BoraBoraBora
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also, ich steinige Dich auch nicht, weshalb auch. Meine Meinung habe ich geschrieben.
Ich möchte Deine Gefühle nicht verletzen und nehme sie durchaus ernst, aber irgendwie hat Dein Arzt ja schon Recht, finde ich. Mich wundert es ehrlich gesagt überhaupt, dass er Dir ein Medikament verschrieben hat. Ich meine, was erwartest Du von ihm? Er ist Mediziner. Du hast ja keine schwere Erkrankung oder so. Ich würde sowieso die Medikamente mal absetzen. Wie lange willst Du die noch nehmen? Jedes Medikament, das eine Wirkung hat, hat für gewöhnlich auch eine Nebenwirkung. Womöglich wirst Du am Ende noch tablettenabhängig, wenn Du jedesmal wenn Du so etwas wie Liebeskummer erlebst, zu Medikamenten greifst, anstatt in Deinem Leben aufzuräumen. Und offenbar helfen die Medikamente ja nicht einmal, wenn Du so verzweifelt bist. Das können sie ja auch gar nicht. Keine Tabletten der Welt helfen gegen Liebeskummer! Dagegen musst Du schon pro aktiv etwas tun ...
Ich kann Dir nur sagen, was ich an Deiner Stelle machen würde, und was mir in ähnlichen Situationen geholfen hat. Aber jeder Jeck ist anders, und was mir hilft, muss nicht zwangsläufig auch jemand anderem helfen. Da musst Du letztendlich Deinen eigenen Weg finden.
Ich würde den Rat des Arztes beherzigen und wieder arbeiten gehen. Allein schon, damit Du raus kommst, und mit anderen Impulsen konfrontiert wirst. Allerdings würde ich die Medikamenten-Dosis nicht erhöhen, sondern die Tabletten in den Mülleimer werfen. Und dann würde ich persönlich in die Rationalität reingehen, und mir mal genau überlegen, weshalb genau ich leide, wegen welchem Menschen, und ob er das wirklich wert ist, und ob es das wert ist, dass ich wegen ihm leide. Dadurch kommst Du aus dieser leidenden Opferrolle und diesem lähmenden Selbstmitleid heraus, wenn Du dabei ehrlich zu Dir selbst bist...
Mir hat das jedenfalls immer geholfen. Eigentlich war es das einzige, was mir geholfen hat, mich auf der rationalen Ebene mit meinen Gefühlen auseinandersetzen. Dadurch waren die Gefühle natürlich nicht auf Knopfdruck weg, aber ich konnte besser mit ihnen umgehen, und sie ließen dann mit der Zeit nach. Das erfordert halt auch den Willen, nicht mehr leiden zu wollen, und auch Selbstreflexion. Unter manches Mal bin ich so auch darauf gekommen, weshalb ich ggf eher ungesunde starke Gefühle überhaupt für jemanden entwickelt habe. Ablenkung hat mir auch nie geholfen. Man denkt ja doch an nichts anderes. Ich finde, man muss da einmal rational richtig "durchgehen", um am Ende wieder klar zu kommen.
Aber wie gesagt, mein Weg muss nicht Dein Weg sein...
Tabletten sind es aber mit Sicherheit auch nicht.
Bist Du eigentlich in Therapie? Ich frage wegen den Panikattacken, die Du mehrfach erwähnt hast. Das ist ja auch nicht normal. Außerdem meine ich eine große innere Einsamkeit oder Leere bei Dir herauszulesen. Entschuldige bitte, falls dieser Eindruck falsch sein sollte... aber weil Du eben betonst, dass Ihr den ganzen Tag über geschrieben und telefoniert habt, und es Dir anscheinend noch schlechter geht, wenn Dein Kind nicht zu Hause ist und Du Dich nicht darum kümmern kannst.
Hast Du vielleicht mal darüber nachgedacht, Deinem Leben mehr tieferen Inhalt zu geben, z.B. durch ein sinnvolles Ehrenamt, irgendetwas was Dir liegt, mit Kindern, Tieren, Senioren, Natur... whatever? Eben irgendetwas, das Dich seelisch ausfüllt, so dass Du nicht mehr auf solche krank machenden "Krücken" wie Deinen Ex-wieder-oder wie auch immer-AM angewiesen bist... Denn ich sehe den quasi als Platzhalter für etwas anderes, das Dir in Deinem Leben fehlt, und als eine Art Krücke
Vielleicht kannst Du ja mit irgendetwas davon etwas anfangen...
Liebe Grüße
Bora Bora Bora

