BenjaminGeiß
Gast
kurze Eckdaten: ganz frische Beziehung, Exfreundin fährt in einen zweiwöchigen Urlaub, dort lernt sie einen verheirateten Kerl aus einem fernen Land kennen, der ebenfalls urlaubt, es ist von Anfang an klar, dass daraus niemals etwas Ernstes enstehen wird, keine Gefühle, es geht nur um einen Urlaubsflirt.
Sie kommt zurück, serviert mich ab, um dann ohne schlechtes Gewissen ein paar Wochen später besagten Weltenbummler im Ausland zu treffen und mit ihm ein paar schöne Tage zu verbringen. Der Typ ist ein klassischer Wandervogel, verlässt seine Frau nicht, doch hat zahlreiche Affären auf seinen vielen Reisen. Meine Ex wird ihn voraussichtlich nie wieder sehen. Sie wusste das alles von vornerein.
Eigentliches Problem: Im Umkehrschluss, entsorgt sie mich für nichts weiter als ein kurzes Abenteuer. Keine Gefühle, kein fremdverlieben, nichts langfristiges... nur Hormone.
Wie wertlos muss ich ein, um für so etwas aussortiert zu werden.
Ich kann seitdem nicht mehr in den Spiegel schauen. Ich fühle mich dermaßen unattraktiv, wertlos und schäbig, dass ich an nichts anderes denken kann. Mein Ego ist gebrochen und mein Selbstwertgefühl absolut auf dem Nullpunkt. Ich war immer sehr erfolgreich bei Frauen und habe aufgrund dieser Erfahrung versucht mich durch zahlreiche Sexualkontakte selber wieder aufzubauen. Aber es hilft nichts, ich kann nur an sie denken, daran abserviert und durch einen anderen ersetzt worden zu sein, der nichts weiter ist, als ein kurzes Abenteuer.
Ich komme darüber einfach nicht hinweg. Wohlgemerkt die Beziehung ist seit 3 Monaten beendet, wir haben keinen Kontakt und waren auch gerade mal einen Monat zusammen. Wieso kann ich nicht abschließen, wieso denke ich jeden Tag daran, wieso hilft die Bestätigung, die ich mir durch andere Frauen hole absolut null. Ich verstehe nicht, warum ich durch diese negative Erfahrung, es ist die absolut erste dieser Art, so dermaßen am Boden zerstört bin. Ich habe auch Angst, dass ich es niemals werde überwinden können. Das kann doch nicht normal sein, dass einen eine solche Lappalie (in Anbetracht von Beziehungsdauer, Alter der Exfreundin (19), seitdem vergangene Zeit) dermaßen mitnimmt und auffrisst. Noch peinlicher wird es, wenn ich noch erwähne, dass ich bereits 27 bin. Ein blutjunges Mädel schafft es also mich zu zerstören.
Ich halte das langsam nicht mehr aus...
