeht - anders machen. Bis es klappt.

Klar, Ängste und Gefühle machen dann alles schrecklich schwer.
Aber eigentlich ist das Grundprinzip so einfach :
Einfach machen.

x 3 #20


hotte
Zitat von Lotta00:
Da muss ich dir Recht geben. Ich habe bis auf eine Ausnahme, als ich meinen ersten Partner für meinen jetzigen Mann verließ, immer mit meinen Partnern bewegt. Neue Wohnorte, neue berufliche Ausrichtung. Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.


Respekt für diese Aussage. Sich soetwas selbst vor augen zu führen ist schonmal sehr gut (und meisstens auch sehr schwer).

Die Antworten die du hier bekommen hast sagen ja alle das gleiche.... sinngemäss beginnt man mit dem ersten Schritt bevor man dann so viel momentum aufgebaut hat das es von alleine läuft. Wir Menschen tendieren dazu immer wieder zu dem bekannten zurück zu wollen weil wir da genau wissen was uns erwartet und Unsicherheit immer so beängstigend ist.

Etwas das mir sehr geholfen hat nach der Trennung war das ich mir gesagt habe das ich nicht der erste in dieser Situation war, nicht der einzige bin der es aktuell durch macht und garantiert auch nicht der letzte bin der da durch muss. Deshalb steh ich so auf Selbsthilfegruppen.... oft, insbesondere wenn wir dinge mit uns selbst ausmachen, fühlen wir uns alleine, verloren und haben einfach Angst vor der Veränderung. Du siehst den Zuspruch den du hier im Forum bekommst und wenn du dann irgendwann im realen Leben das erste mal zurück blickst und wirklich stolz auf das bist was du selbst erreicht hast, dann wirst du dich fragen warum du das nicht schon viel früher gemacht hast.

x 2 #21


L
Vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps.
Wenn ich als Außenstehende auf solch eine Situation schauen würde, hätte ich die gleiche Schlüsse gezogen.
Gestern Abend bin ich nach Hause gekommen und habe ihn angesehen und gedacht "das kann nicht sein". Er war fürsorglich und er würde es bedauern das wir diese Woche so wenig Zeit Abends zusammen hätten da wir zwei soviele Abend Termine habe und dann denke ich ich habe einen an der Waffel und ich interpretiere da viel zu viel hinein.
Das macht mich verrückt, was kann ich noch glauben, kann ich mir noch trauen.

#22


CanisaWuff
Mensch 50% Haus, das ist doch ein guter Start.
Sammel Deine Unterlagen und natürlich auch seine und die bringst Du zu Deiner Mutter, dort sind sie sicher.
Dann such Dir einen Anwalt und lass Dich beraten, schau nach Wohnungen oder rechne durch ob Du das Haus auch alleine halten kannst.
Zitat von Lotta00:
Das Haus gehört uns zusammen. Das ist mir egal


Zitat von aequum:
Ein ganz klares NEIN!
Du forderst über einen Anwalt alles das was dir rechtlich zusteht!
Was das Haus betrifft, wirst du dich auszahlen lassen. Egal ob er es alleine weiterhin halten kann oder nicht. Wenn nicht, muss es halt verkauft werden.

Und natürlich gibst Du das Haus nicht einfach her.

Übrigens...Pflege, wenn der Herr wieder zu Hause aufschlägt, gibt es dann nicht mehr.

Mach Dich nicht so klein, das bist Du nämlich nicht.

x 1 #23


Catalina
Zitat von Lotta00:
Er war fürsorglich und er würde es bedauern das wir diese Woche so wenig Zeit Abends zusammen hätten da wir zwei soviele Abend Termine habe und dann denke ich ich habe einen an der Waffel und ich interpretiere da viel zu viel hinein.
Das macht mich verrückt, was kann ich noch glauben, kann ich mir noch trauen.

Er scheint der Typ Mann zu sein, der sein Fremdgehen nicht als falsch empfindet und dementsprechend auch kein schlechtes Gewissen hat. Deshalb kann er sich dir gegenüber auch so verhalten, als wäre alles in bester Ordnung.

Weiß er eigentlich, dass du über seine Pläne für die Reha Bescheid weißt? Und woher weißt du das überhaupt?

x 1 #24


L
Ich habe heute mit meiner Freundin gesprochen, bin so erleichtert. Sie hat mich verstanden und mir etwas Last angenommen.
Habe mir auch schon ein paar Gedanken gemacht über Finanzen etc.

x 2 #25


HeavyDreamy
Zitat von Lotta00:
Ich habe heute mit meiner Freundin gesprochen, bin so erleichtert. Sie hat mich verstanden und mir etwas Last angenommen.
Habe mir auch schon ein paar Gedanken gemacht über Finanzen etc.

Das klingt gut. Bleib auf den Weg. Nur, wenn du eben was bewegst, kann sich etwas ändern Lachendes Gesicht

Ich kann dir auch empfehlen, dich bei der Caritas oder Diakonie Mal zu melden. Die helfen auch in allen Lebenslagen Lachendes Gesicht Gibts fast überall Lachendes Gesicht Vielleicht können sie dir bissl unter die Arme greifen, damit du endlich von diesem Mann wegkommst.

#26


M
Zitat von Lotta00:
Ich glaube ich weiß gar nicht wie das geht.

Leichter als du glaubst. Du hast Angst und der Angst begegnet am besten, indem man das tut, was Angst macht. Du stehst dir selbst im Weg mir vorgeschobenen Gründen. Haus etc.
Wenn du da raus willst, musst du es anpacken - allein. Es kommt keiner der vorbei kommt und dich rausholt und dir ein neues Leben aufbaut.

Wie wäre es mal mit einer Beratung bei der Caritas, pro Familia o. ä. Dort sitzen Menschen, denen deine Probleme nicht unbekannt sind und die dir Ratschläge geben können. Aber die kommen auch nicht bei dir vorbei, du musst schon selbst in die Gänge kommen.
Ansonsten bleibst du wo du bist und bist weiterhin unglücklich. Ist es das wert?

Ich hatte mal eine Kollegin. Geschieden mit einer Tochter. Sie hatte den Falschen geheiratet. Erst die große Verliebtheit, Glücksversprechen und in der Ehe Eiseskälte. Wenn sie nicht spurte, bestrafte er sie mit Schweigen über Tage, war nicht zugänglich. Und er fuhr von Zeit zu Zeit weg, wohin, wusste sie nicht. Es konnten ein paar Stunden sein aber auch ein paar Tage, ehe er wieder erschien und weiter schwieg.
Niemals hätte er sie gehen lassen. Aber sie ging selbst. Verständigte sich mit ihrem Bruder und wartete, bis er wieder weg war. Dann kam der Bruder mit seinem Transporter, sie nahm das Notwendigste mit und zog vorübergehend zu ihren Eltern. Dann suchte sie eine Wohnung für sich und die Tochter.
Sie brach sämtliche Brücken zu ihm ab, liess sich scheiden und schlug sich mit einem eher geringen Gehalt durch. Die Tochter wurde groß, ergriff einen guten Beruf, heiratete und bekam zwei Kinder. Die mittlerweile Ex-Kollegin wurde begeisterte Großmutter.

Einmal sah sie ihren Exmann, von weitem. Er ging gebückt und wirkte in sich verstrickt. Da war es wieder, das gute Gefühl, das Leben in die eigene Hand genommen zu haben und von einem Menschen, der ihr mutwillig schadete, weg zu sein.

#27


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