E
Ehemaliger User
Gast
und kein Entkommen ...
und immer wieder die gefürchtete Frage: "... und was machen SIE an Weihnachten?"
Spontane Antworten wie "Warten bis es vorbei ist." oder "Zusaufen!" sind jetzt nicht angebracht. Ehrliche Antworten wie: "Ich bin alleine!" sind nicht erwünscht und der Frager damit überfordert: "Aber Weihnachten kann man doch nicht alleine sein!" "Haben Sie denn tatsächlich niemanden zu dem sie gehen können?" "Gibt es keine Familie?" "Sie Arme!" "ALSO WENN ICH ALLEINE WÄRE WÜRDE ICH bla bla bla ...!"
nicht weniger gefürchtet die Frage: "... was machst DU eigentlich an Weihnachten?"
Spontane Antworten lösen hier betretenes Schweigen aus, ehrliche Antworten lösen betretenes Schweigen aus oder das unbeholfene Angebot: "Melde dich wenn dir die Decke auf den Kopf fällt!"
Aber sicher doch melde ich mich! Was brauche ich jetzt nötiger als Telefone die niemand abnimmt oder an denen man mir sagt dass mein Anruf gerade ungelegen kommt weil der Braten im Ofen und die Verwandschaft im Anrücken ist und die Kids sich im Hintergrund harmonisch um den Gebäckteller streiten ...
ich weiß doch wie es läuft, ich bin lange genug selbst mitgelaufen ... und die Wunschfloskeln für fröhliche und besinnliche Weihnachtstage werde ich bei denen die mich kennen heuer als persönlichen Angriff werten ;D, ebenso die bunten Tranquilizer wie 'die Zeit heilt alle Wunden' und 'das Leben geht weiter' und 'nächstes Jahr wird alles anders sein' (ich hab schon ein weiteres Jahr hinter mir
) ...
und falls es wen interessiert was ich an Weihnachten mache:
ich habe eben den Truthahn in den Ofen geschoben, der Baum ist seit gestern geschmückt, die Geschenke liegen hübsch verpackt darunter, das ganze Haus duftet nach Tannennadeln und Weihnachtsgebäck, mein mich liebender Ehemann erledigt freiwillig die letzten Einkäufe auf dem Markt, unsere vielen Kinderlein hat er zu meiner Entlastung mitgenommen damit ich für die zahlreich erscheinende Verwandschaft alles nett herrichten kann, Weihnachten war bei uns schon immer ein Fest der Familie und wenn es dunkel wird wird dieselbe über mich hereinbrechen ... äh, nein, sie wird hier ankommen, weitere Geschenke unter den Baum legen und alle werden sich umarmen und freuen dass man sich immerhin einmal im Jahr zu dieser besonderen Gelegenheit trifft und Tante Klara wird fragen ob ich dieses Jahr wieder den herrlichen Truthahn gebraten habe, den es schon seit 15 Jahren gibt und Onkel Friedhelm wird ihr mit einem Seitenblick antworten dass mein Truthahn wenigstens essbar ist im Gegensatz zu anderen Truthähnen und ich werde Tante Klara schnell mit mir in die Küche nehmen und Onkel Friedhelm in der geduldigen Hand meines mich liebenden Ehemanns belassen und ich werde stolz sein die erste von weiteren 189 zu erwartenden Bömbchen des Abends so elegant entschärft zu haben und während ich Tante Klara zum 15. Mal erkläre warum ich Schalotten statt Zwiebeln verwende höre ich draußen ...
nein, irgendwie passt dieses Szenario auch nicht ... okay, dann bin ich eben doch alleine und warte dass es vorübergeht während ich mich zusaufe
(was ich aus stilistischen Gründen zumindest jetzt schriftlich tun muss) ... ansonsten wirds mit Wein, Musik, Kerzenlicht,ausgeschaltetem Handy und ignoriertem Telefon wirklich nach drei Tagen vorüber sein ... alles ist wie immer ... Gewitter und Migräne gehn auch vorbei, man muss eben solang stillhalten
...
ach ja: ;D und was macht IHR so an Weihnachten? ;D
lilac
und immer wieder die gefürchtete Frage: "... und was machen SIE an Weihnachten?"
Spontane Antworten wie "Warten bis es vorbei ist." oder "Zusaufen!" sind jetzt nicht angebracht. Ehrliche Antworten wie: "Ich bin alleine!" sind nicht erwünscht und der Frager damit überfordert: "Aber Weihnachten kann man doch nicht alleine sein!" "Haben Sie denn tatsächlich niemanden zu dem sie gehen können?" "Gibt es keine Familie?" "Sie Arme!" "ALSO WENN ICH ALLEINE WÄRE WÜRDE ICH bla bla bla ...!"
nicht weniger gefürchtet die Frage: "... was machst DU eigentlich an Weihnachten?"
Spontane Antworten lösen hier betretenes Schweigen aus, ehrliche Antworten lösen betretenes Schweigen aus oder das unbeholfene Angebot: "Melde dich wenn dir die Decke auf den Kopf fällt!"
Aber sicher doch melde ich mich! Was brauche ich jetzt nötiger als Telefone die niemand abnimmt oder an denen man mir sagt dass mein Anruf gerade ungelegen kommt weil der Braten im Ofen und die Verwandschaft im Anrücken ist und die Kids sich im Hintergrund harmonisch um den Gebäckteller streiten ...
ich weiß doch wie es läuft, ich bin lange genug selbst mitgelaufen ... und die Wunschfloskeln für fröhliche und besinnliche Weihnachtstage werde ich bei denen die mich kennen heuer als persönlichen Angriff werten ;D, ebenso die bunten Tranquilizer wie 'die Zeit heilt alle Wunden' und 'das Leben geht weiter' und 'nächstes Jahr wird alles anders sein' (ich hab schon ein weiteres Jahr hinter mir
und falls es wen interessiert was ich an Weihnachten mache:
ich habe eben den Truthahn in den Ofen geschoben, der Baum ist seit gestern geschmückt, die Geschenke liegen hübsch verpackt darunter, das ganze Haus duftet nach Tannennadeln und Weihnachtsgebäck, mein mich liebender Ehemann erledigt freiwillig die letzten Einkäufe auf dem Markt, unsere vielen Kinderlein hat er zu meiner Entlastung mitgenommen damit ich für die zahlreich erscheinende Verwandschaft alles nett herrichten kann, Weihnachten war bei uns schon immer ein Fest der Familie und wenn es dunkel wird wird dieselbe über mich hereinbrechen ... äh, nein, sie wird hier ankommen, weitere Geschenke unter den Baum legen und alle werden sich umarmen und freuen dass man sich immerhin einmal im Jahr zu dieser besonderen Gelegenheit trifft und Tante Klara wird fragen ob ich dieses Jahr wieder den herrlichen Truthahn gebraten habe, den es schon seit 15 Jahren gibt und Onkel Friedhelm wird ihr mit einem Seitenblick antworten dass mein Truthahn wenigstens essbar ist im Gegensatz zu anderen Truthähnen und ich werde Tante Klara schnell mit mir in die Küche nehmen und Onkel Friedhelm in der geduldigen Hand meines mich liebenden Ehemanns belassen und ich werde stolz sein die erste von weiteren 189 zu erwartenden Bömbchen des Abends so elegant entschärft zu haben und während ich Tante Klara zum 15. Mal erkläre warum ich Schalotten statt Zwiebeln verwende höre ich draußen ...
nein, irgendwie passt dieses Szenario auch nicht ... okay, dann bin ich eben doch alleine und warte dass es vorübergeht während ich mich zusaufe
ach ja: ;D und was macht IHR so an Weihnachten? ;D
lilac