Zitat von Ina54: Aber um verheiratete Männer reisst man sich 2 Beine aus?
* haben wollen, dass ist es, ich will gewinnen, scheint ihn noch interessanter zu machen.
Hier ist der Preis aber besonders hoch!
Ein interessanter Aspekrt. Ich glaube nämlich auch, dass auch die Situation wer ist nun die Bessere? Sie oder ich das Ganze erst recht befeuert. Man gehtl als Geliebte ja in Konkurrenz zur EF, die meist nicht weiß dass es eine Konkurrentin gibt. Also ist der "Kampf" um die Trophäe, den Fremdgänger asynchron.
Und die Geliebte will ihn auf ihre Seite ziehen und ihn von seinen Qualitäten überzeugen damit er sieht, wieviel besser er es mit ihr doch hat im Gegensatz zu seinem Hausdrachen daheim.
Das verführt unbewusst dazu, dass die Geliebte alle Register zieht und eben "besonders einzigartig" sein will und das wiederum wirkt sich luststeigernd aus.
Es ist wenn man das alles mal nüchtern betrachtet, nur noch beschämend und niederträchtig. Da registriert sich ein verheirateter Mann mit Frau und kleinen Kindern auf einem Portal und die beiden fangen an zu schreiben. Innerhalb kurzer Zeit wird eine Schein-Nähe aufgebaut was schriftlich ja viel leichter ist als im realen Leben, weil die Wahrnehmung des Gegenübers verkürzt ist und sehr viel Raum für Interpretationen da ist. Dann kommt das erste Treffen und oh Wunder,der Blitz schlägt ein, weil man ja schon kräftig "vorgearbeitet" hat und glaubt, den Seelenverwandten getroffen zu haben.
Dort erfährt die TE dass er verheiratet ist und mindestens ein Kind da ist. Und was tut sie? Springt mit ihm in die Kiste und belohnt den Waschlappen noch für seine Geheimniskrämerei. Eine Affäre beginnt und die ist natürlich toll, denn sie lebt von Spannung, Neugierde, Interesse, Sehnsüchten, Liebessucht und der AM ist trotz seiner 12 Jahre mehr auf dem Buckel das Nonplusultra. Und die TE erst! Wie toll sie doch ist weil sie ihn eingewickelt hat und nun bombastisches Futter fürs eigene Ego bekommen hat. Mensch, was bin ich toll, wenn der mich so toll findet.
Dass die beiden nur ihre Illlusionen nähren, merkt keiner, denn der schnöde Alltag bleibt draußen. Jedes heimliche Treffen ein Fest! Kein Wunder, dass die Funken sprühen. Und dann noch diese unglaubliche Übereinstimmung auf mentaler Ebene! Ist ja kein Wunder, denn es gibt doch kaum Konfliktthemen und erst recht keine Alltagsgewohnheiten.
Der Gipfel der gegenseitigen Unverforenheit sind dann die 10 Tage wo sich die TE wie eine wundervolle Ehefrau verhält und ihm jetzt im heimischen Umfeld beweisen will, dass sie einfach der Sechser im Lotto ist während die EF - nun ja, im Grund genommen abgeschrieben werden kann. Sie begleitet ihr neues Bübchen ja sogar zum Arzt, damit er nicht so viel Angst vorm Onkel Doktor hat. Es ist nicht zu glauben, was da hinter dem Rücken der EF getrieben wird. Er bietet das Heim, das er mit der EF geschaffen hat, der TE an und die wiederum fühlt sich großartig, weil man ja jetzt schon Alltag zusammen spielt. Die EF weiß nichts davon, wie der Typ das gemeinsame Heim, den privaten Rückzugsort praktisch "entweiht". Und die TE spielt munter mit weil es iihre Position ja stärkt. Jetzt darf sie schon EF spielen, ach, herrlich! Um aber nicht völlig in die Geschmacklosigkeit abzudriften, treiben sie es auf dem Boden und nicht im Ehebett.
Udn wenn alles nichts mehr hilft und der EM der sowieso feige, bequem und willenlos ist irgendwann das Wasser bis zum Hals steht weil er endgültig nicht mehr weiß wohin er gehört und das traute Heim mit EF beovrzugt, riskiert man halt eine Schwangerschaft. Denn jetzt gibt es praktisch ein Ergebnis, ein Produkt dieser einzigartigen Liebe.
Die Affäre fliegt auf, EF verschwindet erst mal und die TE ist im 5. Monat und hofft immer noch auf diesen Larifari. Die Freude wird groß sein, wenn er seiner EF erklären darf warum er jeden Monat so und so viel abdrücken darf.
Die EF tut mir leid, denn sie wurde schnöde hintergangen und ausgebootet. Wenn sie klug ist, haut sie ihn zum Teufel, denn was will sie mit dem Lappen noch? Jetzt sieht sie, aus welchem Holz er geschnitzt ist.
Und die TE ist keinen Deut besser denn sie arbeitet ja daran, dass sie die Trophäe kriegt. Auf dieser Verbindung wird kein Glück liegen, denn wenn man dafür erst mal ein ganzes Service samt 2 Kinder zerdeppert, wirkt das nach.
Selbst wenn er zur TE geht weil seine Frau ihn abschießt, ist doch sehr fraglich wie lange dieses neue Glück denn hält. Denn immerhin hat er ja noch 2 Kinderchen, 500 km entfernt, null problemo. Machen wir eben ein WE mit den Kinderchen und dem neuen Kind und der neuen Tante, die jetzt die neue Frau vom Vater ist. Das hat man heute ja so.
Aber oh weh, auf einmal ist das alles nicht mehr so toll, denn nun hat sie ihn ja und damit verliert er doch gleich ein wenig an Glanz. Seine merkwürdigen Verhaltensweisen zeigen sich und ihre auch und auf einmal merkt man, dass die Seelenverwandtschaft doch nicht so tragfähig ist wie geglaubt.
So "funktionieren" Affären in denen der Egoismus sich richtig zeigt gepaart mit Gemeinheit weil es ja noch die Dritte im Bunde gibt. Kann man das in Ordnung finden, moralisch gesehen? Auch wenn es tausendfach vorkommt, so macht es das ja nicht besser. Und am Ende gibt es nur Verlierer die sich vielleicht manches Mal fragen, was habe ich eigentlich getan? Bin ich wirklich so ein Schwein? Leider ja, dagegen ist keiner richtig gefeit.