1 Jahr Psychoterror. Ich halte es nicht mehr aus

Ehemaliger User



Ich komme aus meinem Loch nicht mehr heraus. Ich verkrieche mich nur in meiner Wohnung und will keine Kontakte mehr. Ich weiß nicht mehr, wie es weiter gehen soll.

Vor einem Jahr fing alles an. Mein Mann war 9 Wochen in einer psychosomatischen Kur. Als er am 24.07.2002 nach Hause kam, ich fuhr ihn holen, außerdem besuchte ich ihn fast jede Woche, war er nur am weinen. Ich kam nicht an ihn heran. Das nächste Wochenende war er weg, ohne mir zu sagen, wohin. Er sagte immer wieder, er sei nicht mein Eigentum, er sei nur für sich selbst verantwortlich. Ich konnte das alles nicht mehr begreifen. Ich war der Meinung, wir führten eine glückliche Ehe. Wir sind 18 Jahre verheiratet, davon haben wir 14 Jahre versucht, Kinder zu bekommen. Letzter IVF-Versuch war Januar 2002. Und jetzt dieses. Ich ließ nicht locker als mein Mann nach dem Wochenende wieder nach Hause kam. Auf mein Drängen hin, sagte er dann, er habe eine Freundin in der Kur kennengelernt und wolle mich verlassen. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich wandte mich an den Therapeuten meines Mannes in der Kurklinik. Wir vereinbarten gemeinsame Gespräche. Mein Mann war während der Woche bei mir, so als sei alles normal. Am Wochenende fuhr er zur Freundin. Ich hielt das nicht lange aus. Auf Anraten des Therapeuten ging mein Mann vorübergehend zu seinen Eltern wohnen. Er rief mich ständig an und hatte Sehnsucht nach mir. Nach 2 Monaten kam er wieder zu mir zurück. Jedoch nur für einen Tag. Die Freundin rief wieder an. Mein Mann belog mich wieder und war wieder 2 Tage mit der Freundin unterwegs. Sie wohnte weiter weg. Ich wußte nicht, wo mein Mann war, ahnte jedoch, daß er wieder bei der Freundin sei. Und so war es auch. Ich erreichte ihn dort telefonisch. Ich war so wütend und sagte ihm, daß ich das nicht mehr aushielte, wenn er nach Hause komme, seien seine Koffer gepackt. Ich hoffte, insgeheim immer noch, mein Mann würde sich erklären oder um mich kämpfen. Aber nein. Montags kam er dann seine Sachen holen. Er hatte eine 2-Zimmer Wohnung, nach der er sich schon mal vorher umgesehen hatte, gemietet. Da mein Mann und ich noch zusammen bei einer Verwaltung arbeiten, hatten wir noch ständig Kontakt miteinander. Mein Mann war seelisch fix und fertig. Er sagte mir immer wieder, daß er nicht wisse was er wolle. Er habe Sehnsucht nach mir und nach der Freundin. Mitte Dez. 2002 sagte mit dann mein Mann, daß er doch wieder zu mir zurückkommen wolle. Er habe Angst, seine Freundin würde sich was antun. Er sei in eine Sache hineingeraten, aus der er nicht mehr herauskäme. Dennoch entschied er sich dann Mitte Dez. 2002, wieder zu mir zurückzukommen. Er machte Schluß mit seiner Freundin. Dann ging das Spiel wieder hin und her. Er war oftmals sehr abweisend zu mir. Er tat mir seelisch sehr weh. Ich glaube, diese Wunden werden nie heilen. Ich habe meine Selbstachtung verloren. Mein Mann hat auf meinen Gefühlen rumgetrampelt. (Ich habe es zugelassen, aus Liebe?). Ich habe tausende von Demütigungen und Erniedrigungen erfahren. Im Febr. 2003 sagte er dann, er bleibe jetzt endgültig bei mir, er habe mich lieb und er sei froh, daß ich so lange Geduld mit ihm hatte. Das war ein Zeitpunkt wo ich wirklich glaubte, jetzt haben wir es geschafft, es wird alles wieder gut. Am 25.02. feierten wir noch meinen Geburtstag zusammen. Dann fing mein Mann wieder an, abweisend und gemein zu mir zu sein. Er hat mich oftmals sehr verletzt, gefühlsmäßig. Und ich habe alles mit mir machen lassen und ausgehalten. Am 11.03. ging ich für 6 Wochen in eine psychosomatische Kur. Ich war fix und fertig. Mein Mann rief mich jede Woche einmal an. Dann sagte er mir immer wieder, er könne nicht mehr leben. Er wolle sich umbringen. Er kann einfach nicht mehr. In der letzten Woche meiner Kur sagte er mir dann, daß seine Freundin schwanger sei. Er wolle das Kind aber nicht. Er wolle nichts mehr mit seiner Freundin zu tun haben. Er werde sich rächen. Er wollte eine Abtreibung. Am nächsten Tag sagte er mir, daß er jetzt im klaren ist, was er will. Er will jetzt bei seiner Freundin bleiben und das Kind großziehen. Er werde mich verlassen. Ich bekam in der Kur noch einen Zusammenbruch. Ich war eine Woche lang nur am heulen. Seit 22.4. bin ich jetzt zu Hause. Gehe wieder arbeiten. Meinen Mann hatte ich anfangs noch sehr belagert und ihn gebeten, doch zurückzukommen. Aber er kommt nicht mehr. Er sagte, daß er schei. gebaut habe, und daß er jetzt die Verantwortung übernehmen müsse. Er habe einen Fehler gemacht. Wenn er nicht bei Simone (Freundin) bleibe, müsse er so viel Geld bezahlen. Dann könne er nicht mehr mit mir leben. Er sagte, wie schön wir es doch haben können. Wenn Simone etwas passiere, müsse ich ihm helfen, das Kind groß zu ziehen. Mein Mann sagt immer, daß es ihm nicht so gut gehe. Aber er meldet sich nicht mehr bei mir. Ich bleibe im Moment hart und melde mich auch nicht mehr bei ihm. Diese Woche hatte ich einmal seine Freundin angerufen und ihr vorgeworfen, daß sie unverschämt sei, ständig bei meinem Mann im Rathaus zu sitzen, wo ich doch auch dort arbeite. Sie wollen eine bewußte Provokation. Was soll ich nur machen. Simone ist meiner Meinung nach absichtlich schwanger geworden, um meinen Mann zu halten. Sonst hätte er sich vielleicht doch für mich entschieden. Ich hasse meinen Mann, Simone und das ungeborene Kind. Ich hasse sie so sehr. Ich bin so neidisch auf meinen Mann. Er darf nicht Vater werden. Wir wollten doch immer zusammen ein Kind und zusammen alt werden. Ich kann nicht mehr. Meine Gedanken lassen mich nicht mehr los. Der Haß zerfrißt mich. Wie soll es nur weitergehen? Ich bin auch in abulanter therap.Behandlung. Ich sehe in allem keinen Sinn mehr. Warum tut mein Mann mir das an? Warum?


23.06.2003 19:14 • #1


Ehemaliger User


Hallo Hilde.
Ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen.
Als erstes: Haß bringt Dich nicht weiter und zerfrisst Dich nur!
Ich stehe auch kurz vor der Trennung weil Sie sagte Sie kann mich doch nicht lieben....Sie sagt Sie hat es versucht. Auch wir haben versucht mit ärztlicher Hilfe ein Kind zu bekommen, -noch am Anfang dieses Jahres. Und nun stehen wir vor der Trennung. Im letzten Jahr hat Sie eine Therapie gemacht....und zwar wegen Hepatitis C! Eine schlimme Krankheit die oft zum Tode führt. Sie hat es-- wir haben es gott sie Dank geschaft! Leider kann Sie deshalb wahrscheinlich keine Kinder mehr bekommen.
Außerdem hat diese Therapie die Nebenwirkung, daß der Patient psychisch absolut instabil wir und selbstmordgedanken hegt
Aber das ist ja eigentlich nur die Vorgeschichte....
Vor vier Jahren hat Sie Ihren Lebenspartner im beisein durch Herzinfakt verloren....er ist Ihr praktisch unter den Händen verstorben! So sehr ich Sie liebe.... und ich liebe Sie verdammt noch mal und absolut!!!!!!!!!!
Sie hat mich auch oftmals mit Ihren Aussagen gedemütigt.
Warscheinlich ist Sie zu keiner Partnerschaft mehr fähig!
Ich muß Sie gehen lassen, ob ich nun will oder nicht.
Ich weiß auch nicht wie es weiter gehen soll.
Ich weiß nur eines..............Das Leben muß weiter gehen!
Und ich will es versuchen!
Bitte versuche auch Du es!
Viele liebe Grüße Rick!

23.06.2003 22:13 • #2


Ehemaliger User


Hallo Hilde

Ich werde mich Richards Meinung anschliessen, Hass ist nie eine Lösung....und wird es nie sein.

Du hast soviel aufgegeben in dieser Zeit, sogar dich selbst, nun wird es Zeit, das du wieder mal an dich denkst.
Nimm deine Ganze Kraft zusammen und fange an an dich zu denken.
Du musst ihn dabei losslassen das ist wichtig und du kannst das auch, er hat dir wirklich mehr weh getan als du wohl so schnell verarbeiten wirst und kannst, aber du musst.

Ich weiss das hoert sich einfach an ist es aber nicht, Hilde du bist auch ein Mensch du darfst das nicht vergessen, fange an dein Leben neu zu ordnen, denke mal an dich, geh raus, mache einen Spaziergang, tue Dinge die dir gefallen, lerne wieder zu lachen und das lachen anderer zu sehen.

Wenn du weiter im Hass lebst, wirst du dabei dein eigenes Leben zersören und ganz bestimmt nicht das erreichen, was du willst.

Es ist nicht einfach du bist innerlich verletzt aber das geht mitr der Zeit vorbei, viele hier haben ähnliches erlebt und auch schon geschafft da durch zu gehen. Nur Mut du kannst das, wenn du nicht so richtig weisst wie es weiter geht, dann schreibe...hier werden dir bestimmt viele zuhoeren.

Ich wuensche dir viel Kraft und Mut dafuer....

Feechen

24.06.2003 10:32 • #3


Dom


0
39
1
Hilde...

Entschuldige bitte, es dauerte etwas Zeit, Deine Worte zu verarbeiten...

Deine Verletzungen sitzen sehr, sehr tief... Du bist am Rande, Dich selbst aufzugeben... Der Hass in Dir vergiftet alles!
Hilde: ich muss hier und jetzt ein Wort wiederholen, den ich auch anfangs nicht begriffen habe: LASSE LOS! Lasse ihn los, lasse dieser Hass los!
Richard und Feechen haben es schon sehr richtig formuliert... Dem ist nichts hinzuzufügen, es sei denn Nachdruck!
Im Moment hast Du vergessen, dass Du ein Mensch bist. Ein tief verletzte Mensch. Grabe es wieder hoch in Dir! DU BIST EIN MENSCH! Und Du sollst auch bewusst an Dich denken!
Dieses „Spiel“ hält keiner durch, Hilde! Lasse es los und fange wieder zu leben an! Wie ein Mensch! Lasse wieder das Licht in Dich herein, spüre wieder die Sonnenwärme auf der Haut, gönne Dir etwas schönes, wundervolles, Unersetzliches: LEBEN!

Es mag für Dich jetzt unbegreiflich erscheinen, aber es stimmt unbedingt: die zeit wird Dir helfen, zu Dich selbst zurück zu finden! Die Zeit und Menschen, die an Dich glauben, denen Du vertraust!

Lasse all dieser Hass aus Dich heraus, verjage es weit fort... und versuche das zu beherzigen, was Feechen Dir vorgeschlagen hat! Sehe ein Lächle, schenke eins zurück! Sehe das Licht und all die Wunder, die uns immer und überall begleiten!

Ich wünsche Dir unendlich viel Kraft und Glaube an Dich selbst!

Sei lieb gegrüßt

Dom

24.06.2003 10:54 • #4


Ehemaliger User


Hallo Richard,
Hallo Feechen,
hallo Dom,

ich möchte mich recht herzlich bei euch bedanken für eure Antworten.

Ich weiß daß ihr recht habt, daß ich den Hass überwinden muß und daß ich meinen Mann loslassen muß. Es ist nur so verdammt schwer. Aber ich werde es ernsthaft versuchen. Es ist meine einzigste Chance. Ich habe meinen Mann über alles geliebt. Ich war bis zum letzten Jahr der Überzeugung, daß wir beide eine äußerst glückliches Paar seien. Da wir keine Kinder haben, haben wir alles zusammen gemacht. (Urlaub, Konzerte, Städtebummel, Sport usw.) Ich war sehr auf meinen Mann fixiert. Und nun bin ich alleine.
Mein Mann hat mich sehr sehr verletzt. Aber trotzdem habe ich immer noch "ein bißchen Hoffnung", daß er irgendwann wieder zurückkommt. Die Hoffnung stirbt wahrscheinlich zuletzt. Ich glaube, ich könnte ihm alles verzeihen. Aber kann dies nach diesen Verletzungen überhaupt noch Liebe sein? Ich bin manchmal am zweifeln. Ich bin zur Zeit in einem Wechselbad der Gefühle, Liebe, Haß, Wut, Traurigkeit usw.

Ich versuche, meinen Mann loszulassen. Ich kann ihn ja zu nichts zwingen. Aber wie soll ich akzeptieren können, daß er nun Vater wird, wo wir uns beide so sehr gemeinsame Kinder gewünscht haben? Ich muß es versuchen. Ihr habt recht, der Haß frißt mich sonst auf.

Ich habe vergessen, selbst zu leben. Manchmal habe ich noch Mitleid mit meinem Mann. Er ist da in etwas hineingeraten, wo er nicht mehr rauskommt, so seine Worte. Aber ich muß aufhören mir Gedanken um meinen Mann zu machen. Er wollte es ja so. Ich muß jetzt an mich denken.

Vielen Dank an euch alle.

Mechthilde

24.06.2003 12:58 • #5


Ehemaliger User


Hallo Mechthilde,

du fragst warum dein Mann dir das antut?
Weil er die vollkommene Weiblichkeit erlebt.
Er erlebte Dich als Ehefrau, die ganz andere Qualitäten
hat als die Geliebte. Beide Frauenrollen zusammen sind der absolute Kick. So gesehen gewinnst du vielleicht ein wenig
an Klarheit, wie dir das alles passieren konnte.

Ich war selbst einmal in der Situtation, geliebt zu werden
und nicht stark genug, dem Mann, der meinte mich zu lieben, mehr ein NEIN zu entgegnen als mein Verstand es zulassen wollte. Da hatte er noch nicht echtes Vertrauen in mir
säen können.
"Du hast doch schon alles was Du brauchst. Laß es gut sein" - zu groß war die Angst vorder Liebe, der Enttäuschung, der Realität, schon wieder
zu schnell zu vertrauen und schon wieder eine Pleite
in Sachen "Triebe" zu erleben....

Glaubst du wirklich, daß jemand so dumm sein kann, sich absichtlich schwängern zu lassen?
Was ist denn das für eine schäbige Art "sich zu schämen
und selbst was einzuhandeln, was man sich nicht ermogeln
kann, die Liebe?

Haß?
Nein, das ist kein Haß, den du empfindest, das ist die bloße
Verzweiflung. Gut, es mag Haß sein. Türlich ist das Haß, wenn
jemand dich berechnet und sich denkt: och, irgendwie brauch
ich mich nur aufführen wie Schweins und fertig...Isso.
Und du merkst irgendwann: Hoppala, da muß ich mir aber
mächtig rosarot auf Wolken schwebend was eingebildet haben,
der Typ ist doch nur "schwanzgesteuert".

Und das soll dann alles sein? Sich schwängern lassen, Verantwortung tragen müssen, und sich in ein paar Jahren
gegenseitig anöden?
Seh das doch mal so und denk dir:"Wirst schon sehen, was du davon hast!"
Nur - glaubst du wirklich, daß man so glücklich wird?

Nein, liebe Hilde, die Chance ist sehr gering, daß ihn nicht
die Vergangenheit mit dir einholt und dieses Glück, daß
du dir "einbildest" sie hätten, wirklich beneidenswert ist.

Weißt du was, liebe Hilde? Man kann auch ein Kind adoptieren,
es gibt genug kleine Kinder, die liebe Wesen brauchen, weil
sie keine Eltern haben. Warum mußt du dich so an den Kinderwunsch klammern? Versuche mal ganz schnell nüchtern
zu werden, bitte. Sonst gerätst Du noch in die Falle, dir
irrtümlicherweise selbst einzureden, dir fehle etwas frei
nach diesem beknackten Prinzessinnen-Eifersuchts-Zicken-Getue-Muster:was hast sie, was ich nicht hab?
Sei doch mal ehrlich.... gehts dir jetzt etwas besser?

Mir auf jeden Fall geht das tierisch nahe, was du da erlebt
hast. Ist echt schrecklich was los ist wenn kleine Kinder
unterwegs sind und nur an sich gedacht wird!
Geschieht deinem "Alten" recht, das er jetzt leiden muß.
Aber Du darfst jetzt nicht kippen, bitte.
Bitte sei stark. Versuch Deine Energie von "Oben" zu kriegen,
es braucht noch seine Zeit, ist der Schmerz erstmal einigermaßen hinter dir, findet alles sein Richtigkeit, wirst sehen.
Mann, was soll ich dir nur sagen, daß es dir besser geht?
Versuch dich auf die Zukunft zu konzentrieren, Schritt um Schritt.


Lieben Gruß
wilde Flocke

Wehre dich gegen den Haß, indem du dich daran erinnerst, wer du bist. Du hast tierisch einen vor den Latz gekriegt.

Also, ich würde auch die Muffensausen kriegen,
wenn ich wie in dem Film "the ring" aus dem Loch steigen
müßte um durch die Mattscheibe meines Herzens zu gehen,
die Szene war so grausam, daß ich nicht wagte, hinzuschauen aber ich dachte mir nur, also auf so einen Schock kann nur
ein liebeskummerkrankes getretenes Herz gekommen sein.
Hast Du den Film gesehen?

Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll, um dir etwas Mut
zuzusprechen in deinem Kummer.
Versuche dich gegen dieses ätzende Gefühl in dir zu wehren,
in dem du die Tränen laufen läßt, aber seh zu, daß du ihn
nicht hineinfrißt.
Kickboxen oder so - ne Runde Joggen gehen usw.

Es sind nur Emotionen, die dich natürlich übermannen, aber sie kommen von außen, nicht von innen.
Versuche Deine Liebe "nach oben" zu öffnen, hört sich blöd an, aber wofür sind die Gebote da? Das sind doch die Werte, worauf Ehe usw. beruhen, nicht wahr?
schei. Liebeskummer!

       

24.06.2003 13:44 • #6


Ehemaliger User


Hallo wilde flocke,
vielen Dank für deine helfenden Worte.
Du hast recht damit, daß es für einen Mann toll sein muß 2 Frauen zu haben. Eine Ehefrau und eine Geliebte. Deshalb konnte mein Mann sich auch nicht entscheiden. Bis jetzt, das ungeborene Kind hat die Entscheidung jetzt für ihn getroffen. Ob das gutgeht? Ich glaube nicht, daß sie glücklich werden. Er wird schon sehen, was er davon hat. Mit diesem Satz hast du auch glaube ich recht.

Aber in einem muß ich dir widersprechen. Ich glaube schon, daß die Freundin absichtlich schwanger geworden ist, um meinen Mann festzuhalten. Sie war bereits schon im Nov. 2002 schwanger, kurz bevor mein Mann wieder zu mir zurückkam. Damals hat sie das Kind jedoch verloren. Das kann doch nicht Zufall sein, daß sie 2mal innerhalb von ein paar Monaten schwanger wird. Mein Mann sagte, er habe ein Kond. benutzt. Vielleicht ist es nicht von ihm?
Die Freundin hatte eine kurze Internet-Bekanntschaft, um meinen Mann eifersüchtig zu machen, was ihr auch gelungen ist. Mein Mann war rasend eifersüchtig.
Ich habe im letzten Jahr wirklich soviel erlebt, es ist einfach nicht zu verstehen.

Den Film, den du angesprochen hast, habe ich leider nicht gesehen.

Zur Adoption muß ich sagen, daß wir uns schon vor Jahren um ein Adoptivkind bemüht haben, einem beim Jugendamt und einmal bei einer Kath. Institution. Aber es ist nicht so leicht, ein Adoptivkind zu bekommen.

Ich bedanke mich nochmals recht herzlich für deine Zuschrift. Ich werde versuchen, nach vorne zu blicken und auch die schönen Dinge wieder wahrzunehmen, vor allem mich selbst wieder näher kennenzulernen. Ich glaube, ich habe mich selbst verloren.

Viele liebe Grüße von
Mechthilde

24.06.2003 18:42 • #7


Ehemaliger User


Liebe Mechthilde

Ein schoener Vorsatz ich hoffe das er dir gelingen wird.
Fange an die Dinge mit deinen Augen zu sehen.
Es wird dir gelingen und hier bekommst du bestimmt immer Hilfe wenn du sie brauchst verlass dich drauf.

Viel viel Kraft dafuer

Feechen

24.06.2003 19:14 • #8


Ehemaliger User


Hallo Mechthilde,

mir hat mal ein wichtiger Mensch etwas gesagt, was
mir gerade wieder einfiel:

Hören Sie auf ihre innere Stimme. Ihr Gefühl warnt sie.
Und hat meistens Recht!

Ich sehe da zwei Möglichkeiten:

entweder die Freundin ist so, wie Du sie in Deinem Haß
gerne sehen möchtest, die Böse.
Die Jungfrau Maria ist sie nicht. Das Vamp, das sich in
der Disco den Nächsten schnappt sicher auch nicht, oder?
oder
Dein Mann ist so, wie Du ihn in Deiner Liebe gerne nicht
haben willst, als Lügner.
Der ehrenwerte Mann, der Dein Traummann jahrelang war
und mit dir eine wunderschöne glückliche Beziehung geführt
hat, sicher auch nicht, sonst wäre er nicht "jagen" oder "sehnsüchteln" oder "fremdgegangen".
Armer armer Armer Mann.

Entscheide Du für dich, wo dir die Schuppen besser von
den Augen fallen:
Dein Mann hat dir etwas vorgespielt, um dich nicht zu verletzen und seinen "A....." zu retten, oder seine Freundin
ist so verzweifelt und eiskalt, daß sie lieber sich schwängern
läßt, als Deinen ach so tollen Typen von der Angel zu lassen!

Sorry für meine Ausdrucksweise, aber ich habe sehr schlecht
geschlafen und meine PMT.

Lieben Gruß
wilde Flocke

25.06.2003 14:02 • #9


Ehemaliger User


liebe Hilde,

bin noch ganz benommen von deiner geschichte. werde versuchen dir ein paar rückmeldungen zu liefern, wie mir die ganze sache vorkommt.

erst einmal ist mir aufgefallen dass du immer von MEINEM MANN sprichst, dass zeigt, wie du selbst schon sagst, dass du dein leben völlig auf ihn ausgerichtet hattest/hast und nun bricht er dir weg und du weisst nicht mehr wo dein halt ist. kann das sein? versuche mal den gedanken zuzulassen von deinem Ex zu sprechen oder nenne nur seinen namen, wenn du an ihn denkst. MEIN klingt sehr nach besitzen, ich weiss, das ist hart, ich dachte auch immer ich würde meinen Ex für immer haben, dachte anfangs, warum tut mir mein G. das an. mittlerweile bin ich unter vielen tränen und gesprächen, auch mit therapeuten zu der einsichti gekommen dass man nur sich selbst hat, menschen die einen umgeben sind nur geliehen!!! geliehen für eine gewisse zeit, wenn es gut geht für das ganze leben - aber wie du siehst geht es heute in den seltensten fällen gut - leider. vielzuviel EGO ist heute gefragt, wie verwirkiche ich mich selbst, da muss ich keine rücksichten mehr auf den partner nehmen - na und dann trenne ich mich eben, hauptsache ich stimme wieder. es ist übel, ich weiss das, musste das auch erkennen lernen.

versuche jetzt einmal dich ein stück von ihm abzunabeln, dein ding zu machen, dich auf dich zu konzentrieren. in meinen augen handelt er ziemlich egoistisch, ja und diese frau, ich will mich dazu gar nicht auslassen, weil ich sicherlich in dieser situation nicht sehr objektiv bin, weil mein EX auch wegen einer anderen gegangen ist nach 16 jahren. und ich auch weiss, sie wird ihn, nachdem sie 10 jahre jünger ist, wir auch keine kinder haben, er aber seit ein paar jahren welche wollte, wenn sie ihn halten will, sich ein kind machen lassen. dieser gedanke tat mir anfangs sehr weh, aber wenn sie meint, ihn so halten zu müssen dann finde ich das erbärmlich. und ich glaube ein kind im bauch ist immer noch mit sehr viel harmonie und dem ganzen wir-freuen-uns-so-zirkus verbunden, aber dann das kind gross ziehen, dass stellt echte herausforderungen an eine beziehung und wenn die nicht in takt ist und das kind nur zur welt kommt, um die beziehung zu halten, na ich weiss nicht, da kracht es sicherlich ganz schnell, denn da werden denke ich nerven strapaziert.

du solltest dich jetzt nicht daran hochziehen, dass du keine kinder von ihm bekommen konntest und dass das der grund war, das war es sicherlich nicht!!!!

ich denke nicht umsonst habt ihr beide eine stationäre therapie gemacht, da brodelte etwas in euch beiden. aber weisst du, ich denke, wenn ich einen menschen auf so einer therapie kennen lerne, das kann nichts werden. das soll keine minderbewertung werden, aber dort waren 2 menschen, die ihr leben beide nicht mehr geregelt bekommen haben, die am ende waren, jeder bräuchte eine stabile grösse für sich im leben. denke das alles ist irgendwie aus der not entstanden, denn in der not tut man so mancherlei. ich will dir keine hoffnungen machen, dass er wieder zurück kommt, vielleicht musste dieses ganze chaos entstehen, damit ihr euch lösen konntet.

ziehe dir also nicht den schuh an - bitte!!!!! weisst du liebe Hilde vielleicht ist bei dir jetzt der zeitpunkt gekommen an dem es heisst, endlich autonom im leben zu werden. harter tobak ich weiss, ich bin vor einem jahr aus meinem elfenbeinturm gefallen und weiss wie schwer das ist und glaube mir es hat mir gar nicht gefallen. die welt heute allein zu betrachten ist nicht eines meiner leichtesten übungen, aber die lektion war wohl fällig, so hart wie das klingt. aus diesem grund solltest du dich auch nicht mehr demütigen lassen - bitte!!!!!!!!!!!! wenn du die zeilen, die du geschrieben hast in ein paar jahren mal lesen wirst, wirst du dich fragen was habe ich alles mit mir machen lassen.

ich hoffe ich war nicht zu direkt, ich wollte dir helfen ein wenig die augen zu öffnen, das hilft manchmal mehr als mitleid. ich bin in gedanken bei dir und wünsche dir viel kraft die vielen hürden, die dir jetzt das leben auferlegt zu meistern.

liebe grüsse
sabs

25.06.2003 14:44 • #10


Ehemaliger User


Hallo Feechen,
hallo wilde Flocke,
hallo sabs,

ich habe mich sehr gefreut daß ich so viele Postings bekomme. Vielen Dank.

@ wilde Flocke,

Ich glaube, du hast recht damit, daß mein Mann kein Traummann ist, sonst wäre er nicht fremdgegangen und hätte mich so verletzt und gedemütigt.

@ sabs

Sabs du hast recht damit, daß ich mein Leben ganz nach meinem Mann ausgerichtet habe. Wir wohnten in einem gemeinsamen Haus mit meiner Mutter zusammen. Ich stand mein ganzes Leben lang zwischen den Stühlen. Ich habe immer versucht, es allen recht zu machen, meinem "EX" und meiner Mutter. Meine Bedürfnisse sind total verschüttet.
Ich habe immer versucht, so zu leben, daß es meinem Mann dabei gut ging. Das war ein Fehler. Den sehe ich jetzt ein.

Mein Ex (G.) ist sehr egoistisch geworden. Vielleicht war er schon länger so, aber ich habe es nicht so wahrgenommen. Oder ich habe es als normal erlebt. Es viel mir nicht schwer, meine Bedürfnisse zurückzustellen. Das war auch normal. Das rührt wahrscheinlich auch schon aus meiner Kindheit. Wir hatten eine Gastwirtschaft. Ich mußte schon als Kind viel aushelfen. Als Jugendliche war meine Freizeit auch sehr eingeschränkt. Mein Vater trank ziemlich viel Alk.. Es gab viel Zoff. Ich mußte als Kind schon ziemlich viel Verantwortung übernehmen. Das hat mich wahrscheinlich geprägt. Dieses Verhalten habe ich wahrscheinlich "unbewußt natürlich" in der Ehe fortgesetzt. Ich mußte immer für alles gerade stehen. Und ich empfand es als "normal", es den anderen immer recht zu machen. Dies muß sich jetzt ändern. Ich weiß. Ich muß wie du sagst, automom werden. Aber es ist verdammt schwer. Man ist so alleine und meint, man könnte alleine nicht mehr weiterleben. Als wenn ein Teil von einem gestorben wäre.

Ein Kind verbindet man immer mit Freude und Liebe. Aber es ist, wie du sagst, auch eine große Herausforderung und stellt Ansprüche. Ich glaube auch nicht, daß unsere Kinderlosigkeit dies Trennung jetzt verursacht hat. Aber mein Ex will jetzt die Verantwortung für dieses Kind mit der Freundin übernehmen. Ob dies gutgeht? Mein Ex hat die Freundin in Kur kennengelernt und diese Beziehung ist, wie du sagst, aus der Not heraus geboren. (viele Gespräche usw.) Beide sind psychisch labil. ....(Ich bin es ja jetzt auch!)....

Ich werde versuchen, wieder zu mir selbst zu finden. Was und wer bin ich eigentlich?

Viele liebe Grüße und Umarmungen
von Mechthilde

25.06.2003 18:42 • #11


Ehemaliger User


liebe Hilde,

yipppppieeeeee hurra, du kannst EX sagen, das freut mich, ich weiss, man sollte sich nicht an worten fest machen, aber ich denke in deinem fall ist das wichtig!!!

wie ich schon vermutet habe, ist bei dir, so wie bei mir die zeit für eine neue lektion im leben gekommen. ich weiss, es fühlt sich total mies an, das gefühl zu haben, da bricht etwas weg, als ob man amputiert durch die welt läuft. ein freund hat mir mal gesagt, ich hätte meinem Ex den A.... nachgetragen, kennst du sicherlich, das aufopfern um jeden preis. habe ich aber getan, weil ich es nicht anders kannte/kenne und ich sehe auch heute noch nichts schlimmes dabei, aber wenn denn der partner weg fällt, wem kann man dann noch gutes tun.....sich selbst und das will gelernt sein.....ich kann es bis heute nicht und die trennung ist 11 monate her

dieses neu sortieren, das ist alles sehr schwierig, das kommt aber erst, wenn du deinen schmerz und die trauer ein wenig abgelegt hast. jetzt gilt es erst einmal an dich zu denken und ich glaube, den weg, den du gerade angefangen hast zu begehen ist der richtige. ja autonom werden, schwierig, weil man nicht weiss, wo das hinführt, aber es wird niemals mehr in DIESE abhängigkeit führen in der du warst und auch ich.

ich finde es toll, dass du meine worte annehmen konntest, ich leide mit dir, weil ich weiss, was das alles bedeutet!!!

liebe grüsse
sabs

25.06.2003 19:28 • #12




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag