Animo-ody
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Agape
Philia
Ludus
Pragma
Caritas
am wichtigsten ist meines Erachtens nach Agape. das wird ein bißchen esoterisch, aber lässt man das Göttliche einfach mal weg, bleibt da einfach die Liebe in Reinform.
ich hab das gesehen und es war unfassbar schön. und beängstigend zugleich, denn da steht das Ego wie der Ochse vorm Tod.
anbei nochmals: ich darf so was sehen. ich hab Kunst studiert und bin verrückt. das berechtigt zu Wahrnehmungen jenseits der Disputabilität.
etwas greifbarer schon die anderen 5 Dimensionen.
ich denke, in unserer heutigen Zeit, wo Ehe mit romantischer Liebe assoziiert wird, sollte und darf Pragma auch die Aspekte Eros und Philia einschliessen. Bei Ludus bin ich mir unschlüssig. Caritas dann als fürsorgende Liebe für die Kinder. Wobei das nicht nur auf die eigenen begrenzt sein muss. ich schätze es sehr, dass die Erzieherinnen in unserer Kita ihrer Arbeit professionell und mit Herz nach gehen. schade übrigens, dass wir keinen Erzieher haben. wir hatten mal einen Praktikanten, und die Kinder fanden es toll, aber die Hälfte der Mütter ist auf die Barrikaden gegangen.
die sind auf dem Rathaus zwar abgeschmiert mit ihren Befürchtungen, aber das lag wohl eher am extremen Personalmangel. Da auf dem Dorf ist man ansonsten der Ansicht eine Frau könne nicht Bürgermeisterin werden, weil sie ja auch noch Kinder und Haushalt zu wuppen hat. Ist aber auch 'ne Generationenfrage. Die Jüngeren sehen das etwas entspannter, die Älteren nicht. unabhängig vom Geschlecht.
Aber diese Gender-Aspekte mal außer Acht gelassen:
Griechen und Römer hatten in vorchristlichen Zeiten noch andere Vorstellungen von Pragma. Das war eher eine ökonomische, juristische und politische Angelegenheit.
Na ja, zumindest die Ehe ist das ja heute noch. aber Eros und Philia haben da enorm an Gewicht gewonnen.
Aber wie dem auch sei: ich empfinde es als sehr bereichernd, diese Begriffe zu haben.
Vor allem weil sich so Liebe und Beziehungsrahmen getrennt denken und betrachten lassen. aber auch die Beziehungsrahmen unter einander.

