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Depression/Jemanden kennengelernt, aber hat Freund

Marvi

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Hallo,
Schon Mal sorry falls alles einwenig durcheinander ist. Das bin ich nämlich sehr.

ich komme mir gerade einfach sehr dumm vor hier zu schreiben. Ich hab folgende Probleme wie man schon so halb oben lesen kann.

Seit längerem habe ich einfach das Gefühl, dass bei mir eine leichte oder schon stärkerer Depression einsetzt. Ich bin nur noch müde, kraftlos, demotiviert, habe Selbsthass und noch andere Sachen die mich in meinem Leben nur noch runter ziehen. Ich besitze legit einfach keine Freunde mehr, ich lebe nur noch vor mich dahin. Ich sitze nur Zuhause und mache nichts. Mir entschwindet so langsam einfach wieder die Lebenslust und ich weiß nicht wie ich daraus kommen soll.

Ich sehe jeden den ich kenne wie er glücklich ist und im Leben viel erreicht, doch dann Guck ich mein Leben an und sehe diesen Trauerklos.


Folgende Sache hat es Mal wieder ausgelöst:
Ich hab vor ca 5 Monaten ein Mädchen in einer anderen Stadt kennengelernt, welches mir einfach sofort sympathisch war. Wir schreiben seit dem eigentlich regelmäßig und seit 2/3 Monaten sehr viel. Ich wohne halt 300 km entfernt und bin nur ab und zu in der Nähe, doch wenn ich in letzter Zeit da war lief es immer sehr gut. (Kein näheren Kontakt wie küssen oder ähnliches gehabt)
Ich hab einfach so ein Gefühl gehabt das da wieder was sein kann, immer wenn ich mit ihr geschrieben hab oder geredet hab war da einfach immer dieses Gefühl das ich glücklich bin. Wir haben sehr lang geredet und ich bin auch erst sehr spät gegangen. In ihrem Blick dachte ich eigentlich auch immer was zusehen und hab mir einfach Hoffnung gemacht.
Doch jetzt hab ich letzte Woche mitbekommen, dass sie einen Freund hat und das hat sich auch am Wochenende bestätigt (durch Social Media).

Das hat mich seit gestern einfach wieder ins Schwarze Loch gezogen, wo ich eigentlich dachte raus zu sein.

Ich schlucke diesen ganzen Schmerz nur noch runter und fresse es immer tiefer in mich hinein. Ich lenke mich allem möglichen ab, damit ich mich nicht mit den Problemen beschäftigen muss.

Dazu habe ich noch bald meine Abschlussprüfung meiner Ausbildung und weiß nicht wie ich die schaffen soll da ich mich nicht aufs lernen konzentrieren kann
Ich bin einfach die ganze Zeit mit sehr negativen Gedanken zu gang.



Ich weiß einfach nicht wie ich daraus kommen soll. Mit meiner Familie kann ich auch nicht reden, da von meinen Eltern so ne Sätze kommen das sie hoffen das keiner aus der Familie psychische Probleme hat.
Mein Vater wortwörtlich Mal: ein Glück ein keiner aus dieser Familie ein Dachschaden, sowas brauchen wir nicht.
Ich hab mich schon vor längerem selbst blutig gekratzt/geschlagen. Ich hab mir ein Blaues Auge verpasst und den Mittelhandknochen verstaucht, geritzt an stellen wo es keiner sehen kann. Jetzt kratze ich mir den Arm leicht auf, damit keiner das mitkriegt.
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll

Man fühlt sich ungeliebt und einsam.

15.11.2020 23:24 • #1


Lebensfreude

Lebensfreude


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was denkst du denn, was dir helfen könnte, aus dem schwarzen Loch rauszukrabbeln?
Gehst du auch mal vor die Tür?
Das kann helfen, gerade wenn man down ist.
Nicht bummeln, sondern stramm spazieren gehen, am besten im Herbstwald.
Gibt es Dinge in deinem Leben, die dich erfreuen und glücklich machen?

15.11.2020 23:31 • #2



Depression/Jemanden kennengelernt, aber hat Freund

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Nureingast


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Willkommen hier, fürs erste hilft Dir erstmal nur eins: Sofort professionelle Hilfe einschalten.

Telefonseelsorge
0800.1110111

Lass Dir da umgehend helfen und hol Dir weitere professionelle Hilfe. Lass Dir nichts einreden, von wegen Dachschaden. So ein Blödsinn.

Melden kannst Du Dich hier später immer nochmal.

Erstmal alles Gute.

15.11.2020 23:34 • #3


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Marvi, vor allem Deine letzten Sätze hören sich nicht gut an. Du musst zu einem Facharzt, der Dir bestenfalls auch einen Psychologen empfiehlt und eine Überweisung ausstellt. Es ist sehr schwierig, Termine zu bekommen, aber viele Krankenkassen unterstützen bei der Suche.

Deine Eltern gehen nicht besonders sensibel mit dem Thema "psychische Erkrankung" um und sind damit leider nicht alleine. Immer noch ist "reiss Dich einfach zusammen!" eine häufige Aussage, wenn man es überhaupt wagt, seine Probleme anzusprechen. Aber Deine Eltern müssen es nicht erfahren, wenn Du Dir woanders Hilfe suchst - Du bist volljährig.

Das aktuelle Mädel mag Deine negative Sicht auf Deine Situation verstärkt haben, aber sie ist nicht schuld daran. Du kannst nicht von anderen Menschen erwarten, dass sie Dich aus Deiner depressiven Stimmung herausholen. Das können auch Deine Eltern nicht. Sie könnten aber sehr wohl empathischer auf Dich eingehen. Wissen sie wirklich, wie es Dir geht? Bestimmte Dinge erzählt man ja eher nicht den Eltern, sondern Freunden. Die Du leider nicht hast (oder nicht siehst).

Dass Du Dich selbst verletzt, ist kein gutes Zeichen. Du brauchst Hilfe, die musst Du Dir jedoch suchen, sie wird nicht an Deiner Tür klingeln.

Ich wünsche Dir alles Gute!

15.11.2020 23:47 • #4


Hansl

Hansl


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Zitat von Marvi:
Ich weiß einfach nicht wie ich daraus kommen soll.


Hausarzt.
Notfallüberweisung zur Psychiatrischen Praxis im nahen Umfeld, kriegst Du sofort Termin.
Dann Gespräch und Analyse Deiner Verfassung.
Antidepressiva SSRI wird Dir dann verschrieben.
Dies schafft die Basis für klare Gedanken, und um Struktur zu gewinnen.
Wenn möglich, und nötig psychologische Begleitung.


Wenn nicht, wirst Du Dich vermutlich zum chronischen Soziopathen entwickeln.

16.11.2020 00:09 • #5


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Zitat von Hansl:
Wenn nicht, wirst Du Dich vermutlich zum chronischen Soziopathen entwickeln.

Nimm bitte sowas nicht ernst !

Das ist völliger Blödsinn !

@Forenleitung
Könnt ihr diesen Satz bitte entfernen.
Anschließend könnt ihr meinen Beitrag, wegen des Zitats, auch löschen.

Der Rest des Beitrags ist ja OK, aber sowas geht einfach gar nicht.

Ich kann doch einem jungen Menschen, der gerade verzweifelt ist, nicht solchen Unfug hinwerfen.
Das ist ja grob fahrlässig !

16.11.2020 06:50 • x 1 #6


sowaht


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Hallo Marvi, deine Story kommt mir bekannt vor, arbeite mit Menschen die in ähnlicher Situation sind. Es sind nicht wenige.
Würde jetzt jemand behaupten, dass es sich hierbei um eine Art Zivilisationskrankheit handeln wäre ich wohl einer derjenigen die nicken.
Meist gehen die von dir beschriebenen, ich nenne sie mal Symptome, mit unausgewogenem Konsum von THC, Amphetaminen und dergleichen einher.
Habe jetzt und hier kein Interesse daran dich mit Details uns so voll zu texten das meiste weißt du ja eh schon.
Fakt ist:
Den Teufelskreis auf mehreren Ebenen unterbrechen
Dein soziales Umfeld so wie es ist und war annehmen und es als Historie erkennen
Neustart
WG`s sind echt hilfreich
Nun der wichtigste Schritt für dich:
Lebe dein Leben, sorge dafür, dass es dir gut geht. Dein primäres Ziel, "Wohlbefinden" und handle Eigenverantwortlich.

16.11.2020 18:07 • #7


Marvi


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Zitat von Lebensfreude:
was denkst du denn, was dir helfen könnte, aus dem schwarzen Loch rauszukrabbeln?
Gehst du auch mal vor die Tür?
Das kann helfen, gerade wenn man down ist.
Nicht bummeln, sondern stramm spazieren gehen, am besten im Herbstwald.
Gibt es Dinge in deinem Leben, die dich erfreuen und glücklich machen?


Ja ich gehe noch raus... Zur Arbeit, Handballtraining und mit meinem Hund... Aber ich halt einfach keine Sozialkontakte (man vergleicht sich durch Social Media immer)...

Nein, mich macht in den letzten Monaten einfach nichts glücklich... Es ist vor allen immer aufgesetzt und gespieltes glücklich sein

16.11.2020 20:48 • #8


Marvi


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Zitat von VictoriaSiempre:
Marvi, vor allem Deine letzten Sätze hören sich nicht gut an. Du musst zu einem Facharzt, der Dir bestenfalls auch einen Psychologen empfiehlt und eine Überweisung ausstellt. Es ist sehr schwierig, Termine zu bekommen, aber viele Krankenkassen unterstützen bei der Suche. Deine Eltern gehen nicht besonders sensibel mit dem Thema "psychische Erkrankung" um und sind damit leider nicht alleine. Immer noch ist "reiss Dich einfach zusammen!" eine häufige Aussage, wenn man es überhaupt wagt, seine Probleme anzusprechen. Aber Deine Eltern müssen es nicht erfahren, wenn Du Dir woanders Hilfe suchst ...


Ich besitze kein Geld um den Therapeuten überhaupt zu bezahlen wodurch dass das ganze schwierig macht...
Ich besitze ein inneren Schweinehund den ich nicht überwinden kann um mich dort zumelden, da ich mir meine schwächen nicht eingestehen möchte... Und mit fällt es sehr schwer mit anderen Leuten darüber zu reden

16.11.2020 20:50 • #9


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Zitat von Marvi:
Ich besitze kein Geld um den Therapeuten überhaupt zu bezahlen wodurch dass das ganze schwierig macht...

Das bezahlt die Krankenkasse.

Den inneren Schweinehund musst du allerdings leider selbst überwinden.

16.11.2020 21:11 • #10



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