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Berufsunfähigkeitsversicherung nach Burnout

M
@silos Aus meiner Sicht gibt es nur wenige Versicherungen, die es tatsächlich braucht. Die Berufsunfähigkeitsvorsorge gehört für mich dazu. Ich hatte damals das Glück, dass ich beruflich einen recht günstigen Tarif erwischt habe (20,- mtl.)

Auch ich hatte bereits einige Vorerkrankungen, dennoch konnte ich bei der Versicherung günstig einsteigen, die Einzahlungsrate ist bei mir nicht Inflationsangepasst, sondern bleibt bis zur Rente gleich.

Ich bin aus Österreich, hier wird ein Burnout leider noch immer nicht als eigene Berufserkrankung anerkannt, deshalb mussten es aber die Kundinnen und Kunden bei der Anmeldung damals auch nicht angeben. Das war noch ein Vorteil.

Erkundige dich am besten bei einem unabhängigen Versicherungsmakler und Bankberater deines Vertrauens, welche Angebote sie machen können und wie das geregelt ist.

Bei mir würde die Versicherung greifen, sobald ich ein halbes Jahr krankgeschrieben bin. Die Diagnose ist dabei für die Versicherung irrelevant, wenn es ausgestellt wird, dass man berufsunfähig ist. Ich war mit Anfang 30 erkrankt und mir war einfach wichtig, dass ich weiterhin im Fall der Fälle ein monatliches Budget bis zur Rente unabhängig vom Arbeitslosen- und Notstandsgeld habe, damit meine Existenz und die meiner Familie abgesichert sind. Die Regelungen für das Arbeitslosengeld und die Dauer des Bezuges unterliegen immer der Politik und das war mir zu unvorhersehbar.

Ich kann auch nur positives darüber berichten und würde gerade im Hinblick auf Selbstständigkeit diese Versicherung ins Auge fassen.

x 2 #16


alleswirdbesser
Zitat von Manchmal_Hexe:
Ich kann auch nur positives darüber berichten

Hat die Versicherung bei dir denn schon gegriffen? Denn 20 Euro scheint mir sehr sehr günstig zu sein. Es kommt natürlich auch darauf an was genau abgesichert ist , Manche versichern die Spanne zwischen der ausgeübten Tätigkeit und Bürojob zum Beispiel, weil in dem Fall die Schichtzulagen ausfallen würden, zum Beispiel und das soll die Versicherung dann auffangen.. Das ist vergleichsweise günstig. Aber den kompletten Lohnausfall abzusichern, kosten glaube ich jede Menge Geld monatlich.

x 2 #17


A


Berufsunfähigkeitsversicherung nach Burnout

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B
Zitat von Manchmal_Hexe:
Ich bin aus Österreich, hier wird ein Burnout leider noch immer nicht als eigene Berufserkrankung anerkannt, deshalb mussten es aber die Kundinnen und Kunden bei der Anmeldung damals auch nicht angeben.

Was meinst du mit "eigener Berufserkrankung"? Ich kenne die österreichischen Versicherungsbedingungen nicht. Es würde mich allerdings wundern, wenn in den Gesundheitsfragen nichts über psychische Erkrankungen abgefragt würde, ist das so?
Zitat von Manchmal_Hexe:
Die Diagnose ist dabei für die Versicherung irrelevant, wenn es ausgestellt wird, dass man berufsunfähig ist.

Das verstehe ich nicht. Wie sollen die denn ohne Diagnose und ärztliche Unterlagen prüfen, ob du berufsunfähig im Sinne der abgeschlossenen Bedingungen bist? Im Schadenfall fordern die alle ärztlichen Unterlagen, Untersuchungsberichte an, lassen sich Schweigepflichtsentbindungen für deine Ärzte geben und lassen über ihre Versicherungsärzte die Unterlagen prüfen. Wenn dann irgendwo in den Unterlagen dein Burnout steht, das du nicht als Vorerkrankungen angegeben hast, greift das als Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht und du schaust deinem Geld traurig hinterher.

x 2 #18


Fenjal
@silos sehr wichtiges Thema ich.hahe eine derartige Versicherung mit dynamischer Beitragsanpassung, nicht ganz billig, aber notwendig.
Dasselbe gilt für eine BerufsHAFTPFLICHTversicherung, ebenfalls zu empfehlen. Derer habe ich 2.
Lass dich gut beraten, vergiss die Haftpflicht nicht.

x 1 #19


B
Zitat von Fenjal:
Lass dich gut beraten, vergiss die Haftpflicht nicht.

Zitat von Fenjal:
BerufsHAFTPFLICHTversicherung


🎯 Ganz wichtig, wenn du in die berufliche Selbstständigkeit startest!

#20


Error
Zitat von silos:
Mich würde es interessieren ob jemand einen ähnlichen Fall hat und mir weiter helfen könnte oder es hier Tipps gibt.
Ich würde auch eine BU nehmen, die psychische Krankheiten ausschließt und dann halt nur Dinge wie Krebs, Unfälle oder sonstwas beinhaltet.

Ich bin Ende 30 und nixh angestellt. habe aber vor die nächsten Jahre Richtung Selbstständigkeit zu gehen

Eine BU nimmt so gut wie jeden auf, allerdings muss man dabei die Hosen runterlassen, was Vorerkrankungen betrifft.
Da Du bereits in Thearpie warst, solltest Du das auch angeben. Die Prämie wird dann zwar höher ausfallen, allerdings kann die Versicherung bei psychischen Krankheiten im Falle die Zahlung verweigern, da die Vorerkrankung verschwiegen wurde. Dann kannst Du Dir die niedrigeren Prämien auch sparen.

Und ja, nicht jede Art von BU versichert psychische Krankheiten, aber es gibt welche. Also, immer alles bisher Diagnosierte ehrlich angeben, sonst kannst Du es besser lassen.

#21


M
@alleswirdbesser
Die Beitragshöhe richtet sich
je nach Eintrittsalter, Laufzeit und Gesundheitszustand (ich kenne hier nur die Kriterien meines Versicherungs-Instituts).

Ich habe sie damals recht jung abgeschlossen und war zu dem Zeitpunkt in der Finanzbranche tätig, dort gab es eine eigene Aktion für Mitarbeiter. Deshalb der vergleichsweise günstige Betrag. Es gab aber auch Kollegen, die abgelehnt wurden oder höhere Prämien hatten.

Wichtig ist auch zu unterscheiden, was genau versichert ist: Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn man den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann (meist zu mindestens 50% Einschränkung und ab 6 Monate), nicht erst dann, wenn gar keine Tätigkeit mehr möglich ist.

Modelle, bei denen nur Einkommensdifferenzen (z. B. Wegfall von Zulagen) abgesichert werden, sind wieder etwas anderes und in der Regel auch anders aufgebaut.

Ob die Prämie günstig oder teuer ist, lässt sich nur sagen, wenn man die konkreten Vertragsbedingungen kennt, pauschale Aussagen sind da meistens schwierig. Ich empfand meine als passend, deshalb habe ich sie auch abgeschlossen. In Anspruch musste ich sie bisher zum Glück nicht nehmen, es ist einfach eine zusätzliche Absicherung, die ich mir leisten möchte.

@Brightness2
„Burnout“ ist in Österreich keine eigenständige Diagnose, sondern wird meist unter anderen Kategorien eingeordnet, zumindest war das noch vor fünf Jahren so (z. B. Anpassungsstörung, Belastungsreaktion oä.). Für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht der Begriff der Diagnose entscheidend, sondern die konkrete Einschränkung im Beruf.

Aber du hast recht, ich habe es zu verkürzt dargestellt. Der Arzt stellt die Diagnose, aber ob die vertraglichen Kriterien erfüllt sind, prüft natürlich die Versicherung auf Basis der Unterlagen, das stimmt. Entscheidend ist, ob die Voraussetzungen laut Vertrag (z. B. Grad und Dauer der Einschränkung im zuletzt ausgeübten Beruf) erfüllt sind.

Was die Gesundheitsfragen betrifft: Natürlich werden auch psychische Beschwerden abgefragt. Relevant ist hier immer, was konkret gefragt wurde und was medizinisch dokumentiert ist. Uns wurde damals geraten, wirklich alles zu offenbaren. Es gab Menschen, die bspw. nach einer Krebserkrankung ohne Probleme eine Versicherung zu einem günstigeren Tarif abschließen konnten und welche, die mit einer Autoimmunerkrankung abgelehnt wurden. Wie Versicherungen einzelne Vorerkrankungen bewerten, da habe ich wirklich keine Ahnung.

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