Zitat von Cici: Mich würde interessieren, wieso Menschen nicht gleich direkt sagen, dass ihnen etwas nicht passt, sondern erst auf kein Problem machen, wenn es hinterher doch eins ist?
Ich denke, das hängt immer von der Art der Beziehung und dem Kontext ab.
Wenn meine Mutter so etwas in der Art sagt, möchte sie mich unter dem Deckmäntelchen „du kannst machen was du willst“ kritisieren.
„Natürlich kannst du das machen wie du willst, aber…“
Hier zählt doch nur: Du kannst es machen wie du willst
😉 Vielleicht ist das Thema Putzen und Sauberkeit auch noch einmal ein besonderes Thema, da der eigene Dreck oder die eigene Unordnung leichter ignoriert und ertragen werden kann, immerhin kennt man die.
Grundsätzlich ist es immer leichter zu kritisieren und zu meckern, als ein anderes Vorgehen als gleichwertig zu akzeptieren, anzuerkennen und auch auszuhalten.
Im Arbeitsumfeld kann die Ursache beispielsweise eine ganz andere sein. Wenn ich mit einem Teammitglied, mit dem ich schon lange zusammenarbeite und dem ich vertraue, eine Zielvorstellung festlege und man dann sagt: Setze das um wie du willst, und am Ende überschreitet die andere Person mit der Umsetzung Grenzen, kann das in der abschließenden Bewertung schwierig sein und zu Kritik führen.
Hier würde ich diese Äußerung auf fehlende Prozessabstimmung zurückführen, blindes Vertrauen ohne richtige Abstimmung ist halt nicht immer gut.
Worum geht es bei dir?