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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Balu85
Zitat von H-Moll:
Die meisten. Es ist nicht eine Frage des Geldes, aber sehr wohl eine Frage der Anerkennung. Und die erfolgt wie im Leben immer nicht durch Worte, sondern durch Taten.

hm...aber das Thema 'Karriere" kommt doch immer dann auf wenn es um Geld geht, finanzielle Abhängigkeit usw. jetzt geht es um Anerkennung.
Ich frage mich oftmals wirklich ob der berufliche Werdegang bei so vielen wirklich anders gewesen wäre. Vermutlich eher nicht.

#4726


So-What
@Balu85

Ich glaube tatsächlich, dass das Thema Anerkennung bei Männern ein größeres ist als bei Frauen. Und irgendwie ist schon noch verankert, dass sich Männer diese über den Beruf holen und sich darüber ein großes Stück definieren. In verschiedenen Formen, nicht nur über das Geld allein.
Und über Sex. Nicht nur über ihren BC in Form einer Zahl.
Es geht beruflich erfolgreich und ein Sexgott zu sein. Und das wird nicht unmittelbar mit einer Eignung als Vater in Verbindung gebracht.

Und viele Frauen definieren sich als Ehefrau und Mutter. Karriere und Erfolg, keinen Trauschein und keine Kinder machen eher männlich. Karriere und Mutter-Sein klingt immer noch falsch in vielen Ohren. Und die Freiheit sich sexuell ausgelebt zu haben auch.
Unterschiedliche Bewertungsansätze. Ist ja hier auch mehrfach nachzulesen.

Und weil das in den Köpfen tief unbewusst verankert ist, wird der Weg eben so gegangen, wie es erwartet wird. In meinem Umfeld haben weniger Frauen ihr Augenmerk auf ihren beruflichen Werdegang gelegt. Und eher nach Familie gesucht, in der man automatisch die Rolle als Organisator einnimmt, Teilzeit arbeitet etc.. Deshalb...

Zitat von Balu85:
Ich frage mich oftmals wirklich ob der berufliche Werdegang bei so vielen wirklich anders gewesen wäre. Vermutlich eher nicht.

Vermutlich nicht.

Zumindest beobachte ich das.

Nachtrag: Nicht, dass ich das genauso sehe oder verstehen könnte.

x 1 #4727


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Fenjal
Zitat von So-What:
Wir leben nun mal in einem Sozialstaat. Und zwar schon etwas länger.



Richtig und trotzdem gehören Alleinerziehende und Rentnerinnen zu den Gruppen, die am stärksten von Armut bedroht sind.
Warum, frage ich dich, in einem Land das Sozialleistungen raushaut, wie kein anderes.

Es ist nicht so, dass ich nicht unterstütze, 2 ältere Frauen im Dorf bekommen regelmäßig Lebensmittel, mir tut das nicht weh, ihnen hilft es ungemein.
Wenn ich Pasteten mache oder Leberwurst, Salami, Fleisch, denke ich an sie, etwas jünger als meine Oma sind sie.
Haben in der Landwirtschaft gearbeitet, beziehen nur eine kleine Rente... das sind die Verlierer dieses Systems, ältere Menschen, die hart gearbeitet haben, aber nicht junge Frauen, die lieber in TZ arbeiten, anstatt vorzusorgen.

Was Pflege angeht, das Argument,...wir gebären die Pflegenden von morgen - lach -, sehe ich auch die größer werdenden Personallücken,... die man weder mit finanziellen Anreizen noch mit mehr Professionsalisierung füllen kann, es gibt hier keine Wundermittel.
Auch Arbeitszeiten 24/7 befeuern das System im negativen Sinn.
Altersgrenzen für Maximaltherapie wäre eine Option.
Ansonsten steht dieses System an der Wand, etwas was wir alle künftig zu spüren bekommen.

#4728


FloraVita
Über eine Mücke sich empören, während ein Krokodil sein Maul aufreißt um zuzuschnappen... Kopfschüttelnder Smiley

x 2 #4729


Löwenzeh
Zitat von Fenjal:
Warum, frage ich dich, in einem Land das Sozialleistungen raushaut, wie kein anderes

Ja, warum funktioniert kein "Bisschen Kit" auf morschem Untergrund?
Vielleicht ist es der Staat,der permanent Scheize baut und Geld verbrennt und
nicht die Mütter, die sich den A. aufreißen um am Ende geschieden in Altersarmut dahinzusiechen.

Vielleicht hat die Welt mehr Facetten, als manch einer sieht.

x 2 #4730


Fenjal
Zitat von Löwenzeh:
Vielleicht ist es der Staat,der permanent Scheize baut und Geld verbrennt und

Na, wir haben die Regierung gewählt, die Konsequenz trifft uns nun.
Da gibt es nichts zu jammern.
Deutschland gibt im EU Vergleich am meisten für das Gesundheitswesen aus.
Mal ein paar Zahlen, Sozialleistungen machten 2025 ca 32% des BIP Produktes aus, das geht in die Billionen.
Das nur mal am Rand.

x 1 #4731


Löwenzeh
Zitat von Fenjal:
Na, wir haben die Regierung gewählt

Oh ja, großartige Wahl;
welchen Tod wünschst du dir, Cholera oder Pest.

Ja, selbst schuld passt immer, vor allem den Politikern.
Die kultivieren ja dieses vermeintliche "Wir", das alle in die Verantwortung nimmt - sich selbst ausgeschlossen versteht sich.
Ne, das plappere ich nicht nach.
Ist mir alles zu verlogen.

Zitat von Fenjal:
Deutschland gibt im EU Vergleich am meisten für das Gesundheitswesen aus.

Ja, und?
Findest du, das Gesundheitswesen läuft rund?
Kaufst du dir das teuerste Smartphone, weil du glaubst, es ist dann automatisch auch das Beste?

Geld ausgeben und sinnvoll investieren sind zwei Paar Schuhe, das ist doch sonst auch dein Text.

x 2 #4732


Ameise_78
Zitat von Löwenzeh:
Findest du, das Gesundheitswesen läuft rund?

Wer das denkt glaubt sicher auch, dass die Erde eine Scheibe ist...

Sorry, hatte nur diesen Kommentar gelesen, dem ich insgesamt zustimme. Sonst nichts von der Diskussion. Beziehe mich also auch lediglich darauf. 👍

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Löwenzeh
Zitat von Ameise_78:
Wer das denkt glaubt sicher auch, dass die Erde eine Scheibe ist...

Oder hat das Glück, nicht darauf angewiesen zu sein.
Privat versichert oder gesund geht auch klar. Sei halt gesund und vermögend! Nicht?
Selbst schuld, wer denn sonst🙄

x 1 #4734


Ameise_78
@Löwenzeh
💯

x 1 #4735


Fenjal
Tja der Deutsche ist der Spitzenreiter in Arztkonsultationen in Europa, 9,6 pro Nase 👉 absoluter Rekord,... warum?
Im Herzen Europas wohnen die kränksten Menschen?

#4736


HappyMike
Das passt hier dazu. Am 30.07.2026 veröffentlicht:
"Wer abnimmt, trennt sich eher von seinem Partner. Das Internet nennt das jetzt "Ozempic-Divorce"
Das gesteigerte Selbstbewusstsein nach dem Gewichtsverlust führt zu Krisen in Beziehungen. Was man dagegen tun kann."

Hier der ganze Artikel (kostenlos): https://www.derstandard.at/story/300000...get&rank=3

#4737


Balu85
Zitat von So-What:
Und weil das in den Köpfen tief unbewusst verankert ist, wird der Weg eben so gegangen, wie es erwartet wird. In meinem Umfeld haben weniger Frauen ihr Augenmerk auf ihren beruflichen Werdegang gelegt. Und eher nach Familie gesucht, in der man automatisch die Rolle als Organisator einnimmt, Teilzeit arbeitet etc.. Deshalb...

hm, ja, nein, vielleicht. Also alles möglich. Und auch irgendwie immer irgendwie anders. Wie schon in anderen Themen mehrfach gesagt, kenne ich das aus meinem Umfeld weniger. Das mag aber vor allem den HIntergrund haben das es in meiner Region historisch anders gewachsen ist.
Aber sobald es um Ehe/Kinder und dann die Trennung geht wird von einigen "der Verzicht auf Karriere" in dem Raum geworfen. Natürlich immer von außen auferlegt. Der Mann hingegen konnte durchstarten.
Und an dieser Darstellung habe ich so meine Zweifel. Nicht das es sowas nicht gibt. Doch das wird es. Aber ich denke das die Mehrheit einfach arbeiten geht. Der Mann ist vor der Geburt der Kinder z.B. Mechaniker und ist es auch danach. Evtl. hat er nen Meister gemacht und wird irgendwann Werkstattmeister. Aber das war es dann auch.
Auch der Ruf nach "Ausgleichzahlungen" ist mir irgendwie, naja befremtlich. Klar Wenn sich ein Paar ausdrücklich dazu entscheidet und einer fast garnicht arbeiten geht und das Einkommen des anderen so gut ist das sie als Familie davon leben können (so wie sie es wollen). Aber auch das ist doch eher die Ausnahme als die Regel. Früher ging das wohl mal, aber heute ist das zunehmend schwerer.
Und dann gibt es für mich in meinem Umfeld auch keinen nennenswerten Grund warum länger als 1 Jahr zuhause geblieben werden muss. Die Krippen/Kita-Verfügbarkeit ist hier nicht ganz schlecht. Auch wenn man manche Öffnungszeiten eher überdenkenswert sind. Aber die zwingende Notwendigkeit "eine/r MUSS zuhause bleiben" besteht doch eher selten. Wie gesagt, das ist regional natürlich sehr unterschiedlich.

#4738


So-What
Zitat von Balu85:
Klar Wenn sich ein Paar ausdrücklich dazu entscheidet und einer fast garnicht arbeiten geht und das Einkommen des anderen so gut ist das sie als Familie davon leben können (so wie sie es wollen). Aber auch das ist doch eher die Ausnahme als die Regel.

In meinem Umfeld ist es die Ausnahme, dass man nach einem Jahr arbeiten geht. Und wenn, dann max. halbtags. Ich kenne viele, deren Kinder schon im Jugendalter sind und trotzdem max. halbtags oder ein-zwei Tage die Woche arbeiten. Mitleid mit mir als arbeitende Frau, mit uns als Familie (weil wir in den Augen der anderen das finanziell so handhaben MUSSTEN), mit meinem Kind (weil er in die Kita musste und angeblich später niemand hatte, der mit ihm nach den HA guckt) und mit meinem Mann, der ja davon betroffen war, dass das organisatorische Veränderungen bzgl. des Haushalts mit sich bringt...das kenne ich alles. Tatsächlich wollte ich arbeiten, weil ich es gern tue. Habe viel Aufwand für meine Ausbildung betrieben und mehr als mein Ex-Mann verdient. Abhängigkeit kam und kommt für mich nie in Frage.

Das ist tatsächlich bei vielen Müttern, die ich kenne, nicht so. Viele wollen tatsächlich nicht und es ist ihnen eher lästig. Kinder selbst zu betreuen wird sehr ernst genommen. Manche machen es tatsächlich, weil ihnen das Geld als Familie zusätzlich gut tut oder auch gebraucht wird. Vielen Männern ist es auch gerade recht, wenn die EF mehr Zeit zuhause hat, weil sie zuhause den bequemeren Part (Haushalt erledigt, Kinder versorgt) haben.
Manche Ecken hinken da echt noch etwas der Zeit hinterher. Aber den meisten geht es auch finanziell (noch) ziemlich gut. Wir haben sehr große, gut bezahlende Arbeitgeber vor der Haustüre. Oftmals Erspartes und Grund und Boden in langem Familienbesitz, was Starthilfen für die Nachkommen in Form von Schenkungen möglich macht.

Ich will das auch nicht bewerten. Soll jeder machen, wie er will. Für mich wäre es halt nix. Ich wurde schon anders erzogen, wie die meisten. Meine Eltern hatten schon immer Arbeitsteilung. Meine Mutter wäre vermutlich in klassischer Rollenverteilung auch nicht glücklich geworden.

Zitat von Balu85:
Und dann gibt es für mich in meinem Umfeld auch keinen nennenswerten Grund warum länger als 1 Jahr zuhause geblieben werden muss. Die Krippen/Kita-Verfügbarkeit ist hier nicht ganz schlecht.

Gibt es aus meinem Blickwinkel auch nicht. Auch wir hier haben eine gute Kita-Versorgung.

#4739


Fenjal
Zitat von So-What:
Auch wir hier haben eine gute Kita-Versorgung.

Das wird hier im Forum größtenteils bestritten und als Argument gebracht, warum nur TZ möglich ist.

Auch wenn 1 Auskommen reicht, ist es für die Frau 100% besser zu arbeiten auch wenn sie davon " nur" ihre Alterssicherheit bedient.
Denn, wer sich einzig finanziell auf den Galan verlässt, der wird uU im Alter auf Sozialleistungen angewiesen sein.

#4740


A


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