Ehemaliger User
Gast
Ich komme aus meinem Loch nicht mehr heraus. Ich verkrieche mich nur in meiner Wohnung und will keine Kontakte mehr. Ich weiß nicht mehr, wie es weiter gehen soll.
Vor einem Jahr fing alles an. Mein Mann war 9 Wochen in einer psychosomatischen Kur. Als er am 24.07.2002 nach Hause kam, ich fuhr ihn holen, außerdem besuchte ich ihn fast jede Woche, war er nur am weinen. Ich kam nicht an ihn heran. Das nächste Wochenende war er weg, ohne mir zu sagen, wohin. Er sagte immer wieder, er sei nicht mein Eigentum, er sei nur für sich selbst verantwortlich. Ich konnte das alles nicht mehr begreifen. Ich war der Meinung, wir führten eine glückliche Ehe. Wir sind 18 Jahre verheiratet, davon haben wir 14 Jahre versucht, Kinder zu bekommen. Letzter IVF-Versuch war Januar 2002. Und jetzt dieses. Ich ließ nicht locker als mein Mann nach dem Wochenende wieder nach Hause kam. Auf mein Drängen hin, sagte er dann, er habe eine Freundin in der Kur kennengelernt und wolle mich verlassen. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich wandte mich an den Therapeuten meines Mannes in der Kurklinik. Wir vereinbarten gemeinsame Gespräche. Mein Mann war während der Woche bei mir, so als sei alles normal. Am Wochenende fuhr er zur Freundin. Ich hielt das nicht lange aus. Auf Anraten des Therapeuten ging mein Mann vorübergehend zu seinen Eltern wohnen. Er rief mich ständig an und hatte Sehnsucht nach mir. Nach 2 Monaten kam er wieder zu mir zurück. Jedoch nur für einen Tag. Die Freundin rief wieder an. Mein Mann belog mich wieder und war wieder 2 Tage mit der Freundin unterwegs. Sie wohnte weiter weg. Ich wußte nicht, wo mein Mann war, ahnte jedoch, daß er wieder bei der Freundin sei. Und so war es auch. Ich erreichte ihn dort telefonisch. Ich war so wütend und sagte ihm, daß ich das nicht mehr aushielte, wenn er nach Hause komme, seien seine Koffer gepackt. Ich hoffte, insgeheim immer noch, mein Mann würde sich erklären oder um mich kämpfen. Aber nein. Montags kam er dann seine Sachen holen. Er hatte eine 2-Zimmer Wohnung, nach der er sich schon mal vorher umgesehen hatte, gemietet. Da mein Mann und ich noch zusammen bei einer Verwaltung arbeiten, hatten wir noch ständig Kontakt miteinander. Mein Mann war seelisch fix und fertig. Er sagte mir immer wieder, daß er nicht wisse was er wolle. Er habe Sehnsucht nach mir und nach der Freundin. Mitte Dez. 2002 sagte mit dann mein Mann, daß er doch wieder zu mir zurückkommen wolle. Er habe Angst, seine Freundin würde sich was antun. Er sei in eine Sache hineingeraten, aus der er nicht mehr herauskäme. Dennoch entschied er sich dann Mitte Dez. 2002, wieder zu mir zurückzukommen. Er machte Schluß mit seiner Freundin. Dann ging das Spiel wieder hin und her. Er war oftmals sehr abweisend zu mir. Er tat mir seelisch sehr weh. Ich glaube, diese Wunden werden nie heilen. Ich habe meine Selbstachtung verloren. Mein Mann hat auf meinen Gefühlen rumgetrampelt. (Ich habe es zugelassen, aus Liebe?). Ich habe tausende von Demütigungen und Erniedrigungen erfahren. Im Febr. 2003 sagte er dann, er bleibe jetzt endgültig bei mir, er habe mich lieb und er sei froh, daß ich so lange Geduld mit ihm hatte. Das war ein Zeitpunkt wo ich wirklich glaubte, jetzt haben wir es geschafft, es wird alles wieder gut. Am 25.02. feierten wir noch meinen Geburtstag zusammen. Dann fing mein Mann wieder an, abweisend und gemein zu mir zu sein. Er hat mich oftmals sehr verletzt, gefühlsmäßig. Und ich habe alles mit mir machen lassen und ausgehalten. Am 11.03. ging ich für 6 Wochen in eine psychosomatische Kur. Ich war fix und fertig. Mein Mann rief mich jede Woche einmal an. Dann sagte er mir immer wieder, er könne nicht mehr leben. Er wolle sich umbringen. Er kann einfach nicht mehr. In der letzten Woche meiner Kur sagte er mir dann, daß seine Freundin schwanger sei. Er wolle das Kind aber nicht. Er wolle nichts mehr mit seiner Freundin zu tun haben. Er werde sich rächen. Er wollte eine Abtreibung. Am nächsten Tag sagte er mir, daß er jetzt im klaren ist, was er will. Er will jetzt bei seiner Freundin bleiben und das Kind großziehen. Er werde mich verlassen. Ich bekam in der Kur noch einen Zusammenbruch. Ich war eine Woche lang nur am heulen. Seit 22.4. bin ich jetzt zu Hause. Gehe wieder arbeiten. Meinen Mann hatte ich anfangs noch sehr belagert und ihn gebeten, doch zurückzukommen. Aber er kommt nicht mehr. Er sagte, daß er schei. gebaut habe, und daß er jetzt die Verantwortung übernehmen müsse. Er habe einen Fehler gemacht. Wenn er nicht bei Simone (Freundin) bleibe, müsse er so viel Geld bezahlen. Dann könne er nicht mehr mit mir leben. Er sagte, wie schön wir es doch haben können. Wenn Simone etwas passiere, müsse ich ihm helfen, das Kind groß zu ziehen. Mein Mann sagt immer, daß es ihm nicht so gut gehe. Aber er meldet sich nicht mehr bei mir. Ich bleibe im Moment hart und melde mich auch nicht mehr bei ihm. Diese Woche hatte ich einmal seine Freundin angerufen und ihr vorgeworfen, daß sie unverschämt sei, ständig bei meinem Mann im Rathaus zu sitzen, wo ich doch auch dort arbeite. Sie wollen eine bewußte Provokation. Was soll ich nur machen. Simone ist meiner Meinung nach absichtlich schwanger geworden, um meinen Mann zu halten. Sonst hätte er sich vielleicht doch für mich entschieden. Ich hasse meinen Mann, Simone und das ungeborene Kind. Ich hasse sie so sehr. Ich bin so neidisch auf meinen Mann. Er darf nicht Vater werden. Wir wollten doch immer zusammen ein Kind und zusammen alt werden. Ich kann nicht mehr. Meine Gedanken lassen mich nicht mehr los. Der Haß zerfrißt mich. Wie soll es nur weitergehen? Ich bin auch in abulanter therap.Behandlung. Ich sehe in allem keinen Sinn mehr. Warum tut mein Mann mir das an? Warum?