Zitat von FlowerOfLove: Hab aber von einigen gehört, dass Polizisten charakterlich... schwierig sind.
Vielleicht idealisiere ich diese Berufsgruppe auch sehr und die Realität sieht ganz anders aus.
Mein Kind und dessen Partner sind Polizisten. Vielleicht bin ich deshalb voreingenommen

, aber immerhin stelle ich nicht ganze Berufsgruppen unter Generalverdacht. Meiner Erfahrung nach gibt es unter Polizisten (Soldaten, Anwälten, Bankangestellten, Zimmerleuten tbc.) nicht mehr oder weniger schwierigere Charaktere als in jeder anderen Bevölkerungsgruppe; auch unter solchen, die hier im Forum vertreten sind

Hab ich gehört, also nur vermutlich

.
Zitat von Blind-Meg: Ich stelle mir da eher Personen vor, die gern Autorität sein wollen, es g*il finden mit ner Waffe rumzulaufen, die drauf stehen andere zuechtuweisen oder zu bedtrafen und die denen einer abgeht, wenn andere für sie Platz machen müssen. So unterschiedlich können die Assoziationen sein.
Ja nee, is klar - wie es mit der Autorität aussieht und wie die beachtet wird, kann jede/r beobachten, der sehenden Auges durch die Gegend läuft. Die Waffe - klar, total gail. Wird sie gezogen - und wenn „nur“ zum Selbstschutz - gibt es Ermittlungen und Vorverurteilungen, jedoch keine psychologische Betreuung, weil man vielleicht einen Menschen zu Schaden gebracht hat (und nee, das findet nicht jeder Cop automatisch toll). Zum Glück müssen die wenigsten Polizisten jemals ihre Waffe einsetzen - außer im „Tatort“.
Zurechtweisen - ja, ist doch deren Aufgabe, wenn jemand sich falsch verhält. Nicht selten sind die, die auf die Blauen schimpfen, die ersten, die rumheulen und die 110 (!) anrufen, wenn ihr Auto angeditscht wurde.
Bestrafen - nun ja. Wer in der Schule einigermaßen aufgepasst hat (okay, davon kann ich wohl nicht ausgehen), der hat schon mal von Gewaltenteilung gehört. Merke: Legislative - macht Gesetze, Exekutive - setzt Gesetze um (z. B. die Polizei), Judikative (das Gericht) prüft und bestraft. So schwierig ist das doch nicht!
Zur Romantik einer Polizeiuniform: Am Ende einer Schicht würde ich mich da nicht unbedingt daran anschmiegen. Die Gefahr ist groß, dass irgendjemand drauf gerotzt oder Blut und andere Körperflüssigkeiten drauf verteilt hat, oder sie voller Ölflecken ist. Manchmal sind es nur Tränen von einem verlorenen Kind, von wiedergefundenen Demenzkranken oder Sabber von einem Hund, der bereits 3 Tage neben seinem verstorbenen Herrchen ausgeharrt hat.
Und die Bezahlung? Ja, ist fürstlich! Was denn wohl sonst bei einem Schichtdienst rund um die Uhr, oder?
Bei einigen Aussagen kriege ich hier echt Puls, deshalb bleibe ich dem Thread hier lieber fern. Und erwähne nicht, dass ich - zumindest bei bestimmten Einsätzen - immer Angst um mein Kind habe. Das hat es sich schließlich so ausgesucht, nicht wahr? Ja, hat es. Und macht es gerne - oft machtlos, dafür mit viel Herzblut.