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Das Leben kann so ungerecht sein Lange Geschichte

PaulaPaula8315

Guten Abend...
ich bin ganz neu hier und habe auch bis auf das ich in welchen gelesen habe, absolut keine Erfahrung Mit Foren Beitr├Ągen. Aber ich muss nun auch mal Dampf ablassen und vielleicht gibt es da drau├čen auch Menschen, die auch solche Erfahrungen gemacht haben und vielleicht Anreize dazu, wie ich wieder in ein normales Leben zur├╝ck finden kann.
Wo fang ich da an...
Also zun├Ąchst einmal, habe ich vor 8 1/2 Jahren, die Liebe meines Lebens getroffen. Wir sind 6 Jahre zusammen gewesen, haben ein gemeinsames Kind und waren auch verlobt.
Die Problematik fing nach 2 Jahren an, das er mich mit meiner damals besten Freundin betrogen hat, und auch so immer nicht ganz ehrlich war. Kleinkram, aber klein misst h├Ąuft sich auch zu einem gro├čen Haufen s... an.
Wir waren dann auch f├╝r einige Monate getrennt, jedoch haben wir das beide nicht so belassen k├Ânnen, und haben uns wieder zusammengerauft.
Als dann sp├Ąter unser Sohn unterwegs war, fingen gewissen Krisen wieder an aufzukommen, der Vertrauensbruch ist immer wieder hochgekommen und aufgrund dessen das ich so misstrauisch und Biestig war, hat er in gewissen Hinsichten noch mehr Luft gesucht und viel gelogen, was dazu f├╝hrte das ich darin best├Ątigt wurde das ich nicht vertrauen kann usw. Quasi, selbsterf├╝llte Prophezeiung, eine kam ins n├Ąchste, woran ich auch meine Schuld dazu beitrug, was ich auch erst jetzt verstehen kann. Ich grub mich immer mehr ein, zog meine Mauer hoch, und er versuchte mir immer mehr gerecht zu werden, erfand L├╝gen damit ich nicht beunruhigt bin, bzw. nichts zu meckern hab 😁 Endres├╝mee, unsere Kommunikation war absoluter Schrott, jeder wollte sich sch├╝tzen, hat den anderen immer mehr von sich weggeschubst. Jedenfalls, hab ich dann so hoch gemauert, das ich mir einredete, ihn nicht mehr zu lieben, beendete die Beziehung und floh in meine eigene Welt. Wir verstanden und dennoch gut und hielten wegen dem kleinen Kontakt.
Warum auch immer, wurde ich wie mit einem Schlag aus meiner heilen Welt rausgerissen, und erhielt die klare Erkenntnis das ich ihn noch immer sehr liebe, nach 1 1/2 Jahren Trennung.
Wir sprachen dar├╝ber und er gestand mir auch das er noch oft an mich denkt. Wir haben dann wieder viel Zeit zusammen verbracht und haben dann auch wieder zueinander gefunden.
Da sein Opa sehr krank war, hielt das Gl├╝ck leider nur 4 Wochen an. Nein ex vergrub sich mit einem Mal total, wollte f├╝r sich sein, als die Diagnose feststand das er wohl bald sterben w├╝rde. Ich habe ihm seine Zeit gelassen, jedoch hat er dann angefangen den Abstand so zu gestalten, was wir ihn nur noch aller 14 Tage mal sahen. Die Argumentation belief sich darauf, das wir ihn an seinen Opa erinnern und er dann nicht abschalten kann, deshalb viel bei seinen Freunden ist. Das habe ich anfangs auch verstanden, doch komisch fand ich dennoch das er niemanden mied, au├čer mich und meinen Sohn. Sein Opa starb dann tats├Ąchlich, und ich war f├╝r ihn und seine Familie da. Er versicherte mir, das er mich sehr liebt und mich nie wieder verlieren m├Âchte, das er wei├č das sein Verhalten nicht gut ist aber er nicht anders kann. Es alles besser werden wird, wenn er seinen Opa unter die Erde gebracht hat. Ich hatte weiterhin Geduld mit ihm, wie ohnehin schon. Ich k├Ânnte ihn ja nicht einfach h├Ąngen lassen, wo er doch in so einer schlimmen Zeit war.
Und jetzt kommt der Hammer:
Wir beerdigtem seinen Opa und 14 Tage sp├Ąter beendete er die Beziehung, mit dem Argument das er gerade nicht wei├č was er m├Âchte und seine ex, mit der er 1 Jahr nach unserer Trennung f├╝r 6 Monate zusammen war, wieder in sein Leben getreten ist. Er liebt uns beide und wei├č nicht was er tun soll.
Das war im November letzten Jahres, und hat sich dann auch nicht mehr bei seinem Sohn gemeldet. Im M├Ąrz erfuhr ich dann, das er wieder Vater wird. Von ihr. Gut dachte ich, das hat er sich so ausgesucht, vielleicht ist er ja nun gl├╝cklich. In Wirklichkeit tat es nat├╝rlich Mega weh, aber ich musste es ja akzeptieren. Letzte Woche traf ich seinen Schwager, der mich gleich zurecht r├╝ttelte, das ich mich gar nicht mehr melde und mich wie versprochen sehen lasse 😖 ob ich nicht mal wieder kommen m├Âchte. Gemeldet habe ich mich dann auch gleich bei meiner ex Schw├Ągerin und fuhr am letzten Wochenende auch gleich mal vorbei. Dort erfuhr ich dann, das er sich nur nicht meldet, weil er Angst hat mir gegen├╝ber zu treten, nachdem was er getan hat. Ich bestellte einen Gru├č, das er sich um seinen Sohn k├╝mmern solle, das dass eine nichts mit dem anderen zutun hat. Er meldet sich auch sehr schnell, und wir trafen uns dann zu einem Gespr├Ąch, um den Umgang zu besprechen.
Wir sahen ihn, und er schloss und beide gleich in die Arme. Das war komisch. Und als wir in dem Kaffee waren, erz├Ąhlten wir viel, und er lies den einen oder anderen Kommentar, das er mit seiner Entscheidung nicht gl├╝cklich ist. Er sagte mir, das er wahrscheinlich nicht gegangen w├Ąre, w├Ąre sie nicht gekommen das sie schwanger ist. Er zeigte viel Reue und wollte uns auch so gar nicht richtig gehen lassen. Bei mir kam alles wieder hoch, ich bin unendlich traurig und in meinem Kopf l├Ąuft st├Ąndig der gleiche Film ab. Wie alles gekommen w├Ąre wenn... Wie w├Ąre dies und jenes... Was w├Ąre wenn gewesen... Ich wei├č das er gerade beziehungsprobleme hat, und das sein Verhalten mir gegen├╝ber nicht nur was damit zutun hat das er seine Entscheidung bereut. Das tut er sicher, das merkt man, aber das er ungl├╝cklich ist, sucht er unter anderen gerade Best├Ątigung in meiner Seite um sich ein wenig besser zu f├╝hlen. Klar Freudenschrei mich einerseits, er hat seine Strafe nun bekommen und muss mit seiner Entscheidung Leben. Aber wenn ich ihn so sehe, merke ich noch immer wie sehr ich ihn liebe und wie sehr er mir fehlt. Ich bin so w├╝tend, das er so bl├Âd damals war, aber er ist es sicher auch. ├ändern kann man nun nichts mehr, ich finde nur keinen richtigen Weg, um davon endlich loszulassen. Die Vernunft sagt, er hat uns f├╝r eine andere Frau und unbekannten Kind in den Stich gelassen. Aber das Herz schreit nach ihm und das bricht mich an, weil wir h├Ątten alles rumrei├čen k├Ânnen, und das wei├č er jetzt auch, aber zu sp├Ąt.
Ich muss lernen zu akzeptieren, loszulassen und nach vorne zu schauen. Das ist jetzt 9 Monate her. Und mein Herz blutet immer noch. Es ist wie ein Fluch. Und nat├╝rlich bleibe ich hart, und gehe auf nichts von ihm ein. Bleibe unbeschrieben und das ich nat├╝rlich abgeschlossen habe, was ich ja auch wirklich m├Âchte. Das was da letztes Jahr passiert ist, ist unverzeihlich.
Kennt das jemand? Jemanden zu lieben obwohl man das gar nicht mehr m├Âchte? Wie habt ihr da rausgefunden? Ich freue mich ├╝ber jede Antwort von euch. LG

23.06.2015 23:13 • #1


Engelhexe

Engelhexe


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Ich denke, dass Gef├╝hl jemanden zu vermissen hat wohl jeder hier, daher ist er ja hier..
Manchmal denke ich jedoch, dass ist keine Liebe sondern nur ein Verlustgef├╝hl, etwas oder jemanden nicht mehr zu besitzen. Denn wenn man jemanden richtig liebt, m├Âchte man, dass dieser gl├╝cklich ist..

24.06.2015 06:10 • #2



Das Leben kann so ungerecht sein Lange Geschichte

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minna


"Das Leben kann so ungerecht sein Lange Geschichte"

ich glaube nicht, da├č die ungerechtigkeit des lebens etwas damit zu tun hat.
sondern,
du hast dich entschieden einen mann
f├╝r deinen traummann zu halten,
der l├╝gt, nicht treu ist und auch ansonsten keine ahnung zu haben scheint,
was er will.

du solltest vielleicht eher diese entscheidung hinterfragen
und was du so traumhaft an einem menschen findest
mit dem du nicht gl├╝cklich bist.


Die Problematik fing nach 2 Jahren an, das er mich mit meiner damals besten Freundin betrogen hat, und auch so immer nicht ganz ehrlich war. Kleinkram, aber klein misst h├Ąuft sich auch zu einem gro├čen Haufen s... an.

wenn du das f├╝r kleinkram h├Ąltst ...
ich halte das nicht f├╝r kleinkram,
sondern f├╝r den richtigen moment um zu gehen......

24.06.2015 06:38 • #3


Paula8315


Das er gl├╝cklich ist, m├Âchte ich ebenso f├╝r ihn, wie jeder f├╝r sich selbst.
Sonst w├╝rde ich mich mit purer Schadenfreude zur├╝ck lehnen, und zusehen wie er nun lebt. Es geht mir aber nahe, und das mich eben die Fragen, wie w├Ąre es gekommen wenn er sich damals anders entschieden h├Ątte, usw.
Besessen, habe ich ihn nie, er war nur ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
Und an der Tatsache, das er nicht mehr da ist, m├Âchte ich unter den heutigen Umst├Ąnden auch gar nicht mehr ├Ąndern, er wird wieder Vater und soll sein Kind bzw. f├╝r seine neue Familie da sein. Das leid das ich damals ertragen musste, tue ich aus Egoismus keinem anderem Menschen an.
Die Tatsache, warum ich lediglich ├╝berhaupt hier bin, ist, das ich mir vH wie verflucht f├╝hle, weil ich seit Jahren versuche von dem Thema wegzukommen, um mein eigenes Leben aufzubauen, mein Herz es aber nicht zul├Ąsst.

@minna, du hast damit vollkommen recht, Kleinkram war das nicht und habe ich damit auch nicht sagen wollen.
Die Sache war ├╝berhaupt nicht "klein", nicht im geringsten.
Deshalb trennte ich mich ja auch.
Die Sachen und Streitereien die danach kamen, waren Kleinvieh, der sich zu den schon vorhanden Sachen, auch geh├Ąuft hat. Ich war eben unzufrieden, meckerte nur rum und nichts war richtig was er tat. Deshalb erfand er irgendwann Notl├╝gen um es mir recht zu machen und keinen neuen Streit zu f├Ârdern. Das da nur die Verletztheit und der Vertrauensbruch aus mir sprach, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht.
Und du hast recht, ich idealisiere einen Menschen, der so etwas getan hat, es gibt aber leider auch ├╝berwiegend gutes und bis auf diese Sache die da passierte, war ich mit ihm sehr gl├╝cklich.

Ich bin ja auch hier, um mal raus zulassen, das ich mich davon l├Âsen m├Âchte, gerade weil ich wei├č das einfach zu viel des Guten war. Mir f├Ąllt es nur sehr schwer mich emotional abzul├Âsen, obwohl man es so gerne m├Âchte.

24.06.2015 07:58 • #4


Arnika

Arnika


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Ach, du Arme! Du tust mir leid!

Fakt ist halt, er hat dich belogen, betrogen, sich von dir distanziert, ihr konntet nicht miteinander kommunizieren, er hat ├╝ber weite Strecken euer gemeinsames Kind im Stich gelassen etc. Das w├╝rde bei einem Revival wieder so enden, da kannst du dir sicher sein. Warum man nicht abschlie├čen kann, hat unterm Strich meist nur mit der eigenen Eitelkeit und dem Disney-Glauben an ein Happy End zu tun. Bek├Ąme man ihn wieder, h├Ątte man "gewonnen". Das Bild der gro├čen Liebe w├╝rde aufrecht erhalten, man reitet gemeinsam in den Sonnenuntergang - bis man vor den selben Problemen st├╝nde, wie davor.

Er hat dich mit deiner besten Freundin betrogen, er hat eine andere geschw├Ąngert - k├Ąme er zur├╝ck, dann h├Ątte die gro├če Liebe gesiegt, damit dein Weltbild. Das ist es, woran du festh├Ąltst, nicht der Mann an sich. Und f├╝r dieses Weltbild blendest du alles aus oder interpretierst um, was nicht da rein passt. Die gro├čen Pr├╝fungen im M├Ąrchen, die die Prinzessin dann doch besteht, und der Frosch zum Prinzen wird und man das K├Ânigreich regiert. Passiert aber nicht. Frosch bleibt Frosch und das K├Ânigreich entpuppt sich als sch├Ąbige H├╝tte, in der nicht die Prinzessin, sondern Streit und Distanz regiert.

Er hat zum jeweiligen Zeitpunkt die f├╝r sich richtige Entscheidung getroffen. Genau wie du, als du Schluss machtest. Das hatte Gr├╝nde. Die zu verkl├Ąren, bringt halt leider nichts. Es ist nicht er, den du liebst, es ist das Bild der kleinen gl├╝cklichen Familie, dem du nachtrauerst.. Wenn du das verinnerlicht hast, dann kannst du den Mann loslassen. Alles Gute!

24.06.2015 08:32 • x 1 #5


Paula8315


Arnika, du triffst den Nagel wahrscheinlich absolut auf den Kopf.
Ich w├╝nschte ich k├Ânnte selbst so sch├Ân rational sein 😤
Ich werde es auf jeden Fall beherzigen und dar├╝ber nachdenken.
In dieser Ecke habe ich zwar auch schon gedacht, aber der K├Ârper signalisiert einen ja dann das man sich gerade selbst ver├Ąppelt, dem nicht so ist.
Aber so abwegig ist es gar nicht, so lange wie ich schon an dem Thema Klebe und nicht loslassen kann. Wahrscheinlich ist es meine Denkweise, die ich umstrukturieren muss, um dann auch anders zu f├╝hlen, alles klarer und realistisch zu sehen, mich endlich zu l├Âsen um irgendwann selbst wieder gl├╝cklich werden zu k├Ânnen.

Liebe Arnika, ich danke dir sehr f├╝r diesen Beitrag.

24.06.2015 08:47 • #6


Arnika

Arnika


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Liebe Paula,

es gibt einen einfachen Grund, warum ich so rational sein kann: Ich habs schon hinter mir! Es ist nunmal viel leichter, zu meinen, eine Liebe gilt einer anderen Person als einem Weltbild und dem damit verbundenen eigenen Ego. Als ich das begriffen hatte, wars wie ein Aha-Effekt.

Immer, wenn ich anfangs ins Wanken geriet, f├╝hrte ich mir vor Augen: "Du liebst nicht ihn. Nach allem, was war, ist das keine Liebe. Du liebst nicht den realen Menschen, sondern nur die surreale Vorstellung des Prinzen und des M├Ąrchens, wo alles wieder "gut wird", den Gedanken ans Happy End. Du steigerst dich in ein Weltbild hinein, das nicht der Realit├Ąt entspricht."
Und das ist begr├╝ndet in der eigenen Eitelkeit. H├Ątte ich das bekommen, was ich wollte, dann h├Ątte mein Bild von mir, von der Welt, von meiner "k├Âniglichen Erhabenheit" wieder gepasst. Um das zu erreichen, musste ich aber auch ausblenden, dass der Prinz in Wahrheit kein Frosch, sondern ein gewaltiger Depp ist.

Das dauerte ein bisschen, das zu begreifen - aber dann wars auch vorbei mit der vermeintlich gro├čen Liebe und dem Traummann

24.06.2015 09:09 • #7


Paula8315


Und genau deshalb habe ich mich auch hier angemeldet, mit der Hoffnung, ich treffe hier Menschen die ├Ąhnliche Erfahrung gemacht haben, verstehen und mir sagen k├Ânnen, warum ich nicht los komme
Ich muss einfach aufh├Âren ihn so in den Himmel zu heben, das stimmt schon.
Muss realistischer werden und das Selbstbildnis vom Traummann ablegen, denn w├Ąre es so gewesen, dann w├Ąre heute nicht alles so, wie es ist.
Ich glaub das wird noch dauern, aber ich hoffe ich bekomm das hin.
Denn ich stehe meinem eigenen Gl├╝ck ma├člos damit im Wege.

Ich danke dir 💐

24.06.2015 09:25 • #8


Gast1234


Danke Annika f├╝r deinen Beitrag!

Das, was du geschrieben hast, habe ich schon oft geh├Ârt, aber dein Beitrag war zwar sehr simpel, aber doch sehr gut beschrieben, so dass es mich total zum Nachdenken brachte. Ich hoffe, dass ich mir all das mal vor die Augen f├╝hren kann.

Vielen Dank und alles gute Euch allen!

25.06.2015 03:01 • #9



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