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Berufsunfähigkeitsversicherung nach Burnout

S

silos
Mitglied

Beiträge:
929
Themen:
8
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1744
Mitglied seit:
Ich habe vor einigen Jahren einen Burnout bzw. diagnostizierte Depressionen gehabt und war dann paar Wochen krank geschrieben. Hab dann wieder das arbeiten angefangen und war vielleicht in den letzten 7 Jahren maximal 3 Tage krank geschrieben wegen Corona.

Seit meinem Zusammenbruch vor einigen Jahren befinde ich mich in einer wöchentlichen Gruppentherapie. teilweise selbst bezahlt. teils von der Krankenkasse.
Zwingend nötig wäre diese Gruppe nicht mehr aber ich "genieße" es als Unterstützung für mein Leben.

Jetzt zum eigentlichen Punkt. Ich hätte gerne eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur weiß ich nicht wie ich da ran komme da das ja anscheinend sehr sehr schwierig ist. Außerdem sollte man vorsichtig sein damit irgendwo eine Anfrage zu stellen weil man damit automatisch in ein Verzeichnis eingetragen wird (anscheinend).

Mich würde es interessieren ob jemand einen ähnlichen Fall hat und mir weiter helfen könnte oder es hier Tipps gibt.
Ich würde auch eine BU nehmen, die psychische Krankheiten ausschließt und dann halt nur Dinge wie Krebs, Unfälle oder sonstwas beinhaltet.

Ich bin Ende 30 und nixh angestellt. habe aber vor die nächsten Jahre Richtung Selbstständigkeit zu gehen

x 1 #1


QueenA
@silos Hallo,

Ich kann gut nachvollziehen, dass dich das Thema beschäftigt, gerade mit deiner Vorgeschichte fühlt sich das schnell kompliziert an.

Was ich dir gerne mitgeben möchte: Du musst das nicht alleine klären. Es ist total sinnvoll, sich dafür Unterstützung zu holen, bevor du irgendwelche Entscheidungen triffst. Ein guter erster Schritt wäre, dich unabhängig beraten zu lassen, zum Beispiel bei:
- der Verbraucherzentrale
- einer sozialen Beratungsstelle vor Ort
- oder auch bei psychosozialen Beratungsdiensten

Dort kannst du deine Situation in Ruhe schildern und bekommst eine erste Orientierung, welche Möglichkeiten es für dich gibt und worauf du achten solltest.

Du hast dir über die Jahre Stabilität aufgebaut und kümmerst dich weiter gut um dich, das ist eine wichtige Grundlage für alles Weitere. Geh das Thema in deinem Tempo an und hol dir die Infos, die du brauchst, Schritt für Schritt.

Alles Gute dir auf deinem Weg. 🍀

x 1 #2


A


Berufsunfähigkeitsversicherung nach Burnout

x 3


Blind-Meg
@silos
Ich schlage vor, du wendest dich an einen unabhängigen Versicherungsmakler. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Der arbeitet zwar provisionsgetrieben, hat aber dennoch nen guten Überblick, Antworten auf viele Fragen und zumindest meiner hat jeweils (BU für Selbstständige) und Zahnzusatzversicherung) Angebote gefunden, die für mich genau passend sind.
Dank meiner Zahnzusatz und kluger Planung habe ich mittlerweile zB 9 hochwertige Kronen im Mund, die mich ohne Versicherung mehrere tausend Euro gekostet hätten, und so musste ich gerade mal 300Euro zuzahlen.

x 5 #3


CanisaWuff
Zitat von Blind-Meg:
@silos Ich schlage vor, du wendest dich an einen unabhängigen Versicherungsmakler. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Der arbeitet zwar ...

300 Euro nur?
Ich hab extra geschaut ob da nicht 3000 steht.
Magst Du mir mal im Hintergrund sagen welche Versicherung das ist?

#4


alleswirdbesser
@silos Eine kompetente Beratung ist das A und O. Ich selbst hatte keine BUV, aber jemand, der mir nahe stand. War auch ein stolzer Betrag monatlich. Als er dann in seinem Beruf nicht mehr arbeiten konnte, hat die Versicherung keinen Cent bezahlt.

x 3 #5


B
Lieber @silos, es gibt Themen, die schreien nach richtiger Expertise. Der Abschluss einer BU-Versicherung gehört unbedingt dazu. Ich empfehle dir die Suche nach spezialisierten Maklern -im Bekanntenkreis, schau im Internet nach Finanztipps- und lass dich auf deine Situation spezifisch beraten. Das Thema ist so komplex in seinen möglichen Varianten, da lohnt es sich, vor Abschluss auch Geld in die Hand zu nehmen, um einen auf BU spezialisierten Anwalt das gesamte Antragsverfahren und Bedingungswerk prüfen zu lassem. Das kostet Geld, das du im Schadenfall vielfach wieder amortisierst. Ich würde auch keine allgemeinen, kostengünstigen Beratungsstellen konsultieren, die sich meist im Thema nicht auskennen. Klare Empfehlung, such dir Top-Experten!

x 3 #6


QueenA
@Brightness2
@silos

Stimme zu, gerade bei so einem komplexen Thema ist fachliche Expertise auf jeden Fall wichtig.

Ich würde trotzdem ergänzen, dass es für den Einstieg auch hilfreich sein kann, erstmal eine unabhängige und niedrigschwellige Beratung in Anspruch zu nehmen, z. B. bei der Verbraucherzentrale oder einer psychosozialen Beratungsstelle. Gerade wenn die eigene Situation etwas komplexer ist, kann es entlastend sein, sich dort zunächst einen Überblick zu verschaffen, ohne direkt Kosten, oder Entscheidungsdruck zu haben.

Von dort aus kann man dann immer noch gezielt den nächsten Schritt gehen und sich spezialisierte Unterstützung holen, wenn klarer ist, was konkret gebraucht wird.

Ich glaube, wichtig ist vor allem, dass man überhaupt ins Handeln kommt und sich passende Unterstützung sucht, in dem Tempo, das für einen selbst gut passt.

x 2 #7


VictoriaSiempre
Vorab: Ich bin keine Versicherungsfachfrau und habe keine Berufsunfähigkeitsversicherung (und diese zum Glück auch nie gebraucht). Für Dich, in Deinem Alter und vor allem mit dem Vorhaben einer Selbstständigkeit ist sie aber sicher unverzichtbar.

An Deiner Stelle würde ich mich an die Verbraucherzentrale Deines Bundeslandes wenden und mich unabhängig beraten lassen. Diese Versicherungsberater da sind unabhängig, können vergleichen, auf Fallstricke hinweisen und Dir Empfehlungen geben zu dem, was Du brauchst. Dafür musst Du zwar bezahlen, aber es ist verhältnismäßig kostengünstig und letztlich gut angelegtes Geld.

Wie es mit irgendwelchen Speicherungen Deiner Antragsdaten aussieht - keine Ahnung. „Eigentlich“ regelt die DSGVO einiges zum Verbraucherschutz, ob die immer eingehalten wird… Unwissender Smiley Das gilt aber letztlich für jede Art von Versicherung.

Ich wünsche Dir viel Erfolg! 🍀

x 2 #8


B
Zitat von VictoriaSiempre:
Wie es mit irgendwelchen Speicherungen Deiner Antragsdaten aussieht - keine Ahnung. „Eigentlich“ regelt die DSGVO einiges zum Verbraucherschutz, ob die immer eingehalten wird… Das gilt aber letztlich für jede Art von Versicherung.

Meist geht es darum, dass du wahrheitsgemäß die Frage nach Vorversicherungen, Vertragskündigungen und abgelehnten Anträgen beantworten musst. Sonst verletzt du die vorvertragliche Anzeigepflicht, was zum Verlust des Versicherungsschutzes führen kann. Ich habe keine Erfahrung mit der Expertise der Verbraucherzentralen. Aktuell begleite ich einen nahestehenden Menschen auf dem Weg durch die Instanzen im BU-Streitfall. Seit 2,5 Jahren. David gegen Goliath. Und da geht es nicht, um die Anerkennung der BU an sich sondern ganz allein um versicherungsspezifische Themen, Klauseln, Laufzeiten. Ich würde mir im Vorfeld immer den besten Spezialisten suchen, den ich bekommen kann. Keine Ahnung, ob die in den Verbraucherzentralen für so ein spezifisches Thema zu finden sind.

x 3 #9


VictoriaSiempre
Zitat von Brightness2:
Keine Ahnung, ob die in den Verbraucherzentralen für so ein spezifisches Thema zu finden sind.

Zumindest in meinem und im gleich angrenzenden Bundesland: Ja. Da gibt es Mitarbeiter/innen, die sich nur mit Versicherungen beschäftigen und meiner Erfahrung nach Ahnung haben. Wie es woanders aussieht: Unwissender Smiley , deshalb empfehle ich, nachzufragen.

x 2 #10


QueenA
@Brightness2

Danke dir fürs teilen, das klingt wirklich nach einer sehr belastenden Situation, gerade wenn sich so ein Verfahren über Jahre zieht. In dem Fall: für den konkreten Abschluss und gerade im Streitfall ist spezialisierte Unterstützung sicher sinnvoll und oft auch notwendig.

Mir ging es eher um den ersten Schritt: Wenn man noch ganz am Anfang steht und unsicher ist, kann eine unabhängige Beratung , z. B. bei der Verbraucherzentrale, helfen sich erstmal zu orientieren und die eigene Situation einzuordnen, ohne direkt in komplexe Verträge oder Kosten einzusteigen. Psychosoziale Beratungsstellen können zusätzlich unterstützen, die eigene Situation zu sortieren und in Ruhe die nächsten Schritte zu überlegen.

Und von da aus kann man dann gezielt weitergehen und sich die passende fachliche Unterstützung holen. Ich denke, das schließt sich am Ende gar nicht aus, sondern kann sich alles gut ergänzen.

Am Ende sind das alles hier nur Empfehlungen, Vorschläge um @silos Möglichkeiten aufzuzeigen. Viel Erfolg lieber @silos

#11


Blind-Meg
Zitat von CanisaWuff:
300 Euro nur? Ich hab extra geschaut ob da nicht 3000 steht. Magst Du mir mal im Hintergrund sagen welche Versicherung das ist?

Hast PN

#12


CanisaWuff
Zitat von silos:
Außerdem sollte man vorsichtig sein damit irgendwo eine Anfrage zu stellen weil man damit automatisch in ein Verzeichnis eingetragen wird (anscheinend).

Das würde ich bei der Krankenkasse näher erfragen.
Die Schufa speichert Daten, auch Kreditanfragen und das verschlechtert den Score.

Grundsätzlich beim Antrag mit offenen Karten spielen, denn spätestens dann wenn Du einen Antrag stellst kommen die Fragen nach der Krankengeschichte.

Ich glaube so ein unabhängiger Makler ist da schon eine gute Anlaufstelle.

#13


B
Zitat von silos:
Außerdem sollte man vorsichtig sein damit irgendwo eine Anfrage zu stellen weil man damit automatisch in ein Verzeichnis eingetragen wird (anscheinend).

Schau mal hier, da gibt es einen Überblick und Antworten zu, Prozess anonymer Anfragen:
https://www.verbraucherzentrale.de/wiss...0Berufsunfähigkeits%2D%20oder,Vorerkrankungen%20hat%2C%20kann%20dadurch%20in%20Risikolisten%20landen.

Erklärt wird auch, was es mit dem Zentraregister auf sich hat.

x 3 #14


Pippa
Ist es tatsächlich so schwierig, eine BU abzuschließen?
Ich habe meine bei der Allianz und die haben vor 3 Jahren anstandslos gezahlt, so lange ich nicht arbeiten konnte.

#15


A


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