Zitat von Rebi99:Ich leide, seit ich 4 bin (inzwischen 15) an einer Persönlichkeitsstörung. Klingt jetzt ganz harmlos, doch wenn ich mit fremden Menschen rede oder sie mich ansehe falle ich in Ohnmacht. Schizoide Persönlichkeitsstörung nennt sich das ganze.
Ich kann schlecht, wenn nicht sogar gar keinen sozialen Kontakt aufbauen.
Immer wieder frage ich mich, warum es mich erwischt hat. Okey ich habe eine beste Freundin, welche ich aber ach schon mein ganzes Leben kenne und welche mein einziger sozialer Kontakt ist. Meine Eltern schämen sich für mich, obwohl sie wissen, dass ich nichts dafür kann. Ich sitze immer in meinem Zimmer und kann ohne Begleitung nicht aus dem Haus, außer ich sitz auf meinem Roller, denn da kann mich niemand erkennen, wegen dem Helm. Es ist das einzige, was ich wirklich machen kann.
Einmal zu spüren, wie es sich anfühlt mir jemanden Arm in Amr im Bett zu liegen und am nächsten Tag aufzuwachen und zu wissen, dass man nicht alleine ist.
Einmal nur Gefühle zu zulassen und zu wissen, dass er dich nicht wegen deiner Krankheit hängen lässt.
Ihn bei sich zu haben und zu wissen, dass es jemanden gibt, der für dich da ist.
Nun stellt sich mir die Frage
Gibt es so einen Jungen überhaupt?
Ja ich glaube an die große Liebe, aber gibt es die für jeden?
hallo rebi
ja, die große liebe gibt es für jeden, weil sie in uns selbst ist und von da aus können wir sie auch einem anderen geben indem wir uns liebevoll verhalten und so unsere liebe ausdrücken.
persönlichkeitsstörungen fallen nicht vom himmel, sie haben eine ursache. auffällig ist für mich, dass du schon seit deinem 4. lebensjahr darunter leidest und das deine eltern sich für dich schämen. dafür gibt es keinen grund, ausser, dass es sie selbst erinnern könnte wo sie als eltern nicht präsent genug waren und dir helfen konnten, damit diese störung nicht dieses ausmaß erreichen bräuchte. gab es da etwas in deinem 4. lebensjahr, was diese ängste ausgelöst haben könnte ? ein ereignis ?
deine eltern sollten dich lieben, annehmen, achten und wertschätzen können, so wie du bist auch und gerade wenn du ängste hast, und dich bei allem unterstützen und dir helfen. schliesslich bist du ihr kind.
es wundert mich nicht, das du deshalb mit einem gefühl des alleinseins bist und mit einer sehnsucht nach nähe und zuneigung.
für eine angstkrankheit braucht sich niemand schämen, du auch nicht ! und es gibt fachliche hilfe, die dir da heraushelfen könnte. vielleicht hilft dir ein klinikaufenthalt in einer psychosomatischen fachklinik, die sich auf angststörungen spezialisiert hat.
spreche unbedingt mit deinem arzt darüber, er wird dir weiterhelfen, wenn du dich allein nicht traust nehme deine gute freundin mit !
vielleicht kann es dir helfen umzudenken und das, was du hast, als eine störung sehen, die deine persönlichkeit einschränkt weil die dich wegen deiner ängste nicht wirklich am vollen leben teilnehmen läßt.
an krankheit zu denken kann zusätzlich auch noch mehr zum krank fühlen beitragen.
ohnmacht bedeutet sich ohne macht zu fühlen, hilflos ausgeliefert zu sein und nichts tun zu können, aber das ist nicht so, eher kann das in einer schocksituationen geschehen und da kannst du wieder herauskommen.
es gibt viele menschen, die wie du auch eine sozialphobie haben, manchen konnte eine verhaltenstherapie weiterhelfen.
als selbsthilfe finde ich die aus der energetischen-medizin kommende EFT-Anwendung hilfreich, die du unterstützend zur therapie auch zu haus für dich selbst anwenden kannst, einige therapeuten und heilpraktiker arbeiten mit guten erfolgen damit. über EFT und die wirkung kannst du vieles im netz finden, auch auf youtube.
hole dir schnellstmöglich hilfe. wichtig ist, dass du die für dich passende therapie und den richtigen therapeuten findest, zu dem du vertrauen aufbauen kannst. dann kann bald die angst weichen und wieder mehr freude und leichtigkeit in dein leben zurückkehren.
viel glück und alles gute für dich !