Die Klassische Rollenverteilung ist doch mehr oder weniger heutzutage kaum noch möglich.
Jedenfalls nicht für den "Durchschnittsbürger". Wenn man Kinder haben möchte, sind meistens zwei Einkommen nötig.
Ich persönlich kenne auch keinen Mann, der, selbst wenn es finanziell möglich wäre, es begrüßen würde,
das die Frau den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause hockt. Zumindest nicht wenn die Kinder in die Kita gehen können.
Zitat von Balu85: Das ist aber wirklich regional sehr sehr unterschiedlich. Die Verfügbarkeit ist das eine, bezahlbar das andere. Das habe ich auch schon mitbekommen durch Freunde oder Bekannte in anderen Ecken des Landes.
Ist so. Ich bin Brandenburger - die Kitaplätze (Potsdam mal ausgenommen) sind vorhanden (auch mit 8 Stunden Betreuung) und erschwinglich. Schon in der DDR-Zeit war es für die Frau üblich, zeitnahe wieder arbeiten zu gehen.
Normale Lebensrealität die sich bis heute gehalten hat.
Wenn ich da an unsere Bekannte aus Bad Aibling (bei Rosenheim) denke.....Da war das Kind halbtags in der Kita...zum Mittagessen musste es nach Hause geholt werden. Wie will man (Frau) da arbeiten gehen, und relevant zum Einkommen beitragen? Und dann waren die Gebühren für die Kita auch noch "unverschämt".
Ist schon ein paar Jahre her, wie es heute dort vor Ort aussieht, kann ich nicht sagen.
Er ist Ingenieur und hat ein sehr gutes Einkommen. Sie ging stundenweise arbeiten (Physiotherapeuthin). Und dennoch reichte das Geld kaum. Er muss Überstunden leisten - ist in einer Führungsposition und ist auch im Urlaub erreichbar.
Sie machte sich "abhängig" von seinen Finanzen und Er machte sich "abhängig" davon, das Sie ihn aufgrund seiner Arbeitsbelastung (und somit relativ wenig in der Lage im Haushalt zu helfen), nicht mit den Kindern verlässt und er dann trotzdem finanziell für alle aufkommen muss.
Ich sehe in einer Partnerschaft/Ehe, gerade mit Kindern, nicht nur die eine "abhängige" Seite. Sie muss darauf vertrauen, das er sie weiterhin finanziell unterstützt und er muss darauf vertrauen, das Er weiterhin Teil einer inkakten Familie ist. Gerade heutzutage ist es "leicht", den (Ehe)Mann zu verlassen. Dann verliert er praktisch sein Lebensinhalt.
Wem das politisch zu inkorrekt ist, der vertausche die Geschlechter.
Ergo....Sie möchte gern mehr arbeiten und kann nicht, und er möchte gern mehr Zeit für die Familie haben und kann auch nicht. Für beide kein Zustand der erstrebenswert ist. Nun könnte man sagen, dann halt keine Kinder in die Welt setzten und
das "freie" Geld und die "freie" Zeite in den Konsum stecken und sich ein "gailes" Leben machen. Kann nicht jeder, denn der biologisch begründete Wünsch nach Kindern ist in jedem von uns verankert. Bei machen weniger als bei anderen.