Zitat von E-Claire: Wenn ein Lob nichts zählt, warum sollte dann denn aber etwas als Blossstellen zählen?
Auch Lob kann eine subtile Form von Kontrolle sein. Wenn jemand für ein bestimmtes Verhalten
öffentlich gelobt wird, entsteht schnell der Druck, genau dieses Verhalten beizubehalten, um weiterhin Anerkennung zu bekommen. Damit kann Lob, ungewollt, das Verhalten genauso steuern wie Kritik, nur eben auf positive Weise verpackt.
Zitat von E-Claire: Schau, ob das nun als Seitenhieb gemeint war oder auch nicht, ist doch letztlich nicht wichtig, sondern wichtig ist, wie man selbst darauf reagiert. Pinky zB. macht es ja gut vor, sie erkennt an, daß das so war und zeigt aber gleichzeitig, daß es jetzt nicht mehr so ist. Wenn man dementsprechend aber sehr verletzt auf solche Seitenhiebe reagiert, dann zeugt das für mich halt von noch fehlender Integration.
Ja, mag sein. Trotzdem bekomme ich Bauchschmerzen, wenn ein User
öffentlich,egal wer, als Beispiel für „gutes Verhalten“ herangezogen wird. Denn auch wenn das positiv gemeint ist, kann es ungewollt Druck erzeugen. Die genannte Person kann plötzlich im Fokus stehen und sich verpflichtet fühlen, dieses Bild aufrechtzuerhalten, um nicht wieder an alte Fehler erinnert zu werden. Damit kann sich der Schwerpunkt von echter Entwicklung hin zu der Angst, Erwartungen zu enttäuschen, verschieben. (Edit: Niemand ist hier für die Entwicklung des anderen verantwortlich. Ich wollte nur meine Sichtweise zeigen, warum ich öffentliches Loben und Kritisieren eines Verhaltens, für problematisch halte)
Ich finde, wir sollten Menschen einfach die Freiheit lassen, sich in ihrem eigenen Tempo zu verändern, ohne dass ihr Verhalten ständig als Maßstab für andere dient.
Alles mit einem großen *kann*
Zitat von E-Claire: Ich weiß nicht, aber ich halte dieses Abmelden und unter neuem Namen anmelden in vielen (nicht in allen) eher für ein Ego-Ding.
Kann ich nicht beurteilen. Stecke ich nicht drin
