Ehemaliger User
Gast
vor einer Woche hätte ich nicht gedacht, dass ich hier im Forum so kurzfristig wieder aufschlagen werde. Aber jetzt hat es mich wieder erwischt. Höre ab sofort wieder zu den Trennungsgeschädigten!
Mit meiner letzten Pleite bin ich ja hier vor gut 2 Jahren aufgeschlagen und ich hab hier sehr viel Balsam für meine Wunden bekommen. Deshalb war ich diesem Forum auch unheimlich dankbar.
Nur jeder verarbeitet früher oder später seinen Schmerz und dann ist man hier plötzlich nicht mehr präsent.
Jetzt ist mir die nächste Pleite passiert.
Im August letzten Jahres lernte ich in einem Kontakthof meine Daggi kennen. Wir trafen uns dann 1 bis 2mal die Woche im Chat. Nach 5 Wochen telefonierten wir das erstemal und schickten uns auch des öfteren SMS. Nach weiteren 4 Wochen entschlossen wir uns zum ersten Date. Es war ein netter und lustiger Abend.
Via SMS und eMail entwickelte sich ein immer heißerer Flirt und Mitte November kam sie mich dann zu Hause besuchen. Es hat dann mächtig gefunkt und wir hatten den Wunsch immer öfters zusammen zu sein. Uns trennen zwar 130 km, aber diese Entfernung war ja in einer guten Stunde zu schaffen.
Daggi ist Mutter eines mittlerweile 4 ½ jährigen Sohnes und lebt seit fast 2 Jahren von ihrem Mann getrennt im gemeinsamen Haus. Mittlerweile hatte sie auch eine Wohnung gefunden, weil das Haus zum Verkauf stand.
Sie wollte bis zum Umzug auch nicht, dass ich sie dort besuche sondern wollte erst die neue Wohnung beziehen, weil in dem Haus sie noch alles an ihre Ehe erinnert.
Ich fand das okay und habe sie dann das erstemal Anfang Dezember in ihrer neuen Wohnung besucht. Ich bekam dann sehr schnell mit, dass die Trennung von ihrem Mann voll nach dem Vernunftprinzip abgewickelt wurde, d.h. keinen Rosenkrieg, Unterhalt, finanzielle Dinge und Besuchsrecht waren klar geregelt.
An Scheidung wollte man erst denken, wenn das Haus verkauft ist aus Kostengründen.
Daggi erzählte mir dann auch, dass sie schon Kurzbeziehungen nach der Trennung von ihrem Mann hatte, die aber nach kurzer Zeit wieder beendet wurden. Nur bei einer Äußerung von ihr wurde ich etwas stutzig. Sie erzählte von einem Partner, dem es wohl auf den Senkel ging, dass der Vater alle 2 Tage auf der Matte steht, um seinen Sohn abzuholen oder mit ihm zu spielen.
Dazu muss man anfügen, dass der Vater ein ausgesprochen großzügiges Besuchsrecht hat. Mo, Mi und Frei sind Papa-Tage und alle 14 Tage ist er dann über das Wochenende beim Papa! Der Sohn ist also an min. 4 von 7 Tagen in der Woche mit seinem Vater zusammen!
Hinzu kommt noch, dass ihr Noch-Ehemann wieder ins gemeinsame Haus einzog. Wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn Daggi mit Sohn nicht in 500 m Luftlinie ihre Wohnung bezogen hätte.
Beide waren 9 Jahre zusammen, davon 5 Jahre verheiratet und der damalige Trennungsgrund war, Auseinanderleben, fehlende und falsche Kommunikation sowie ein Seitensprung des Mannes, der Daggi veranlasste, sich von ihrem Mann zu trennen.
Der begann daraufhin mit einer Liebesbrief-Orgie und versuchte alles, sie zurück zu gewinnen. Einmal wäre sie fast schwach geworden, hatte einer Rückkehr zugestimmt, dann aber sofort einen Rückzieher vom Rückzieher gemacht.
Mein Verstand sagen mir damals im August, wo wir uns kennen lernten, dass diese Frau noch nicht beziehungsfähig ist. Das habe ich ihr auch ganz zu Anfang auf den Kopf zugesagt. Sie sagte dann auch, dass sie nicht auf Biegen und Brechen einen Ernährer für sich und ihr Kind suche sondern vielmehr einen Partner, der es ehrlich meint und mit ihr wieder eine Familie gründen will.
Als es im November zwischen uns funkte, gab es da einen gewissen Zwiespalt. Mein Verstand sagte mir „Finger weg“, Freundschaft ja, Beziehung nein! Mein Bauch sagte was anderes.
Was bekam ich nicht täglich für schöne, gefühlvolle Liebesgrüße via SMS. Es entwickelten sich richtige SMS-Orgien. Spätestens nach dem 3. Treffen hatte mein Herz gesiegt und ich hatte mich tierisch verknallt.
Man, was waren das wieder für schöne Gefühle, so auf Wolke 7 und so. Wir erlebten ein traumhaftes Silvester, machten uns schöne Wochenenden, Ausflüge in den Schnee. Das ging immer abwechselnd. Entweder fuhr ich zu Daggi, wenn sie Mama-Wochenende hatte oder sie kam zu mir wenn Papa-Wochenende war.
Das letzte gemeinsame WE bei mir ist erst 10 Tage her. Als total verliebtes Pärchen waren wir noch gemeinsam mit Freunden aus bei mir.
Dann hatte sie 2 Karten für die „lachende Köln-Arena“. Ich sollte da auch zum erstenmal ihrer Familie vorgestellt werden. 2 Tage später also fuhr ich zu ihr und musste feststellen, dass sich meine Daggi um 180 Grad gedreht hatte. Keine herzliche Begrüßung mehr, die Fahrt zur Karnevalsfete glich eher einer Fahrt zur Beerdigung. Am Tag danach die gleiche Stimmung.
Dann am Donnerstag der Abschied, wo mir schon Böses schwante. Ich hatte sofort das Gefühl hier ist was total faul, du bist das letzte Mal bei deinem Schatz gewesen.
Und so war es auch. Sie schickte mir Mittags eine eMail ins Büro, wo sie schrieb, dass sie sich noch mal alles reiflich überlegt hätte, und zu dem Entschluss gekommen sei, erstmal alleine zu bleiben!
Es hätte auch nichts mit mir zu tun sondern sie fühlt sich noch nicht reif für eine Beziehung!
Ich war total geschockt, hab sofort den Griffel fallen gelassen, bin nach Hause und habe bitterlich geheult. Vorher habe ich ihr noch eine SMS geschickt, und mich für den K.O.-Schlag bedankt!
Darauf entgegnete sie wohl, dass es ihr nicht leicht gefallen sei, und sie sich unendlich schlecht fühle, mir so weh zu tun. Sie hatte auch Angst, ich würde sie hassen können. Ihre Gefühle wären halt nicht mehr so, wie ich mir das wünschen würde. Ein anderer Mann sei aber nicht der Grund für ihre Entscheidung (was ich auch glaube). Sie bot mir dann noch ein Telefongespräch an bzw. ein Treffen, aber dann wenn der Sohn nicht dabei ist!
Ich habe erstmal gar nicht reagiert. Ich musste meine Gedanken und Gefühle ordnen. Zu einem Telefongespräch wäre ich auch nicht in der Lage gewesen und zu einem Treffen schon mal gar nicht. 2 Tage später am Samstag bekam ich dann noch eine Mail, wo sie sich wunderte, dass ich mich noch nicht gemeldet hatte und äußerte die Befürchtung, dass ich überhaupt keinen Kontakt mehr wolle. Sie wolle den Kontakt auf keinen Fall abrechen.
Ich habe ihr daraufhin nur geantwortet, dass sie noch warten solle, ich wäre noch nicht in der Lage, klar Gedanken zu fassen und würde mich in den nächsten Tagen melden.
Was ich nicht verstehe ist, dass alles so plötzlich kam. Wir haben fast jeden Tag miteinander telefoniert. Sie schrieb mir fast täglich eine eMail ins Büro. Es kamen regelmäßig SMS’n und ich habe nie eine Stimmungsschwankung erkannt.
Also das Ende kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel! Heute noch auf Wolke 7 und übermorgen zu Tode betrübt. So war das Ende!
Ich kann nicht glauben, dass es nicht äußere Einflüsse sind, die sie zu dieser „Kurzschlussreaktion“ veranlasst haben.
Ihr Mann hat nämlich mal geäußert, dass er „ihr alle Zeit der Welt gibt“, der konnte mir bei den 2 Begegnungen, die wir hatten, noch nicht mal in die Augen schauen, geschweige denn Tageszeit sagen.
Ihr Sohn hatte auch ein auffallendes Verhalten. Immer wenn er vom Vater kam war er ziemlich aggressiv auch seiner Mutter gegenüber und mir hat er dann immer in den Magen geboxt.
Ich habe das immer als Spielerei abgetan, bin mir heute aber nicht mehr sicher.
Ich vermute mal stark, dass ihr Mann sie über kurz oder lang zurück gewinnen wird.
Hat von euch einer ähnliche Erfahrungen gemacht mit Müttern, die sich aus ihrer Ehe nicht lösen konnten?
Hat man bei dieser Frau noch Chancen?
Wie seht ihr das?