Zitat von Gaylen59:Deswegen sind aber die ERINNERUNGEN grundsätzlich nicht ausgelöscht.
Aber das ist doch dann so mit Allem, daß nichts, egal was, jemals völlig aus unserem Gehirn gelöscht wird.
Die Computerfestplatte kann ich auch Löschen und wiederherstellen. Weil auf der Festplatte Spuren bleiben, die darauf hindeuten, was gespeichert war. Mit unserem Gehirn wird es nicht anders sein.
Der maligne Narc war mir nie wirklich gefährlich, weil er mich unterschätzt hatte. Ich werde leicht unterschätzt, weil ich nicht schlagfertig bin, wenn ich spreche und dann den Mund halte. Oft meinen dann die anderen, daß ich nicht verstehe, was gesagt wird, weil ich nicht reagiere. Tatsächlich aber beobachte ich alles und sauge alles in mich hinein und dort arbeitet es und arbeitet. Der maligne Narc in der Überzeugung seiner Grandiosität hat mir alles erzählt. Er wußte genau, wer er war. Er hatte nur nicht geglaubt, daß ich verstehen könnte, was er erzählt.
Der zweite Narc, er kam direkt nach dem malignen Narc, war viel gefährlicher. Ein Midrange nach Tudor. Er wußte nicht, was er war. Ich war 6 Jahre mit ihm zusammen und hatte schon am Anfang die Vermutung er könnte ein Narc sein. Hatte es aber bei Seite gewischt, da ich dachte, daß ich paranoid reagieren würde. Überall könnten keine Narcs sein. Außerdem war er so extrem anders als sein Vorgänger. Dennoch blieb ich vorsichtig. Er hat mich immer wieder in Situationen hinein manövriert, die mir Schwierigkeiten brachten. Was ihn so gefährlich machte, war seine Freundlichkeit, seine Hilfsbereitschaft, seine eigene Überzeugung selbstlos zu sein. Das Messer in seiner Hand hinter seinem Rücken konnte man nicht sehen.
Als er vor 8 Monaten gegangen ist, hab ich eine Flasche Champagner gezecht. Wollte ihn keine Minute zurück. Er hat mich vorsätzlich in Schwierigkeiten, die er produziert hat, zurück gelassen. Langsam lösen sie sich aber auf und bald wird mein Leben viel besser sein, als es jemals sein könnte, hätte ich ihn nicht kennen gelernt.
Genau genommen hat sich mein Kindheitstraum erfüllt. Ich lebe nun so, wie ich es mir erträumt hatte. Abgeschieden einsam auf einem Berg am Wasser. Ich sitze auf dem Steg vor dem Haus ,lausche wie der Wind durch das Schilf fährt und beobachte die Fische. Liebe es, wenn der Regen auf das Wasser prasselt und studiere in meiner Bibliothek. Habe meine Tiere um mich. Einen neuen Freund hab ich auch. Er verbringt die Wochenenden bei mir und hilft mir mit Handwerkerarbeiten. Anfangs mißtrauisch, unverbindlich und distanzlos, hat er sich sehr gewandelt und ich kann es mir mit ihm nicht besser vorstellen. Er ist 100% kein Narc. Bald wird sich meine Villa Kunterbunt mit mehr Leben füllen. Freue mich so sehr. Eine junge Frau, die meine Interessen teilt, wird hier einziehen, was das Leben hier nicht nur angenehmer macht, sondern auch meine Kosten reduziert.