Zitat von Mila209: Er hat geweint und betont wie sehr ihm doch alles leid tun würde, aber seine Gefühle wären nicht mehr so stark.
Ich kann und will gar nicht auf alles andere eingehen - aber dieses Argument, die Gefühle seien nicht mehr stark genug, ist ja ein ziemlich absonderliches.
Natürlich können die Gefühle anfänglich sein wie ein strahlender Sonnenaufgang. Aber dass dem nicht immer so bleibt, wird wohl jeder wissen, der die Völljährigkeit erreicht hat.
Viel entscheidender ist die Frage der Verbundenheit, und die (und nur die) kann auch für ein ganzes Leben reichen (oder noch darüber hinaus, wer den Glauben dazu hat).
Wer allein auf Gefühle und deren Höhenflüge setzt, sollte sich dem Modell der (langjährigen) Beziehung am besten überhaupt fernhalten und meinetwegen halt alle sieben Monate seine Gefühlsräusche erleben.
Die Frage ist, nochmals gesagt, die Verbundenheit, und je tiefer (und echter) die ist, um so unverbrüchlicher ist sie auch.
Gefühlsausbrüche hingegen sind eben hingegen etwas zeitlich Beschränktes, und daher halte ich ein solches Argument entweder für ein vorgeschobenes oder für den Ausdruck von Lebensahnungslosigkeit.
Es ist ja auch nicht ohne Grund so, dass die besten Beziehungungen darauf beruhen, dass zum einen eben diese tiefe Verbundenheit gegeben ist, und zum anderen Gefühlsräusche toleriert werden.