Ehemaliger User
Gast
ich bin seit kurzem "stiller leser" dieses tollen forums. wollte jetzt auch mal meine geschichte posten um vielleicht den ein oder anderen ratschlag zu erhalten!?
vor ca. 2 monaten hat sich meine frau von mir getrennt. zum zweiten mal, nur diesmal endgültig.
schon unter der ersten trennung, vor zwei jahren, habe ich schrecklich gelitten. sie war damals nicht glücklich in der beziehung und ein anderer mann war ebenfalls (oder gerade deshalb) im spiel. das war mir damals egal. ich wollte sie zurück, und das um jeden preis. nach ca. zwei monaten wollte sie das auch und wir wagten einen neuanfang. wir waren so glücklich wie nie zuvor, war uns doch schliesslich bewusst geworden wie sehr wir uns lieben und brauchen. nach einem halben jahr folgte dann ein (erfolgreicher) heiratsantrag ihrerseits. ihr grösster wunsch ging in erfüllung und eine traumhochzeit folgte. jeder freute sich mit uns, galten wir doch auch bei vielen als traumpaar und blickten in eine aussichtsreiche zukunft. eine zukunft die sie schon bald nach der hochzeit eifrig plante und vorantrieb.
zu beginn diesen jahres geriet ich in eine persönliche krise (beruflich) wovon unsere beziehung leider nicht ganz verschont blieb. wir mussten von wolke sieben herabsteigen auf wolke fünf. davon hätten wir uns aber sicher wieder erholt, zumal gerade wieder ein toller, schwer benötigter Urlaub vor der Tür stand. wie immer, stand sie aber auch zu dieser zeit zu 100% bei mir, wenn auch nicht mehr so ganz glücklich (überhaupt waren wir beide sehr füreinander da und wir konnten uns stets aufeinander verlassen) auch an unserer gemeinsamen zukunft und unseren plänen hielt sie weiterhin fest, bis kurz vor der trennung.
gerade deshalb, kam dann diese auch wie aus heiterem himmel. die vorgegebenen gründe, wie bereits vor zwei jahren, dramatisierte bagatelle und unverständlich für jeden neutralen beobachter. wie sich herausstellte, steckt auch diesmal ein anderer mann dahinter. wobei "anderer" nicht ganz richtig ist, es ist der gleiche "zauberer" von damals.
in einer erschreckenden geschwindigkeit (wirkte auf viele völlig überstürzt und unüberlegt) machte sie, ob nun bewusst oder unbewusst, nägel mit köpfen und legte eine neunjährige beziehung innerhalb von 4 wochen in schutt und asche, versuchte sich allerdings auch ein türchen aufzuhalten. ich habe zwei wochen ALLES versucht um zu verhindern was nicht mehr zu verhindern war. dann lies ich sie ziehen und verschloss ihr das türchen, ich konnte zumindest den eindruck erwecken. sie war darüber nicht so sehr begeistert und versuchte mich auch mit bestimmten äusserungen wieder etwas zu erweichen obwohl sie auf keinen fall an einen rückzieher denkt bzw. dachte und ihren eingeschlagenen weg weitergeht.
logischerweise hängt mein herz noch sehr an ihr und es hätte sie auch gerne zurück, da wir u.a. aufgrund der psychischen beschaffenheit meiner frau eine sehr enge bindung hatten. mein verstand ist sauer und sich darüber im klaren dass es eigentlich keinen sinn mehr macht, mein ego schwer getroffen und auf genugtuung aus.
sie meldet sich ab und an, ist jedesmal auch sehr an meinem befinden interessiert und macht auf "friede, freude, eierkuchen" obwohl mittlerweile erhebliche differenzen bestehen die man als normaler mensch nicht übersehen kann. ich verstehe es sehr gut mit ihren problemen umzugehen (siehe oben) und bin daher bei bestimmten stimmungstiefs weiterhin ein beliebter ansprechpartner. da sie innerhalb unserer beziehung, auf aussergewöhnliche art und weise, sehr viel halt, stabilität, verständnis und geborgenheit fand, ist ihr auch künftig kontakt wichtig. im moment nicht wichtig genug um deshalb eine ehe aufrechtzuerhalten, da ist ihr "neues leben" gerade interessanter, jedoch nicht ganz zu vernachlässigen.
aus dem tal der tränen bin ich angesichts des trennungsgrundes und der art und weise der ausführung langsam heraus. die komplette ziel- und orientierungslosigkeit bezüglich meiner zukunft ist zwar äusserst präsent, aber nicht mein grösstes problem. am allermeisten beschäftigt mich ihre zukunft! es klingt vielleicht bösartig, aber ich würde mir wünschen dass sie ihren voreiligen schritt bereut und sich dieser auch tatsächlich als solcher herausstellt. vielleicht um sie zurück zubekommen, vielleicht um genugtuung zu erhalten. wahrscheinlich ist es eine mischung aus beidem, ich bin mir da nicht sicher. ich bin ununterbrochen am abwägen was für ein scheitern spricht und was dagegen. vieles spricht dafür aber das ist alles spekulation. vielleicht bräuchte ich auch nur geduld aber die habe ich diesbezüglich definitiv nicht.
das schlimme daran ist, dass ich deshalb nicht mehr weiss wie ich mich verhalten soll und ich nur noch am taktieren und spekulieren bin, ich weiss das klingt schlimm. würde ihr eigentlich gerne den kontakt verbieten, habe aber angst damit das "bereuen" zu gefährden und bringe es deshalb nicht fertig. andererseits könnte es das "bereuen" beschleunigen. in diesem kreis drehe ich mich ständig!!!
am besten wäre abhaken und sich für sie nicht mehr zu interessieren, was aber, wie die meisten hier wissen, nicht so einfach ist.
wie finde ich meinen frieden unabhängig von ihrem (un)glück ??? ??? ???