U.K.
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es ist gut wieder hier zu sein. Ich hätte euch am WE so gebraucht! Ich bin wieder abgestürzt! Ich dachte wirklich, ich bin langsam darauf vorbereitet, dass immer wieder Tiefphasen kommen. Aber das was dann kommt, trifft mich doch jedesmal völlig überraschend. Und ich weiss nicht, ob ich diesmal überhaupt wieder aufstehen möchte.
Vielleicht sollte ich von vorne anfangen: am Freitag war ich mit meiner Freundin unterwegs, die endlich wieder aus dem Urlaub zurück ist. War wirklich ein netter Abend (obwohl sie auch Liebeskummer hat und das Thema sich kaum vermeiden lässt). Dann jedoch fiel mir wieder ein, dass am Do das nächste Firmentreffen ist. (Wir haben nämlich innerhalb der Firma sowie guten Bekannten ein WM-Tippspiel veranstaltet. Der Sieger wird nun von den Verlierern zum Essen eingeladen.) Das hat mich zuerst nur etwas beunruhigt, weil wieder die Frage im Raum stand, wer da mitgehen *darf*. Dann hat mich noch die Freundin des 2. Chefs angerufen (mit der ich gut befreundet bin) um sich zu erkundigen, wie es mir geht. Ich hab mit ihr über das Thema gesprochen und sie hat mir gesagt, dass sie nicht wüsste, ob bei dem Essen nur die mitgehen, die auch gespielt haben. Das müsste ich mit Ihrem Freund mal klären. Aber sie meinte auch, dass bei unserem WE-Betriebsausflug im September klar wäre, dass ER mitkäme (natürlich nicht alleine). Schließlich sei er ja Geschäftsführer und da müsste man schon Priorithäten setzten. Das hat mich sehr getroffen. Ich habe nie verlangt, dass die anderen mich vorziehen und ich verstehe auch, dass sie irgendwo dazwischen stehen. Aber ich hatte nicht gedacht, dass die Entscheidung KLAR wäre. Ich hatte schon gehofft, dass sie uns das untereinander klären lassen. Sie (zumindest die Männer) verstehen ja auch nicht, warum ich immer noch nicht bzw. nie bereit bin, zu kommen, wenn er sie mitbringt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Wie sollte ich das ertragen? Und warum? Ich hab ihr dann später noch eine SMS geschickt, dass ich einfach Angst hätte, dass man IHR an diesem Wochenende mehr Sympathien entgegenbringt und ich dadurch verliere. Sie schrieb zurück, dass wir ja erwachsen wären und selbst wenn manche ihr Sympathien schenken würden, diese mir nicht verloren gingen. Ich bin jedoch trotzdem der Meinung, dass dies wenn auch nicht bewusst so sein wird. Dann werden sie meine Lage noch weniger verstehen und mich bewusster ausgrenzen, um mit den beiden keinen Ärger zu bekommen. Ach, ich weiss selbst nicht mehr, was ich denken soll. Es ist einfach auch so, dass es mir besser geht, wenn ich weiss, dass niemand sie leiden kann. Rache? Ja, vielleicht. Aber ist dieses Gefühl denn nicht verständlich? Dann fühle ich mich nicht ganz so einsam, wenn zumindest die Kollegen/ Freunde hinter mir stehen. Aber da habe ich mir wohl doch zuviel erwartet/ eingebildet.
Als Schlußsatz schrieb sie noch, dass ich aufpassen soll, das Firmengeschehen nicht zu sehr zu beeinflussen. Das hat mir den Rest gegeben. Für mich war die Firma immer so etwas wie eine zweite Familie. Scheinbar habe ich auch da zu viele Emotionen investiert. Denn nach nunmehr 2 Monaten kann/ möchte wohl keiner mehr verstehen, dass ich noch immer leide. Das Firmenklima ist wohl wichtiger, als meine Gefühle. Es ist ja nicht so, dass ich schlechte Stimmung verbreiten würde oder eine Szene machen würde oder so. ER hat die Situation doch verursacht! Doch nun scheint alles ihm gegenüber nicht fair. Am Sa ging es mir dann ziemlich beschissen. Ich fühlte mich so furchtbar einsam. Ich habe für mich beschlossen, mich nun zurückzuziehen. Ich gebe den Kampf auf. Ich bin es leid, um alles kämpfen zu müssen. Ich werde auf keine Firmenveranstaltung mehr gehen. Ich überlasse ihm das Feld. Wenn es das ist, was alle anderen wollen, möchte ich auch nicht mehr kämpfen. So nimmt er mir nun auch den Rest Stolz und das Zugehörigkeitsgefühl zur Firma.
Ich darf den anderen gegenüber zwar nicht undankbar sein, sie haben mir in der Anfangsphase wirklich sehr geholfen und immer Rücksicht genommen und sie stehen ja zwangsläufig zwischen den Stühlen, trotzdem bin ich enttäuscht. Versteht ihr mich wenigstens?
Nun ringe ich mit mir, ob ich ihm meine Entscheidung persönlich oder per E-Mail mitteile. Einerseits würde ich gerne seine Reaktion sehen (ein bißchen erhoffe ich mir natürlich auch, dass er sagt, dass er das so ja auch nicht will) und dann wäre da immer noch ein Punkt, der mich nicht in Ruhe lässt, und auf den ich so gerne eine Antwort hätte. Bisher hat er ja nie irgendwie bemerken lassen, dass er auf meine Gefühle Rücksicht nimmt und er hat mir immer wieder durch verschiedene Aussagen noch mehr weg getan. Es ging immer darum, was er denkt, was er als unfair empfindet und was ihm wichtig ist. Das wichtigste überhaupt scheint ihm zu sein, dass ich mir keine Hoffnungen mehr mache. Warum muss er immer wieder darauf herumreiten? Was würde das für ihn ändern? Er würde es eh nicht merken und ob es mir damit gut oder schlecht geht interessiert ihn doch sonst auch nicht.
Darauf hätte ich so gerne eine Antwort von ihm. Andererseits bin ich nicht sicher, ob er mir wirklich eine zufriedenstellende (nicht zwangsläufig positive aber erklärende) Antwort geben kann/will. Bisher kam nie etwas entscheidendes bei diesen Gesprächen raus und ich war danach immer ziemlich fertig. Aber per E-Mail riskiere ich, dass er entweder garnicht antwortet (wie so oft) oder sehr kurz und seine eigentlichen Reaktionen/Gefühle noch besser verbergen kann.
Was soll ich nun tun?
Eine traurige, erschöpfte und ziemlich unsichere Uschi