Muskelprotz
Mitglied
- Beiträge:
- 3
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 5
- Mitglied seit:
erst mal entschuldigt meinen "verwegenen" Benutzernamen. Ich habe ihn verwendet, da NochEhemann mich in einem anderen Forum gefunden und meine posts mitgelesen hat. Und das möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich gehe davon aus, dass er mich unter diesem nick nicht vermutet.
Kurz zu meiner Geschichte: Nach vielen gemeinsamen Jahren trennte sich mein Ex für mich recht überraschend. Zwei Wochen später war er mit einer gemeinsamen Bekannten zusammen. Laut ihm war sie nicht der Grund für die Trennung, eher der Auslöser.
Wir haben eine gemeinsame Tochter, die bei mir lebt und ihren Vater regelmässig sieht.
Dies ist jetzt ca. 5 Monate her. Es war sehr schwer für mich das Ganze zu begreifen. Ich fiel in grosse Löcher - fühlte mich sehr verwundet und es tat höllisch weh. Anfangs war es sehr schwer für mich weiterhin im Alltag zu funktionieren. Ich arbeite 6 Stunden am Tag und versuchte in der restlichen Zeit mein Kind aufzufangen. Irgendwann brach ich zusammen und landete in einer Tagesklinik, wo ich endlich Zeit zu trauern fand. Nach vier Wochen dort musste ich wieder arbeiten gehen (wenn ich ins Krankengeld gerutscht wäre, hätten wir uns die Miete usw. nicht mehr leisten können). Ich habe es geschafft.
Irgendwann nach drei Monaten beschloss ich, dass ich nun mein Leben auch wieder ein bisschen feiern dürfe. Lernte neue Menschen kennen, wir veranstalteten ein Fest und ich verliebte mich Hals über Kopf. Ein sehr toller Mensch. Er befand sich auch im Aufbruch in ein neues Leben und wir verbrachten schöne eineinhalb Monate miteinander. Doch immer mehr merkte ich, dass ich noch nicht bereit für eine neue Liebe bin. Als wir irgendwann in einer Kneipe waren und ich einen Mann dort sah, der meinem Ex sehr glich, merkte ich - ich bin noch längst nicht fertig mit Verarbeiten. Es wurde mir klar, dass ich nicht weiter verdrängen konnte und ich erst aufräumen muss, wieder zu mir selbst finden.
In der ich nenn sie mal "Verdrängungszeit" war mir auch ständig schwindlig und eine Blasenentzündungg jagte die nächste. Mein Körper zeigte mir deutlich was er jetzt braucht. Entgiften und wieder gesund werden.
Ich teilte dies meinem neuen tollen Menschen mit, er reagierte verständnisvoll, meint aber, er kann dann auch nicht mehr mit mir befreundet sein.
So das war letzten Freitag. Kind war übers Wochenende bei ihrem Papa und ich mutterseelenallein. Und dann holte mich der Schmerz radikal ein. Es war nich schön, am Wochenende. Es wurde mir viel bewusst. Die Waschmaschine ging kaputt. Mir wurde auch bewusst, dass Ex uns in einem Trümmerhaufen von Wohnung zurückgelassen hat (schon ein jahr vorher drängte ich ihn dazu zu renovieren - er verschob immerzu - als hätte er geahnt). Die finanzielle Lage ist megaangespannt. Er hält sich nicht an vereinbarte finanzielle Abmachungen - sehr, sehr viele Baustellen taten sich auf. (diese hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen) Da ist er nun vor mir, ein riessengrosser Berg, den ich abtragen muss. Schritt für Schritt. Das verschlug mir erstmal den Atem.
Aber ich will, werde und muss ihn stein für stein abräumen - das spür ich. Den Weg aussenrum geht für mich nicht - schade
Und deshalb schreibe ich hier. Mir von euch etwas Unterstützung zu holen - denn allein glaub ich schaff ich es nicht
Und es tut gut hier zu schreiben
Euer Muskelprotz