Zitat von Verzweifelt49:Guten Morgen
Ich bin 49Jahre alt und habe seid 2 Jahren eine Beziehung mit einem gleichaltrigen Mann.
Wir lieben uns sehr.
Nun kam der Wunsch von beiden auf,zusammen zu ziehen.
Da er im Haus seiner Mutter lebt und sie sich "pflegen " lässt,ist sie total ausgerastet, weil er sie ja nicht alleine lassen kann.
Ich lebe auch im eigenen Haus und lege Wert darauf unsere Eltern zu unterstützen, aber ein eigenes Leben führen will.
Er kann nicht mal über Nacht weg bleiben, weil sie dann Angst hat,ohr könnte was passieren.
Einen Notknopf hat sie und ich wohne nur 10 Minuten von ihm weg.Er wäre also schnell bei ihr.
Ich fühle mich dort nicht wohl,weil seine Wohnung weder abgeschlossen ist,noch einen eigenen Eingang hat.
Sie hasst mich natürlich.
Ich gab keine Ahnung, was ich tun soll.
Liebe TE!
Deine Situation, die Du da beschreibst, klingt nicht sehr ermutigend und nicht sehr aufbauend. Für mich war es als Jugendlicher sehr wichtig, so früh wie möglich und vernünftig machbar in eine eigene Behausung zu ziehen und ich habe diesen Schritt nie bereut. Unabhängig davon habe ich meine Eltern zu Lebzeiten immer unterstützt. Aber mit fast 50 noch daheim bei Mutter unter den Puschen zu leben, unabhängig, wie es der jetzt mal gesundheitlich geht, das ist schon herausragend. Ich würde das nicht empfehlen und nicht so handhaben und es gibt heutzutage mehr als genug Möglichkeiten, eigenständig zu leben. Mich würde es zudem nicht wundern, wäre sein dauerhafter Verbleib bei der Mutter auch etwaigen anderen Gründen zu verdanken. Wäre ich eine Frau, würde ich Abstand von einem solchen Mann halten, denn dieser Mensch hat meiner Meinung nach kein eigenes Leben, ist ja auch Dein Titel quasi in anderen Lettern. Ich würde da ganz klar und deutlich Position beziehen. Entweder räumliche Trennung von der Mutter, wenn Eure Partnerschaft eine halbwegs gute Grundlage haben soll (das wird nämlich für ihn vermutlich sehr schwer zu realisieren sein). Oder eben Ende der Beziehung.
Ob der Mann ein Muttersöhnchen ist, kann zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen werden, ist aber nicht unbedingt zwingend so. Manche Menschen, die einen sehr strengen Elternhintergrund haben, können sich davon manchmal kaum oder gar nicht lösen. Das ist dann für Dritte, wie jetzt Du hier, schwer erfassbar und nachvollziehbar und belastet natürlich immens. Du musst schauen, ob Du Dir das dauerhaft genehmigen möchtest. Letztlich muss er da die erforderlichen Schritte gehen. Dein Einwirken wird von Seiten der Mutter sowieso, aber vielleicht auch absehbar von deren Sohn, als störend und lästig empfunden werden. Du wirst da auf Dauer vermutlich immer nur ein Anhängsel sein für gewisse Momente, nicht mehr. Schafft es dieser Mann mit immerhin fast 50 nicht, sein Leben mal in die Hand zu nehmen, kann daraus nichts werden. Ich würde mir das persönlich nicht antun, es wäre mir zu stressig und vermutlich ist man da auch auf dauerhaft verlorenem Posten, wenn sich das Gegenüber nicht bewegen tut.