Abschied und Trennung überwinden

Iandschana

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Bin schon lange als stiller Mitleser hier und brauche jetzt Beistand, bin so ziemlich am Ende mit meinem Latein, wenn ihr Fragen habt schreib es mir. Es ist für mich jetzt ein Anfang aus der Not herraus weil mir schreiben so schwer fällt.

Ein neuer Brief muß her und ich weiß nicht zu zählen der wievielte es ist, den ich schreibe.

Meine Gefühle zu dir haben sich nicht verändert, ich vermisse dich jeden Tag und jede Stunde aufs neue .
Nunmehr sind es 14 Jahre die wir miteinander verbracht und gelebt haben auch wenn wir seit einem Jahr getrennte Wege gehen.

In diesem Jahr habe ich versucht zu verstehen was mit uns passiert ist.

Du warst nie verachtend im Bett zu mir .u hast mir das Gefühl gegeben so sein zu können wie ich bin. Dafür danke ich Dir.

Du birgst eine unglaubliche Zärtlichkeit die ich auch immer wieder suche. In deinen Armen hab ich mich immer geborgen gefühlt. Das ist bis heute so geblieben, es ist für mich der schönste Ort. Ich denke ich mache mir nichts vor, wenn ich sage ich liebe dich.

Ich will hier nicht in die Unendlichkeit ausdehnen.
In den letzten Monaten unserer Trennung hab mich dir immer wieder angenähert, obwohl es mir unglaublich schwer gefallen ist und ich oft Angst hatte vor Abfuhren.

Oft bin ich gegangen von dir und habe dann wieder Tage gebraucht um meine Traurigkeit zu schlucken.

Dicker ich bin so voller Trauer das du es dir nicht vorstellen kannst.
Es ist soviel schief gelaufen, weil wir beide im Prinzip Alk. sind.
Jeder hat auf seine Weise sein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen und ich lerne nur langsam jeden Tag ein Stück mehr zu verstehen.

Ich habe dich kennen gelernt und wie tranken beide. Eine Art Alibifunktion habe ich mir sagen lassen. Du konntest so weiter leben und ich auch ohne Veränderungen.
Ich war froh dich zu haben weil ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl hatte genauso stark und wertvoll zu sein wie Du.
Du hast Sehnsüchte erfüllt mit Deiner liebevollen Art. Du warst gut zu Niki und mir und das kannte ich nicht.

Ich fing erst später an zu begreifen das auch du Probleme hattest mit dem Alk. aber die hab ich verdrängt da ich selber nicht besser war und auch nicht ahnte wie viel Einfluss es nehmen würde.

Vieles wäre anders gekommen wenn einer von uns beiden sein Problem früher angegangen wäre. Ich war nach zwei Dingen süchtig zum einen nach deiner Nähe und dem Gefühl von dir geliebt zu werden und nach Alk..

Das ich damals mit dir im Bistro angefangen habe war mein erster großer Fehler, dadurch büßte ich meine Selbständigkeit ein und schuf ohne es zu ahnen den Nährboden für dich alles was schief lief auf  mich abwälzen zu können. Damit meine ich deine Unzufriedenheit oder auch deinen Unwillen zu arbeiten, ich denke oft hattest du keine Lust und hast dich von allem überfordert gefühlt und dann kam ich auch noch daher mit Ansprüchen. Also war ich gleichsam der Prellbock.

Wäre ich mein eigener Herr geblieben hätte es wahrscheinlich niemals so viele Reibungspunkte gegeben und unsere Beziehung wäre anders verlaufen.
Ich habe mit der Zeit immer stärkere Verlustängste bekommen und so versucht dir alles Recht zu machen das ich meine eigene Identität aufgab. Ich wurde einmal mehr abhängig nämlich von deinem Wohlwollen.

Sicher gab es immer wieder Punkte wo ich sah das Du nicht Recht hattest , hab auch deine Defizite erkannt aber ich war machtlos weil ich selber nicht fähig war mit der Beziehung zu arbeiten und auch meine Fehler zu korrigieren.

Vieles ist uns aus der Hand gelitten durch unsere Unfähigkeit, den Alk. und das Bistro.
In dem letzten Jahr habe ich viel gelitten, gelernt aber leider auch immer wieder Rückfalle gehabt, nicht Alk. mäßig sondern von meinem begreifen der Umstände und deren Umsetzung.

Der Donnerstag Abend hat mir sehr weh getan. Du warts stark angetrunken und hast versucht mir weh zu tun mit Nadine. Ich hätte gehen müssen, ich bin aber geblieben weil ich deine Nähe brauchte. In der Wohnung dann die Episode mit meinem Nachthemd. Ich weiß nicht ob eine andere Frau dahinter steckt, oder du Mama verheimlichen wolltest das ich da war.
Wenn ich ein wenig mehr Eigenstolz besitzen würde wäre ich spätestens dort gegangen.
Aber ich hatte die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft immer noch im Herzen und habe sie auch heute noch.

Ich habe die letzten Jahre damit zugebracht darauf zu hoffen, dass du irgendwann zur Besinnung kommst. Deinen Problemen in die Augen siehst.

Ich liebe dich und es fällt mir schwer zu erkennen das ich umsonst hoffe.
Solange du trinkst werde ich keine Chance von dir bekommen und vielleicht auch nicht wenn du aufhörst, ich weiß es nicht.

Ich bin machtlos geworden und kann nur noch versuchen meine Haut zu retten.

Ich habe sosehr gehofft mit dir Weihnachten zu verbringen, habe gehofft egal wie, eine Chance zu bekommen mit dir einen Neuanfang zu machen.

Deine Umstände waren mir immer egal, weil ich dich als Menschen liebte. Du bist und hast einen so wertvollen Kern und grade um den Kern lieb ich dich noch heute.

Aber ich bin auf der Verlierer Seite und muss auf Abstand gehen, wenn ich nicht daran kaputt gehen will.

13.11.2005 15:54 • #1


Ehemaliger User


ok, meine ! sichtweise

der brief ist ein einziger vorwurf

und unter dem druck kann er gar nicht, selbst wenn er wollte

gruss

nightrider

13.11.2005 17:13 • #2



Abschied und Trennung überwinden

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Iandschana


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Hallo nightrider,
danke das du mir geantwortet hast, ich habe irgenwie damit gerechnet das der Briefversuch auf Kritik stoßen würde, bin aber trotzdem ertaunt, das er als ein einziger Vorwurf ankommon würde.
Kannst du mir Hinweise geben wo du überall Vorwürfte siehst, weil ich kann es leider nict so sehen. Liegt aber auch unter Umständen an meinen Emotionen !
Es ist so als ob mir in den letzten Tagen das Herz herausgerissen wird. Ich habe tatsächlich seit dem er im März auszog immer wieder den Kontakt gehalten und wir haben in den letzten Wochen uns fast 2x die Woche gesehen wo ich dann auch in seine Wohnung mitgegangen bin und bei ihm übernachtet habe. (Er führt ein Bistro, ehmals unseres und ich habe nur die Chance ihn nachts zu sehen und da ist er sehr oft angetrunken so das reden keinen Sinn machen würde. Also bin ich einfach bei ihm geblieben und habe mir die Wärme der Umarmung geklaut, obwohl ich ahnte das ich am nächten Morgen wieder fahren mußte.
Und genau das ist es wo mein Therapeut mir von abrät, er ist der Meinung das ich es für mich nur schlimmer mache und ich eh keine Chance habe (weiter Alk. von seiner Seite und Insolvenz und keinerlei Einsicht von Ihm). Ich denke so unrecht hat er nicht und will auch immer wieder versuchen ihn nicht zu sehen aber die Sehnsucht überwiegt.
Oh ich merke das ist alles sehr wirr wahrscheinlich für alle, aber es fällt mir unglaublich schwer unsere Geschichte in Worte zu fassen.
Ich würde mich trotzdem freuen über Antworten oder Fragen, weil ich das Gefühl habe es loswerden zu müssen bevor ich in meiner jetzigen Hoffnungslosigkeit wieder Fehler mache die ich nicht mehr korrigieren kann.

Ich danke Euch jetzt schon für jeden Dialog und jede Art von Hilfestellung
Bin so traurig und ratlos, ich liebe diesen Mann sehr und es tut weh zu sehen wie er sich fertig macht. Seinen Bruder haben wir vor 4 Jahren beerdigt und ich habe Angst um Ihn. Leider kann ich mit seiner Ma nicht mehr reden, da ich als wir uns vor einem Jahr getrennt haben zu einem Mann geflüchtet bin.

13.11.2005 18:07 • #3


Ehemaliger User


@Landschana

He du Trauerklöschen,

erkannt hast du es doch schon selbst, nun kommt eben der schwierigere Teil, dass umsetzen. Glaubst du wirklich, dass du ihn von seiner Sucht abbringen und heilen kannst?  ??? So ein Vorgang dauert und es wird Höhen und Tiefen geben und wenn er jemals von seiner Sucht abkommt, dann ist doch die Frage, ob er dann noch der Mensch ist, welchen du liebst. Vielleicht ist es nun an der Zeit, dass du dich fragst, was du für die Zukunft für dich und von diesem Menschen erwartest. Natürlich kann man seine Gefühle nicht so einfach abschalten. Aber darf man immer nur alles durch die rosarote Brille sehen?  8)

Ich frage mich auch, was ihm dieser Brief sagen soll. Du willst ihm helfen und machst ihm Vorwürfe. Meinst du nicht auch, dass er schon weiß, dass er mit seinem Verhalten und der Sucht alles kaputt macht? Bei ihm ist es eben umgekehrt. Er weiß, dass er alles kaputt macht durch seine Sucht und sein Verhalten und er kann es nicht abstellen. Bei dir ist es so, dass du liebst und dadurch vieles entschuldigen und verzeihen kannst. Aber hat diese Beziehung unter diesen Umständen einen Bestand? Wie lange kann man an so einer Beziehung festhalten und was ist, wenn sie später zerbricht?

Fragen über Fragen, welche du dir beantworten musst.

Helfen kann dir dabei niemand, weil du die Entscheidung für dich und dein Leben treffen musst.

Denke mal in Ruhe darüber nach und dann fragst du dich offen und ehrlich, was du für ein Leben führen möchtest.

Gruß

14.11.2005 12:40 • #4


Ehemaliger User


Ok, beide seit ihr Alk..
Aus deiner Geschichte heraus, lese ich, du bist in therapeutischer Behandlung. Heisst das, Du hast mit dem trinken aufgehört?
Wenn ja, dann solltest Du Abstand gewinnen. ihm weder schreiben, noch solltest Du ihn treffen.
Diese Beziehung kann nicht gut gehen, er wird Dich immer und immer wieder runterziehen, solange er trinkt.

Wie meine Vorredner schon schrieben...Dein Brief ist voller Vorwürfe und Kritik und er wird sie nicht für sich annehmen, weil er in seiner Situation eine andere Sicht hat.
Er wird mit dem Problem Alk. nur dann klar kommen, wenn er sich dafür entscheidet eine Entgiftung mit anschliessender Therapie zu machen und wenn er dich noch liebt und etwas für eure Beziehung tun möchte, muss er ganz alleine diesen Schritt gehen. Aber dazu muss er erkennen, was er ist und was er in Zukunft erreichen möchte.
...und solange er das nicht tut, kämpfst Du gegen einen starken Gegner und der heisst Alk.!!!


mel


14.11.2005 13:29 • #5


Iandschana


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Hallo mel,
ja du hast recht ich bin seit längerm in einer Theapie und auch nicht so stark vom Alk. betroffen, vielmehr trifft mich die Co-Abhängigkeit zumindest sagt das der Therapeut und eine Gruppe der AA die ich regelmäßig besuche.
Unsere Geschichte ist natürlich länger und ich hab Probleme sie so zu schildern das alles richtig rüberkommt.
Fakt zur Zeit ist, das ich versuche mich fernzuhalten es aber immer wieder nicht schaffe.
Am Anfang der Trennung im März, war er sehr verbockt und alles war sehr angespannt, das ist schon besser.
Er ist in darüber in die Insolvenz geraten, was sich natürlich schon länger abgeziechnet hatte.
Ach das ist alles so komplietiert, ich hab den Eindruck das da schnon noch Gefühle sind aber ich komme nicht an ihn heran.

Ich habe vor einem Jahr ( Zeitpunkt der Inoviziellen Trennung ) ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, da wir nur noch in einer Zweckgemeinschaft gelebt haben. Auslöser war ein Arbeitskollege durch den mir mal erst klar geworden war das mir viel fehlte. Ich habe meinem Lebensgefährten von diesem Mann berichtet ( es war nichts bis zudem Zeitpunkt ).
Ich habe ihm damals gesagt das er etwas tuen solle, da mir viel an ihm liegen würde, aber er ragierte nicht.
Da ich einen Monat später in Urlaub ging (der erste Überhaupt seit 8 jahren ) bat ich ihn nochmal über uns nachzudenken.
Ich bekam keine Reaktion, als ich zurückkam war er bei meiner Ankunft stark angetrunken.
Ich mußte ihn aus seiner Arbeit ablösen, ich fragte ich recht verzweifelt warum tust du das. Darufhin sagte er mir ich sei der schlimmst Fehler seiner letzten 10 Jahre.
Das habe ich damals überbewertet und diese Nacht führte nach einem schlimmen Streit zum Ende.
Ich bin zu dem anderen geflüchtet weil ich vergessen wollte aber ich konnt nicht und bin in unsere Wohnung zurück und habe ab da wie ein Berserker um die Beziehung gekämpft und hatte auch immer wieder Signale von Ihm das wir uns wieder annähern würden ( dachte ich wenigstens ) Die Ernüchterung folgte dann im März, er zog ohne voranmeldung aus.
Seitdem habe ich erst verucht Abstand zu gewinnen, aber dadurch das er sich nicht ummeldete und die Post weiter zu uns kam haben wir immer mehr den Kontakt wieder gehabt.
Meines Erachtens gibt er sich in vielen Punkten auf, Fakt jedoch ist das ich 2-3mal die Woche bei ihm bin und auch bei ihm oder er béi mir schläft. Aber ich verzehre mich innerlich und weiß nicht wie weiter. Ich verliere vor mir selber den Stolz.

Ich bitte euch trotz und allem mir zu helfen durch Ermunterung alles zu schreiben, bezw. meinen Stolz wieder zu finden.

15.11.2005 18:42 • #6


1234


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Hallo,

man kann Jahre damit verbringen, zu hoffen, dass jemand zurück kommt. Das kann man auch ganz bewußt machen, aber die Fakten sollte man nicht verdrängen.
Wie lange möchtest du denn noch warten? Möchtest du nicht, dass jemand aus liebe zu dir kommt?
Die meisten Menschen haben ein Problem mit dem Alleine sein, dabei ist das doch manchmal auch echt schön!
Du verbringst viel Zeit damit über ihn und sein Leben nachzudenken, aber was bringt dir das? Du kannst jemanden gut kennen, aber in seinen Kopf kannst du nicht reingucken. Du kannst etwas ahnen, aber nie wissen!
Vielleicht hast du ja auch was zu lernen aus der Situation. Für dich und dein Leben, denn letztendlich stehst du alleine da, kannst du das schon? Bzw. macht es dir Angst? Das sollte es nicht, denn das Leben ist voll mit Aufgaben die man auch alleine meistern kann.
Ich empfinde meine Situation auch als durchhalten, aber ich bin mir sicher, dass es irgendwann nicht mehr so anstrengend sein wird und wenn ich ein bischen Glück habe, stehe ich vielleicht ein Stück weit stärker da, als jetzt.
Es ist eine Herausforderung und als solches solltest du es auch sehen, aber in Bezug auf dich und nicht auf ihn! Schaffst du das, wird es dir bald ein wenig besser gehen.

Sei stark, es lohnt sich.

Lieben Gruß,
1234

15.11.2005 19:32 • #7


Ehemaliger User


Also, wenn Du deinen Stolz wiederfinden möchtest, löse dich erstmal von ihm.
Es bringt im Moment herzlich wenig, auf einen Neuanfang zu bauen, wenn dein Freund nicht bereit ist, was gegen seine Sucht zu tun.
Meines Erachtens ist/war der Alk. ein sehr grosses Problem in eure Beziehung.
Nur wenn dein Freund erkennt, das er dieses Problem hat und nur wenn er dazu bereit ist, dagegen anzugehen, könnt ihr versuchen an eure Beziehung zu arbeiten.
Aber im Moment hat der "Kumpel" Alk. einen höheren Stellenwert als eure Beziehung, mit ihm kann er Probleme "ausdisskutieren", vergessen, hört keine Vorwürfe...
Bei dir weiss er, das Du diesen "Kumpel" nicht akzeptierst...
Er wird erst dann auf ihn verzichten, wenn er merkt, das dieser Kumpel eine Beziehung nicht ersetzen kann, wenn er anfängt ihn zu zerstören...
Aber das wird er nur dann erkennen, wenn Du Abstand zu ihm nimmst.
Die meisten Alk. müssen erst am Boden liegen, um den Weg nach oben zu schaffen.
Solange Du aber immer wieder präsent bist, ihn unterstützt, wird er sich nicht ändern.
Nochmal...auch wenn's schwer wird...Halte Dich fern!!!

LG mel


15.11.2005 20:01 • #8


Iandschana


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Hallo Mel und 1234
ich möchte mich ganz herzlich bei euch beiden bedanken, es ist nicht falsch was ihr schreibt, mein Kopf weiß auch theoretisch das ich los lassen muß aber wie gesagt ich habe immer wíeder das Gefühl Fehler beim letzten sehen gemacht zu haben und hingehen zu müssen.
1234 du hast recht ich würde mir von Herzen wünschen das er aus Liebe zurückkommen würde, aber ich glaube ich habe vor einem Jahr seinen Stolz getroffen, als ich ihm zunächst von dem anderen erzählte und ihn bat für die Beziehung zu kämpfen und dann letztlich nach der bewußten Nacht auch noch zu diesem Menschen gegangen bin.
Ich hab ihm zwar immer wieder gesagt, daß es eine unübelegt Reaktion gewesen ist und ich ihn liebe, aber die Schuld habe ich auf mich genommen. Es war im Prinzip Fremdgehen mit ankündigung.
Also denk ich immer wieder ich müßte es auch wieder heilen.
Ja und du hast auch recht wenn du schreibst ich hätte Angst vor dem aleine sein, obwohl ich gerade das gwohnt war.
Aber alleine das wissen da ist jemand der dich liebt und dieser jemand kommt irgendwann diese Nacht nach Hause, das hatte mir gereicht und jetzt denke ich jede Minute an ihn und nichts scheint mehr zu sein wie es ist.
Hallo mel du schreibst Kumpel Alk., weißt du das schlimme ist, das er es gar nicht wahr haben will und hat wie weit er ist.
Und ich habe Angst nochmal zu erleben, das es unter Umständen irgendwann zu spät sein kann.

Und ich habe riesige Angst wenn ich auf Abstand gehe, das genau der Punkt eintrifft nich mehr helfen zu können, oder aber das es auch nichts nutzen wird und er sich komplett verliert.
Ihr habt recht, ich darf mich nicht jede Minute darauf konzentrieren, es war schon eine Leistung für mich heute abend an dem Bistro vorbeizufahren und nicht hineinzugehen.
Ich habe in den ganzen letzten Jahren nur noch die Menschen aus unserem Bistro gekannt so das ich überhaupt keine Freunde mehr habe.
Ich glaube das macht es auch doppelt so schwer, aber Freunde zu finden ist gar nicht so leicht.
Ich bin hundemüde. Ich arbeite in 5 Doppelschichten die Woche um derzeit alles bezahlen zu können, von daher bin ich manchmal nicht mehr in der Lage mich so recht zu konzentrieren. Das mache ich jetzt schon seit 3 Jahren, weil es im Bístro schon vorher schlecht aussah und wir alle das Geld gebrauchen konnten. Jetzt tue ich es für mich und mein Kind um uns über Wasser zu halten und es fällt doppelt so schwer.
gute Nacht Ihr habt mir so geholfen es scheint sich Brocken für Brocken jetzt zu lösen von der Erstarrung.

16.11.2005 01:07 • #9


Ehemaliger User


Hey Iandschana!
Erschreckend zu lesen was du hier schreibst!
Du mußt nur eines schaffen,den Absprung!

DU bist nicht für IHN verantwortlich!
DU bist nur für DICH verantwortlich!



Bring erstmal deine Probleme,dein Leben in Ordnung und befrei dich aus deiner Co-Abhängigkeit.
Wozu Co-Abhängigkeit niemals führt, ist, dass der abhängige Mensch seine Sucht beendet.
Sie führt nur dazu das es dir immer dreckiger geht.
Aber es scheint für dich viel leichter zu sein,sich mit ihm zu beschäftigen,statt mit dir selber.
Er braucht dich nicht,er will dich nicht,akzeptier das endlich mal und kümmer dich um dich,hinterfrag dich mal wieso du so bist.

Du kannst ausser dir selber niemand retten und deine Denkweise ist anmaßend und entmündigend.

Aber das hat dir dein Therapeut sicher auch schon x-mal gepredigt.

Dein Ex ist nicht die Lösung deiner Probleme!

Hier mal nen Link für dich!
projektgruppe-alkohol.de/co-abhaengigkeit.htm

Gruß

16.11.2005 11:36 • #10


jona


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Es ist unglaublich, wie sehr das Thema Alk. und Liebe hier "be..ACHTUNG" findet...
sowohl in den Chats als auch in der Sehnsucht Vieler hier, spüre ich ABHÄNGIGKEIT............
es ist auch mein Thema und ich wünschte, das es offener angesprochen wird.
Deinen Mut und Deine Stärke (die Du mit dem offenen Reden zeigst) solltest Du für Dich und Deine Tochter nutzen...das lohnt sich!!!!!!!!!!!!!!! Lieben Gruß
Jona

20.11.2005 23:57 • #11


Iandschana


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Hallo ,

Er braucht dich nicht,er will dich nicht,akzeptier das endlich mal und kümmer dich um dich,hinterfrag dich mal wieso du so bist.

Du kannst ausser dir selber niemand retten und deine Denkweise ist anmaßend und entmündigend.

Aber das hat dir dein Therapeut sicher auch schon x-mal gepredigt.

Dein Ex ist nicht die Lösung deiner Probleme

Ja du hast recht, das sind alles Sachen die ich sehr wohl weiß, aber du und ich wissen auch das es pauschal Floskeln sind und Allgemeinweisheiten, die leider oft nichts mit dem Herz und dem Gefühlen zu tuen haben und die lassen sich nicht immer mit dem Wissen überein bringen.

Ich arbeite denke ich sehr viel an mir und mit mir und versuche die Hintergründe meiner eigenen Verhaltensweisen zu ergründen und damit umzugehen, meinst du nicht das ich oftmals traurig darüber bin immer wieder an mir zu scheitern, weil ich wieder den Kontakt gesucht habe und die Sehnsucht nicht im Griff habe. ?

Sicher versuche ich auch oft seine Seite zu beleuchten, weil ich meine es gehört dazu.
Mich haben deine harten Wort getroffen, ich weiß einiges und wenn ich das Wissen in Einklang mit meinem Herzen und meinen Taten bringen könnte, dann würde ich nicht hier in dem Forum um Hilfe bitten und suchen.

Ich bin verzweifelt weil ich das Gefühl habe ihn immer noch zu lieben und gaubt mir ich habe mir oft Gedanken gemacht was ich da überhaupt an ihm liebe und ich komme immer wieder zu dem selben Schluß. Es war der Kern des Menschen den ich geliebt habe und auch heute noch liebe.

Ich fühle mich schuldig nicht durchgehalten zu haben, damit meine ich die zeit die das Bistro bestand.
Ich fühle mich schuldig nicht früh genug die Fehler gesehen zu haben die ich und auch er gemacht haben.
Nun steh ich hier und wir haben kurz vor Weihnachten, ich weiß das er sehr stark trinkt und gar keine rechte Perspektive mehr hat und auch will.
Ich weiß das ich machtlos bin und aussteigen müßte aus dem Spiel was wir seit der Trennug begonnen haben zu spielen und schaffe es doch nicht.

In mir schreit alles nach einem sauberen Abschluß, nach einem Brief der es möglich macht auch für ihn Rückblickend nochmal das alles aus einem vieleicht besseren Licht zu sehen und deshalb bat ich um Hilfe und Rat.

Nun zu dem aktuellen Stand der Dinge.
Es geht mir hunselend und ich sehne mich danach zur Ruhe zu kommen.

Ich habe vor 14-Tagen erfahren das ich Gelenkarthrose im Kieferbereich habe die nicht heilbar ist. Ich habe einen OP am Donnerstag gehabt und fühle mich schrecklich. Meine Tochter hat Diskalkulie und wird ihren Abschluß nicht schaffen, zudem ist meine Mutter sehr krank und meine Schwester hatte einen Schlaganfall, das alles hat dazu geführt, das ich das mir selbst auferlegte nicht zu meinem Ex gehen durchbrochen habe. Ich bin am Mittwochabend zu Ihm gefahren ins Bistro. Ich kann nicht sagen ob er viel getrunken hatte, ich denke es hat sich an dem Abend in Grenzen gehalten, er erschien mir nüchtern ( wenn man da von nüchten reden kann) Er hat mich total lieb begrüßt so wie immer.
Er ist mit zu uns nach Hause gefahren, er kam in die Wohnung und hat zunächst sich die Weihnachstdeko angesehen, er sagte wie schön wir es Weihnachten doch immer hatten, es schwang Traurigkeit mit.
Ich hab ihm erzählt das ich am nächsten Morgen zu einem Kiefer OP müßte vor dem ich Angst habe. Nichts erzält habe ich ihm von meiner Tochter und meinen übrigen Ängsten.
Ich habe ihn gefragt ob er sein Handy am nächsten Abend mit ans Bett nehmen könnte, falls ich ihn brauchen würde er sicherte es mir zu.
Nun ich hab ihn in der darauffolgenden Nacht gebeten zu kommen, aber er kam nicht.
Er hat sich bis heute morgen nicht gemeldet.
Was ich weiß ist das seine Mutter den Kontakt zu meiner Person nicht will, er schaltet das Handy ab sobald sie in der Nähe ist.

Mir geht es absulut beschissen, ich spüre manchmal das er nur eine Handbreit von mir weg ist und im nächsten Moment sind es wieder Meilen.
Mit Sicherheit ist ein großer Anteil der Entfremdung bei seiner Mutter zu suchen, die es nicht zulassen wird, das wir uns nochmal annähern und ich bin so hilflos.
Ich spiele oft mit dem Gedanken ihr einen Brief zu schreiben und verwefte alles wieder.

Ich gehe mit mir ins Gericht und sage mir das hast du nicht nötig aber es hilft nur kurze Zeit. Zurück bleibt enttäuschung und ratlosigkeit und das Gefühl machtlos zu sein und ihn niemals zu vergessen.

26.11.2005 19:27 • #12


Iandschana


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Heute ist wirklich nicht mein Tag. Verzweiflung pur !!!!!!
Ich kann ihn einfach nicht vergessen, kann nicht verstehen das die anderen stärker sind als die Zeit die wir miteinander verbracht haben.
Heute ist eine alljähliche Feier in unserem Bistro und ich stehe davor und tue mich so schwer.
Ich hatte doch immer noch die Hoffnung das wir wieder nach einer Zeit der Trennung wieder zueinader finden könnten.
Ich kann nicht glauben das er mit mir noch vor ein paar Tagen so liebevoll zusammen war und mich jetzt so alleine lassen kann.
Es ist kurz von Weihnachten und ich blute nicht schlecht.
schei. ich wünschte ich wüßte einen Weg entweder raus oder einen neuen Weg mit ihm und ich sehne mich nach irgendweiner dämlichen Hoffnung.
ok und jetzt dürfen wieder alle die meinen ich müßte mich trennen über mich herfallen.
Es tut mir leid wenn ich euch so derartiges erzählen muß aber es ist die traurige Wahrheit.

27.11.2005 01:41 • #13


Ehemaliger User


ok und jetzt dürfen wieder alle die meinen ich müßte mich trennen über mich herfallen.
 


du kannst nur um hilfe bitten wenn du bereit bist welche anzunehmen.

nur solange du für ihn entschuldigungen suchst, wirst du keinen schritt weiter kommen

der Alk. ist schuld
die umstände sind schuld
nun ist seine mutter schuld !

warum kannst du nicht akzeptieren das er für sich und sein leben selbst entscheidet. du stülpst dich ihm über wie eine mutterglucke die versucht das kind davon abzuhalten auf die heisse herdplatte zu fassen.

du kannst ihn weder retten noch helfen

du weisst im grunde alles selbst bist aber unfähig das denken in tun umzuwandeln.
ob du weiterhin dich jemandem ankettest der dich nicht will ist allein deine entscheidung.

du kannst gar nicht loslassen weil dich die umstände und zuviele ängste an diese beziehung binden.

wir können dir jetzt alle seitenweise hier posten aber du wirst davon nichts verstehen oder peilen.

such dir profi-hilfe


gruss

nightrider

27.11.2005 11:18 • #14


Iandschana


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Hallo nightrider
doch ich verstehe schon aber das loslassen ist so verdammt schwer, immer wieder war der Kontakt ja in den letzten Monaten da und er war nie so schlecht.
Ich denke ihr habt mit dem was ihr mir gepostet habt auch recht, aber ich tue mich so verdammt schwer mit dem Umsetzen.
Ich will ja die Hoffnung loslassen und auch den Kontakt abbrechen.
Mir geht es im Moment so schon beschissen genug (gesundheitlich) meine ich in diesem Moment und die Tatsache das er sich nicht  geeldet hat spricht ja nun wirklich eine klare Sprache, so das ich für mich beschlossen habe aufzugeben um meine eigenen Haut zu retten und deshalb schreibe ich hier überhaupt, um Trost und Hilfe vielleicht zu bekommen.
Ich will den Kontakt abbrechen und ich hoffe das ihr mich auf diesem Weg begleiten könnt, ihr habt es bei so vielen anderen getan.
Warum schreibtst du mir such dir profi Hilfe, das hab ich und ich weiß das mein Weg weit ist.
Ich bin hier um mir euch zu hören, vielleicht um das Gefühl zu bekommen begleitet zu werden wenn auch anonym.

27.11.2005 12:56 • #15



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