Iandschana
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Ein neuer Brief muß her und ich weiß nicht zu zählen der wievielte es ist, den ich schreibe.
Meine Gefühle zu dir haben sich nicht verändert, ich vermisse dich jeden Tag und jede Stunde aufs neue .
Nunmehr sind es 14 Jahre die wir miteinander verbracht und gelebt haben auch wenn wir seit einem Jahr getrennte Wege gehen.
In diesem Jahr habe ich versucht zu verstehen was mit uns passiert ist.
Du warst nie verachtend im Bett zu mir .u hast mir das Gefühl gegeben so sein zu können wie ich bin. Dafür danke ich Dir.
Du birgst eine unglaubliche Zärtlichkeit die ich auch immer wieder suche. In deinen Armen hab ich mich immer geborgen gefühlt. Das ist bis heute so geblieben, es ist für mich der schönste Ort. Ich denke ich mache mir nichts vor, wenn ich sage ich liebe dich.
Ich will hier nicht in die Unendlichkeit ausdehnen.
In den letzten Monaten unserer Trennung hab mich dir immer wieder angenähert, obwohl es mir unglaublich schwer gefallen ist und ich oft Angst hatte vor Abfuhren.
Oft bin ich gegangen von dir und habe dann wieder Tage gebraucht um meine Traurigkeit zu schlucken.
Dicker ich bin so voller Trauer das du es dir nicht vorstellen kannst.
Es ist soviel schief gelaufen, weil wir beide im Prinzip Alk. sind.
Jeder hat auf seine Weise sein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen und ich lerne nur langsam jeden Tag ein Stück mehr zu verstehen.
Ich habe dich kennen gelernt und wie tranken beide. Eine Art Alibifunktion habe ich mir sagen lassen. Du konntest so weiter leben und ich auch ohne Veränderungen.
Ich war froh dich zu haben weil ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl hatte genauso stark und wertvoll zu sein wie Du.
Du hast Sehnsüchte erfüllt mit Deiner liebevollen Art. Du warst gut zu Niki und mir und das kannte ich nicht.
Ich fing erst später an zu begreifen das auch du Probleme hattest mit dem Alk. aber die hab ich verdrängt da ich selber nicht besser war und auch nicht ahnte wie viel Einfluss es nehmen würde.
Vieles wäre anders gekommen wenn einer von uns beiden sein Problem früher angegangen wäre. Ich war nach zwei Dingen süchtig zum einen nach deiner Nähe und dem Gefühl von dir geliebt zu werden und nach Alk..
Das ich damals mit dir im Bistro angefangen habe war mein erster großer Fehler, dadurch büßte ich meine Selbständigkeit ein und schuf ohne es zu ahnen den Nährboden für dich alles was schief lief auf mich abwälzen zu können. Damit meine ich deine Unzufriedenheit oder auch deinen Unwillen zu arbeiten, ich denke oft hattest du keine Lust und hast dich von allem überfordert gefühlt und dann kam ich auch noch daher mit Ansprüchen. Also war ich gleichsam der Prellbock.
Wäre ich mein eigener Herr geblieben hätte es wahrscheinlich niemals so viele Reibungspunkte gegeben und unsere Beziehung wäre anders verlaufen.
Ich habe mit der Zeit immer stärkere Verlustängste bekommen und so versucht dir alles Recht zu machen das ich meine eigene Identität aufgab. Ich wurde einmal mehr abhängig nämlich von deinem Wohlwollen.
Sicher gab es immer wieder Punkte wo ich sah das Du nicht Recht hattest , hab auch deine Defizite erkannt aber ich war machtlos weil ich selber nicht fähig war mit der Beziehung zu arbeiten und auch meine Fehler zu korrigieren.
Vieles ist uns aus der Hand gelitten durch unsere Unfähigkeit, den Alk. und das Bistro.
In dem letzten Jahr habe ich viel gelitten, gelernt aber leider auch immer wieder Rückfalle gehabt, nicht Alk. mäßig sondern von meinem begreifen der Umstände und deren Umsetzung.
Der Donnerstag Abend hat mir sehr weh getan. Du warts stark angetrunken und hast versucht mir weh zu tun mit Nadine. Ich hätte gehen müssen, ich bin aber geblieben weil ich deine Nähe brauchte. In der Wohnung dann die Episode mit meinem Nachthemd. Ich weiß nicht ob eine andere Frau dahinter steckt, oder du Mama verheimlichen wolltest das ich da war.
Wenn ich ein wenig mehr Eigenstolz besitzen würde wäre ich spätestens dort gegangen.
Aber ich hatte die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft immer noch im Herzen und habe sie auch heute noch.
Ich habe die letzten Jahre damit zugebracht darauf zu hoffen, dass du irgendwann zur Besinnung kommst. Deinen Problemen in die Augen siehst.
Ich liebe dich und es fällt mir schwer zu erkennen das ich umsonst hoffe.
Solange du trinkst werde ich keine Chance von dir bekommen und vielleicht auch nicht wenn du aufhörst, ich weiß es nicht.
Ich bin machtlos geworden und kann nur noch versuchen meine Haut zu retten.
Ich habe sosehr gehofft mit dir Weihnachten zu verbringen, habe gehofft egal wie, eine Chance zu bekommen mit dir einen Neuanfang zu machen.
Deine Umstände waren mir immer egal, weil ich dich als Menschen liebte. Du bist und hast einen so wertvollen Kern und grade um den Kern lieb ich dich noch heute.
Aber ich bin auf der Verlierer Seite und muss auf Abstand gehen, wenn ich nicht daran kaputt gehen will.