cas_montana
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Ich habe in den letzten 2-3 Jahren ein ganz schönes und vor allem in der Rückschau gesehen ungesundes auf und ab mit Frauen erlebt. Ich bin 26 und gerade frisch getrennt und bereue es mit jedem weiteren Tag.
Aber um es besser zu verstehen, muss ich von vorne anfangen:
Im ersten Semester meines Studiums vor etwa 2,5 Jahren lernte ich eine Frau kennen, die das gleiche wie ich studiert. Wir haben uns direkt zu Beginn super gut verstanden und sie suchte schnell meine Nähe. Wir gingen immer zu zweit zu Veranstaltungen und hatten auch immer den gleichen Heimweg. Fast jeden Tag haben wir uns gesehen und super schnell verliebte ich mich richtig doll in sie. Zusammen kamen wir aber nicht da sie zu der Zeit aber noch in einer Fernbeziehung war. Das hinderte sie aber nicht daran, dass wir irgendwann nach ein paar Wochen quasi wie ein Paar waren. Allerdings konnte sie ein richtiges Commitment aussprechen, was mir sehr zu schaffen machte. Mir ging es nur schlecht in der Zeit wo wir uns nicht sahen. Ich dachte ständig sie beendet die Sache. Ich wusste ab dem Zeitpunkt wo sie das tut, wird es mich zerstören. Nach ein paar Monaten wo es so weiterging, kam es natürlich so wie es kommen musste, sie beendete die Sache komplett (Sommer 2022). Es war der Weltuntergang weil diese Frau mittlerweile der Mittelpunkt meines gesamten Lebens war. Dadurch dass wir aber im selben Studiengang und im selben Freundeskreis waren, sah ich sie trotzdem ständig und konnte überhaupt nicht damit umgehen, dass plötzlich alles anders sein sollte.
Nach einer immens schlimmen Zeit schaffte ich es dann einige Dinge in meinem Leben zu verändern um mein Leben wieder einigermaßen umzukrempeln und Abstand zu ihr zu gewinnen. Dennoch redete ich mir immer wieder ein, sie war DIE EINE, ich glorifizierte sie weiterhin obwohl sie mich so schlimm behandelt hat.
Dann lernte ich im Dezember 2023 wieder eine Frau kennen. Mit ihr kam ich wenige Zeit später zusammen und es war eine sehr schöne Beziehung auf Augenhöhe. Allerdings kamen ab dem Zeitpunkt wo wir offiziell zusammen waren immer wieder Zweifel auf ob das die Frau ist, mit der ich zusammen alt werden will. Ich verglich sie ständig mit Studienfreundin. Das mündete dann darin, dass wir uns Ende April nach ein paar tiefen Gesprächen wieder trennten. Ich meinte nur dass ich nicht wüsste ob ich je wieder so eine tiefe Verbundenheit zu einer Frau aufbauen könnte wie davor. Und auch, dass ich sie nicht jeden Tag sehen muss. Meine Ex meinte daraufhin, dass wir es dann sein lassen müssen.
In dem Moment fiel es mir zwar schwer aber ich dachte es wäre die richtige Entscheidung. Allerdings realisierte ich einen Tag später dass ich doch einen Fehler gemacht habe und versuchte in den kommenden 4 Wochen immer wieder mal sie umzustimmen. (Wir telefonierten an zwei Tagen jeweils 5h und es fühlte sich so an als würden wir wieder zusammen kommen). Doch ein paar Tage später meinte sie nur dass ich sie in Ruhe lassen soll und sich ihre Entscheidung nicht ändert.
Seit dem mache ich mir mit jedem weiteren Tag die größten Vorwürfe, dass ich diese gesunde und schöne Beziehung aufgegeben habe, nur weil ich die Frau aus dem Studium damals bis zum heutigen Tag glorifiziere und verehre.
Ich habe in den letzten Tagen und Wochen sehr viel reflektiert und hab alles aufgearbeitet. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich in der Vergangenheit immer um Zuneigung kämpfen musste und es dieses Mal nicht annehmen konnte. Mein Selbstwert ist von Natur aus nie hoch gewesen und dazu hab ich in der Vergangenheit viele Verluste hinnehmen müssen. Aus diesen Gründen und dadurch, dass ich einfach nicht alleine sein kann, will ich um alles in der Welt um meine ex und diese schöne Beziehung kämpfen.
Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen und meine tausend Gedanken ordnen. Langsam kann ich nämlich nicht mehr
LG