Zitat:2. Welche Frau will ich eigentlich genau? Wer passt zu mir? Oh man, das ist ja ein Ding der Unmöglichkeit. Die finde ich ja nie.
3. Was sollen mich die Frauen interessieren? Ich habe keine Lust, keinen Nerv auf dieses blöde Gedate mit den Falschen. Das wird mir alles zuviel. Die Richtigen finde ich ja sowieso nicht.
Also weißt Du, was für eine Frau Du suchst, oder nicht?
"Die Richtigen" ist doch schon mal motivierend- es gibt nicht nur eine, die zu Dir passt
Zitat:Meistens befinde ich mich eher im letzten Zustand. In dem Laufe ich dann auch wie ein Kamel durch die Stadt, das jegliches Anlächeln mit einem freundlichen Zurücklächeln beantwortet und gedankenlos weiterläuft. Auf die Idee stehenzubleiben, ein paar Worte zu Wechseln oder gar ein Kennenlernen/ Date usw. komme ich erst viel später. Dann erst melden sich bei mir die Gefühle.
Immerhin gefällst Du den Frauen offenbar und bekommst mit, dass sie Dich anlächeln.
Zum markierten Teil: dann gehst Du also generell recht verschlossen durchs Leben?
Ich bin früher sehr verschlossen durch den Tag gegangen und habe mich auf keinen Smalltalk oder ähnliches eingelassen. Heute ist das ganz anders, es gibt fast keinen Tag ohne kleine Gespräche, Aufmerksamkeiten (mal helfen, einen Kinderwagen zu tragen uvm.).
Viel ist auch einfach Gewohnheit. Darum kannst Du es ja einfach mal üben. Muss gar kein Flirt sein. Einfach etwas aufmerksamer durch den Tag gehen. Dann ergeben sich an jeder Ecke kleine Gespräche. Einfach im Kontakt mit anderen sein...geht auch dezent und zurückhaltend...Und wenn Du soweit bist, geht es manchmal automatisch in einen Flirt über. Dann braucht man sich nicht mehr ruckartig bezwingen, aus seiner Verschlossenheit hervorbrechen wenn einem jemand gefällt. Verstehst Du was ich meine?
Denn das hier
Zitat:Dann erst melden sich bei mir die Gefühle
klingt so, als ob Du nicht im "Flow" seist. Denn Gefühle und seien sie noch so klein, kommen ja eigentlich meistens spontan, sind ein Impuls....
Zitat:Okay, hinzu kommt, dass ich auch mit meiner Familie eine eher funktionale Beziehung führe.
Da gibt`s dann also auch keine spontanen "Flirts"?
Vllt. bist Du es einfach gewohnt, Dich selbst auszubremsen?
Ich denke, man braucht gar nicht irgend eine Flirttaktik, oder große Überwindung. Vielmehr muss man einfach lernen, zuzulassen...wie beim (gemeinsamen) Tanzen. Der Rest ergibt sich. Dabei würde ja auch alles schiefgehen, ginge man strategisch denkend vor...
Zitat:Und die Altlasten einfach so streichen, wie soll das gehen? Seit Jahren sind sie treue Begleiter. Es mag merkwürdig klingen, aber ich fürchte mich wahrscheinlich vor einem Leben ohne sie. Was hätte ich für ein Leben, wenn sie weg sind?
Das verstehe ich nicht. Was fehlte denn in Deinem Leben, wenn die Altlasten Dich nicht mehr belasten würden? Altlasten könnte man doch auch in Erinnerungen/Erfahrungen verwandeln. Oder nicht?
Zitat:Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich mit der Uralt-Last Frieden schließen soll. Sie hat mein Frauenbild tief erschüttert. Sie hat in mir die Angst vor einer Verletzung verwurzelt. Glück ist kein Thema. Sie hat mir die Lektion erteilt, keine Gefühle zu zeigen bzw. nur soweit wie die Frau von sich aus Gefühle zeigt. Im Prinzip halte ich das für eine sehr wichtige Lektion und deswegen möchte ich diese Wut weiterhin in mir tragen, weil sie für mich auch Schutz bedeutet - vor falschen Hoffnungen. Sie lässt mich ein Kennenlernen nüchtern und mechanisch gestalten. Es genügt doch auch, wenn ich erst nach und nach die Gefühle zulasse - so meine Theorie.
das klingt aber wirklich schon nach einer lebensbehindernden Haltung: erschüttertes Frauenbild, Angst vor Verletzung, keine Gefühle zeigen wollen, Wut, bloß keine falschen Hoffnungen....
Mit diesen Gefühlen und Gedanken ist es natürlich fast unmöglich, einem anderen Menschen offenherzig zu begegnen. Und Du wirst damit auf jeden Fall die Dynamik zwischen Dir und der Frau lenken. Wenn mir bsw. jemand argwöhnisch begegnet, verkrampfe oder verschließe auch ich mich.
Zitat:Und sie weiß dann auch schon mal, dass ich mir einen Fehltritt lange merken kann. Ich bin niemand der verzeiht, ohne dass sich die entsprechende Person die Verzeihung verdient hat." Ich sehe das durchaus als eine positive Eigenschaft meinerseits.
kannst Du Dir denn auch lange merken, dass Menschen Dir zuneigung, Liebe entgegen brachten; dass jemand hinter Dir stand, sich für Dich einsetzte usw.?
Warum hältst Du so sehr am Negativen fest?
Zu lieben bedeutet doch nicht, ein unerbittlicher Richter über den anderen zu sein, sondern ebenso die Schwächen, die Unvollkommenheit des anderen zu akzeptieren und vllt. sogar liebenswürdig zu finden.
Ich weiß nicht, was Dir widerfahren ist. Aber für gewöhnlich passieren Verletzungen selten in der Absicht, einem Menschen zu schaden. Meistens ist es ein egoistischer Moment. Bsp.: der Partner geht fremd. Ja, in diesem Moment, war man als (betrogener) Part unwichtig für den anderen, was anderes war wichtiger.
Kann man wirklich nicht verzeien, dass es Momente gibt, in welchen man nicht Zentrum, das Wichtigste des Partners ist? Und warum?
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Du viel zu stark nach Sicherheit suchst, darauf so konzentriert bist (bloß nicht verletzt werden!), dass Dir vieles andere entgeht.
So hat eine entstehende Liebe mMn schlechte Chancen. Ich sehe überall Sicherheitsschranken, Argwohn, Minen. Und umgekehrt wird eine Frau, die sich in Dich verliebt, sehr drauf acht geben müssen, auf keine Mine zu treten....
Alle Konzentration auf das (negative), was passieren könnte, statt Offenheit für das positive....
Zitat:(und die Frau ist Spitze... , weil sie nicht drängelt... hat mein Freund, mit dem ich on/off -von mir aus- seit 4/'13 zusammen bin, auch drauf gehabt. Ich kann Dir zu so einer (nach außen enspannten Frau nur raten... bzw. Dich beglückwünschen)
*stimm zu*
