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sebor1992
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@Sincerite
dein Beitrag hat mich sehr getroffen. Ich kämpfe beim Schreiben tatsächlich mit den Tränen. Du benennst einen Punkt, den ich inzwischen verstanden habe: Jana hat mir ihre Erschöpfung und später ihre Enttäuschung mitgeteilt. Statt darauf mit dem nötigen Verständnis einzugehen, habe ich zunächst mit Ironie reagiert und mich später zu sehr darauf konzentriert, meine Absicht zu erklären und mich zu verteidigen. Die Ironie war in diesem Moment unangebracht. Meine Erklärung, dass ich es nicht so gemeint hatte, konnte die Anerkennung ihrer Gefühle nicht ersetzen.
Ich nehme es dir auch überhaupt nicht übel, dass du mich darauf hinweist. In diesem konkreten Punkt gebe ich dir auch absolut recht. Deine Worte berühren mich gerade so tief, weil mir mein Verhalten wirklich verdammt aufrichtig leidtut, diese tatsächlich wichtigste Eigenerkenntnis meinerseits darüber nun wohl zu spät kommt, da ich gleichzeitig befürchte, ihr dieses Verständnis auch nicht vollkommen verstanden entsprechend vermittelt zu haben - weder in meiner WhatsApp-Antwort auf ihre WhatsApp-Absage von Montagmorgen, noch in meiner darauffolgenden WA-Nachricht am Dienstag - möglicherweise nicht klar genug, nicht "wirklich verstanden" genug...🥺😞
Ich weiß nicht, ob bei ihr angekommen ist, dass ich nachvollziehen kann, weshalb sie sich verletzt und nicht ausreichend gesehen gefühlt hat.
Für mich fühlt es sich gerade so an, als sei zwischen meiner inzwischen gewonnenen Erkenntnis und meinen tatsächlichen Worten eine schmerzhafte Lücke geblieben. Ich frage mich, ob ich zumindest dieses Verständnis deutlicher hätte vermitteln können. Ob das ihre Entscheidung verändert hätte, weiß ich nicht.
Vor meiner jetzigen Tätigkeit habe ich nämlich selbst rund zwei Jahre als Sachbearbeiter in der Wirtschaftlichen Jugendhilfe einer mittelgroßen deutschen Stadt mit einem hohem Millieubrennpunkt-Anteil gearbeitet. Daher kenne ich die Belastungen in einem Jugendamt - bei den Sozialpädagoginnen und -pädagogen ebenso wie in der Verwaltung, gerade bei Personalmangel und hoher Fluktuation. Schließlich hat diese Belastung hat auch zu meinem damaligen Berufswechsel beigetragen, aber das hier nur am Rande. Ich weiß, dass diese Tatsache mich in deinen Augen sogar noch mehr dafür "disqualifizieren" würde, selbst ohne mich als Person näher zu kennen könnte ich dir das in deiner ersten Einschätzung über mich noch nicht einmal verübeln...🥺😞
Sie wusste natürlich davon. Beim gemeinsamen Restaurantbesuch am Freitag sagte sie mir ausdrücklich, dass sie sich gerade WEGEN meines beruflichen Hintergrunds mehr Verständnis von mir gewünscht hätte. Und gerade DAS tut mir rückblickend betrachtet nun besonders weh 🥺😞 Sie hatte einen nachvollziehbaren Grund, dieses Verständnis bei mir zu erwarten. Mein Hintergrund entschuldigt meine Bemerkung deshalb nicht; er macht mir vielmehr deutlich, weshalb sie enttäuscht war.
Auch dein Satz, dass ein Mensch nicht nur ein Körper ist, sondern auch eine Seele hat, geht mir gerade sehr nahe.
Nenn(t) mich komplett bescheuert, bekloppt, geistesgestört, irre, was weiß ich...
Ich habe schon einige Körbe in meinem bisherigen Leben erhalten - und sicherlich auch schon einige Körbe anderweitig verteilt, darum geht es hier auch eigentlich nicht. Passiert, gehört zum Leben dazu - das verstehe ich, vollkommen.
Und auch ohne jetzt mit einer Art Podest-Stellung oder einem vermeintlich noch bei mir vorhandenen Dopamin-Tsunami anzufangen bzw. "übertreiben zu wollen": Sie war / ist ein für mich einfach wundervoller Mensch - und das NATÜRLICH mit all ihren eigenen Gefühlen, Sehnsüchten, Bedürfnissen und Wünschen, Ängsten und Belastungen - den ich einfach nur gerne weiter kennengelernt hätte...
Gerade deshalb schmerzt es jetzt umso mehr, dass ich ihr in diesem Moment nicht die "einzig richtige wie nötige Art" von Aufmerksamkeit und Rücksicht entgegengebracht habe - etwas das sie in diesem Moment einfach nur gebraucht und sich von mir gewünscht hätte, ja 🥺😞 Dass sie mir viel bedeutet hat, hätte sich auch darin zeigen müssen, wie ich mit ihrer Erschöpfung und Enttäuschung umgehe.
Weshalb ich in diesen Moment aber so reagiert habe? Das wüsste ich auch einfach nur zu gerne 😞 Ich möchte dafür auch keine Erklärung suchen, die meine Verantwortung kleiner macht. Ich sehe und erkenne ja selbst mittlerweile, dass ich da zu schnell in die Verteidigung gegangen bin, statt verdammt nochmal einfach einmal innezuhalten und ihr "wirklich" zuzuhören.
Das spätere Nicht-Absagen war natürlich ebenfalls ein riesengroßer Fauxpas und Fehler mit all seinen entsprechenden und folgerichtigen Konsequenzen - das war einfach nur dumm und riesengroßer Mist von mir, da brauchen wir auch garnicht mehr drüber reden. Mit meinen Aussagen über Schwarz-Weiß-Denken und dem Vergleich mit ihrem Ex-Freund konnte ich zusätzlich den Eindruck vermitteln, ihre Enttäuschung infrage zu stellen. Ich wollte ihre Wahrnehmung damit niemals untergraben oder sie manipulieren. Trotzdem erkenne ich, dass meine Worte dahingehend verletzend gewesen sein können.
Glaube mir, ich hätte gerade keinen sehnlichsteren Wunsch als die Zeit zurückdrehen - in diesen Situationen einfach anders zu reagieren: ihre Erschöpfung ernst nehmen, einfach transparent und zuverlässig Bescheid sagen und ihre vollkommen menschliche Enttäuschung über diese beiden Momente vom besagten Wochenende anhören, ohne mich sofort zu rechtfertigen. Auch, dass ich das nicht rückgängig machen kann, macht mich gerade sehr traurig. Es tut mir aufrichtig leid, dass ich einen Menschen verletzt habe, der mir so viel bedeutet 😞
Gerade daher rührt wohl - mindestens unterbewusst - mein Wunsch, ihr dieses Verständnis noch einmal mitzuteilen und etwas wiedergutzumachen. Und klar, natürlich habe ich auch gerade gleichzeitig weiterhin Gefühle für sie und wünschte mir ebenso eine weitere Chance. Ich möchte ehrlich sein: Diese Hoffnung gehört zu meinem Kontaktwunsch dazu. Ich weiß aber mittlerweile auch, dass meine Reue sie weder zu einer Antwort noch gar zu einem weiteren Treffen verpflichtet.
Zwar möchte ich auch nicht alle pauschalen Aussagen über meinen Charakter so übernehmen oder so stehen lassen - deinen konkreten Hinweis hierzu nehme ich jedoch sehr ernst. Das habe ich begriffen. Ich möchte ja daran arbeiten, ihre Gefühle anzuerkennen, auch wenn ich mich selbst gerade missverstanden fühle.
Im Moment bin ich einfach nur traurig, fühle mich vollkommen leer und ratlos 😞
Auch wenn ich weiß, dass du für sie jetzt natürlich nicht sprechen kannst - so würde mich deine ehrliche Meinung hierzu dennoch gerne interessieren:
Würdest du mir sagen, dass es nun für mich dazu gehört, entsprechende Verantwortung zu übernehmen, ihre Entscheidung so zu akzeptieren und die gewonnene Erkenntnis darüber für mein weiteres Leben mitzunehmen - auch wenn ich ihr anhand dem oben geschriebenen gerne nur noch ein allerletztes Mal hätte sagen wollen, was ich inzwischen wirklich verstanden habe?
(...klingt je nach persönlichen Dafürhalten vermutlich auch sehr melancholisch und nach verdammt viel Drama und Kitsch, ich weiß - wohlwissend, dass das wahre Leben in weiten Teilen eben kein Liebesfilm ist und bei solchen Situationen meist auch kein entsprechendes Happy-End bereithält)
dein Beitrag hat mich sehr getroffen. Ich kämpfe beim Schreiben tatsächlich mit den Tränen. Du benennst einen Punkt, den ich inzwischen verstanden habe: Jana hat mir ihre Erschöpfung und später ihre Enttäuschung mitgeteilt. Statt darauf mit dem nötigen Verständnis einzugehen, habe ich zunächst mit Ironie reagiert und mich später zu sehr darauf konzentriert, meine Absicht zu erklären und mich zu verteidigen. Die Ironie war in diesem Moment unangebracht. Meine Erklärung, dass ich es nicht so gemeint hatte, konnte die Anerkennung ihrer Gefühle nicht ersetzen.
Ich nehme es dir auch überhaupt nicht übel, dass du mich darauf hinweist. In diesem konkreten Punkt gebe ich dir auch absolut recht. Deine Worte berühren mich gerade so tief, weil mir mein Verhalten wirklich verdammt aufrichtig leidtut, diese tatsächlich wichtigste Eigenerkenntnis meinerseits darüber nun wohl zu spät kommt, da ich gleichzeitig befürchte, ihr dieses Verständnis auch nicht vollkommen verstanden entsprechend vermittelt zu haben - weder in meiner WhatsApp-Antwort auf ihre WhatsApp-Absage von Montagmorgen, noch in meiner darauffolgenden WA-Nachricht am Dienstag - möglicherweise nicht klar genug, nicht "wirklich verstanden" genug...🥺😞
Ich weiß nicht, ob bei ihr angekommen ist, dass ich nachvollziehen kann, weshalb sie sich verletzt und nicht ausreichend gesehen gefühlt hat.
Für mich fühlt es sich gerade so an, als sei zwischen meiner inzwischen gewonnenen Erkenntnis und meinen tatsächlichen Worten eine schmerzhafte Lücke geblieben. Ich frage mich, ob ich zumindest dieses Verständnis deutlicher hätte vermitteln können. Ob das ihre Entscheidung verändert hätte, weiß ich nicht.
Vor meiner jetzigen Tätigkeit habe ich nämlich selbst rund zwei Jahre als Sachbearbeiter in der Wirtschaftlichen Jugendhilfe einer mittelgroßen deutschen Stadt mit einem hohem Millieubrennpunkt-Anteil gearbeitet. Daher kenne ich die Belastungen in einem Jugendamt - bei den Sozialpädagoginnen und -pädagogen ebenso wie in der Verwaltung, gerade bei Personalmangel und hoher Fluktuation. Schließlich hat diese Belastung hat auch zu meinem damaligen Berufswechsel beigetragen, aber das hier nur am Rande. Ich weiß, dass diese Tatsache mich in deinen Augen sogar noch mehr dafür "disqualifizieren" würde, selbst ohne mich als Person näher zu kennen könnte ich dir das in deiner ersten Einschätzung über mich noch nicht einmal verübeln...🥺😞
Sie wusste natürlich davon. Beim gemeinsamen Restaurantbesuch am Freitag sagte sie mir ausdrücklich, dass sie sich gerade WEGEN meines beruflichen Hintergrunds mehr Verständnis von mir gewünscht hätte. Und gerade DAS tut mir rückblickend betrachtet nun besonders weh 🥺😞 Sie hatte einen nachvollziehbaren Grund, dieses Verständnis bei mir zu erwarten. Mein Hintergrund entschuldigt meine Bemerkung deshalb nicht; er macht mir vielmehr deutlich, weshalb sie enttäuscht war.
Auch dein Satz, dass ein Mensch nicht nur ein Körper ist, sondern auch eine Seele hat, geht mir gerade sehr nahe.
Nenn(t) mich komplett bescheuert, bekloppt, geistesgestört, irre, was weiß ich...
Ich habe schon einige Körbe in meinem bisherigen Leben erhalten - und sicherlich auch schon einige Körbe anderweitig verteilt, darum geht es hier auch eigentlich nicht. Passiert, gehört zum Leben dazu - das verstehe ich, vollkommen.
Und auch ohne jetzt mit einer Art Podest-Stellung oder einem vermeintlich noch bei mir vorhandenen Dopamin-Tsunami anzufangen bzw. "übertreiben zu wollen": Sie war / ist ein für mich einfach wundervoller Mensch - und das NATÜRLICH mit all ihren eigenen Gefühlen, Sehnsüchten, Bedürfnissen und Wünschen, Ängsten und Belastungen - den ich einfach nur gerne weiter kennengelernt hätte...
Gerade deshalb schmerzt es jetzt umso mehr, dass ich ihr in diesem Moment nicht die "einzig richtige wie nötige Art" von Aufmerksamkeit und Rücksicht entgegengebracht habe - etwas das sie in diesem Moment einfach nur gebraucht und sich von mir gewünscht hätte, ja 🥺😞 Dass sie mir viel bedeutet hat, hätte sich auch darin zeigen müssen, wie ich mit ihrer Erschöpfung und Enttäuschung umgehe.
Weshalb ich in diesen Moment aber so reagiert habe? Das wüsste ich auch einfach nur zu gerne 😞 Ich möchte dafür auch keine Erklärung suchen, die meine Verantwortung kleiner macht. Ich sehe und erkenne ja selbst mittlerweile, dass ich da zu schnell in die Verteidigung gegangen bin, statt verdammt nochmal einfach einmal innezuhalten und ihr "wirklich" zuzuhören.
Das spätere Nicht-Absagen war natürlich ebenfalls ein riesengroßer Fauxpas und Fehler mit all seinen entsprechenden und folgerichtigen Konsequenzen - das war einfach nur dumm und riesengroßer Mist von mir, da brauchen wir auch garnicht mehr drüber reden. Mit meinen Aussagen über Schwarz-Weiß-Denken und dem Vergleich mit ihrem Ex-Freund konnte ich zusätzlich den Eindruck vermitteln, ihre Enttäuschung infrage zu stellen. Ich wollte ihre Wahrnehmung damit niemals untergraben oder sie manipulieren. Trotzdem erkenne ich, dass meine Worte dahingehend verletzend gewesen sein können.
Glaube mir, ich hätte gerade keinen sehnlichsteren Wunsch als die Zeit zurückdrehen - in diesen Situationen einfach anders zu reagieren: ihre Erschöpfung ernst nehmen, einfach transparent und zuverlässig Bescheid sagen und ihre vollkommen menschliche Enttäuschung über diese beiden Momente vom besagten Wochenende anhören, ohne mich sofort zu rechtfertigen. Auch, dass ich das nicht rückgängig machen kann, macht mich gerade sehr traurig. Es tut mir aufrichtig leid, dass ich einen Menschen verletzt habe, der mir so viel bedeutet 😞
Gerade daher rührt wohl - mindestens unterbewusst - mein Wunsch, ihr dieses Verständnis noch einmal mitzuteilen und etwas wiedergutzumachen. Und klar, natürlich habe ich auch gerade gleichzeitig weiterhin Gefühle für sie und wünschte mir ebenso eine weitere Chance. Ich möchte ehrlich sein: Diese Hoffnung gehört zu meinem Kontaktwunsch dazu. Ich weiß aber mittlerweile auch, dass meine Reue sie weder zu einer Antwort noch gar zu einem weiteren Treffen verpflichtet.
Zwar möchte ich auch nicht alle pauschalen Aussagen über meinen Charakter so übernehmen oder so stehen lassen - deinen konkreten Hinweis hierzu nehme ich jedoch sehr ernst. Das habe ich begriffen. Ich möchte ja daran arbeiten, ihre Gefühle anzuerkennen, auch wenn ich mich selbst gerade missverstanden fühle.
Im Moment bin ich einfach nur traurig, fühle mich vollkommen leer und ratlos 😞
Auch wenn ich weiß, dass du für sie jetzt natürlich nicht sprechen kannst - so würde mich deine ehrliche Meinung hierzu dennoch gerne interessieren:
Würdest du mir sagen, dass es nun für mich dazu gehört, entsprechende Verantwortung zu übernehmen, ihre Entscheidung so zu akzeptieren und die gewonnene Erkenntnis darüber für mein weiteres Leben mitzunehmen - auch wenn ich ihr anhand dem oben geschriebenen gerne nur noch ein allerletztes Mal hätte sagen wollen, was ich inzwischen wirklich verstanden habe?
(...klingt je nach persönlichen Dafürhalten vermutlich auch sehr melancholisch und nach verdammt viel Drama und Kitsch, ich weiß - wohlwissend, dass das wahre Leben in weiten Teilen eben kein Liebesfilm ist und bei solchen Situationen meist auch kein entsprechendes Happy-End bereithält)