Zitat von Feel_free: Sondern aus der Sicht einer Erwachsenen, die sehr wohl realistisch ist und weiß, dass zwischenmenschliche Versprechen sich ändern können.
Da gehe ich voll mit, manchmal entwickelt man sich auseinander, oder die Gefühle schwinden oder man verliebt sich in jemand anders und merkt, dass man seine Ehe nicht mehr fortführen möchte. Dann trennt man sich oder arbeitet daran seine Ehe zu retten, wenn man es möchte.
Zitat von Feel_free: Wie viele Eheverdprechen wurden aufgelöst (mit oder ohne Fremdgehen)?
Ich finde in der Art der Trennung liegt ein ganz gravierender Unterschied.
Welche Trennung würde man sich wünschen? Solche mit ehrlich begründen Beweggründen, mit gegenseitiger Wertschätzung bis zuletzt, ohne das Gefühl sofort ausgetauscht worden zu sein? Eine, bei der beide Beteiligten sich um die Folgen kümmern, um die Kinder kümmern und alles regeln, ohne einen Rosenkrieg anzufangen?
Oder eine, wo jemand sehr verletzt wird, wie ein verletztes Tier um sich schlägt, nicht mehr klar denken kann und komplett am Boden liegt, weil er mit der Trennung auch den Ausmaß des Geschehenen, der Lügen und Märchen langsam realisiert und damit nicht klar kommt. Während der andere nur noch den Kopf für seine neue Beziehung frei hat, den Rest am liebsten nicht sehen und nicht mitbekommen möchte, eiskalt zu dem ehemaligen Partner ist und die Kinder auf einmal nur noch jedes zweite Wochenende sehen möchte (ist nur ein Beispiel). Würde man sich selbst eine solche Trennung wünschen?
Zitat von Feel_free: Wir können uns absichern noch und nöcher- wenn ich mit einem Menschen eine Beziehung eingehe, darf ich irgendwo im Hinterkopf haben, dass es schiefgehen kann. Selbst dann, wenn ich an das Gute im Menschen glaube.
Ja, das sollte man besser im Hinterkopf behalten, tut man aber nicht, wenn man sich auf den Menschen verlässt und darauf vertraut, dass man nicht belogen wird, schon gar nicht jahrelang. Was ist so schlecht daran seinem Partner, mit dem man alles teilt, zu vertrauen? Muss man tatsächlich darauf vorbereitet sein betrogen zu werden?
Und warum muss das Ende eine Affäre beinhalten? Wenn Trennung, dann ohne. Aber meist hat der Betrogene nicht mal die Möglichkeit darüber zu entscheiden, weil er schlicht nicht gefragt wird. Und eine Affäre bedeutet nicht immer das Ende einer Ehe. Das Zitterte hat doch nicht wirklich etwas mit einer Affäre zu tun? Denn hätte der Fremdgeher es gewollt, würde er die Beziehung beenden. Aber was tut er stattdessen? Er geht fremd. Nicht unbedingt, weil er die Beziehung beenden möchte.