VictoriaSiempre
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Zitat von Kibo:Ja ich glaube ich werde einfach mir selbst ein bisschen treuer sein und versuchen zu akzeptieren, dass ich einfach nicht so oft etwas mit meiner Familie unternehmen möchte.
Das hört sich jetzt aber ganz anders an, als „Ich finde Familienleben grundsätzlich abstoßend“

Du bist nicht der erste und wirst leider auch nicht der letzte sein, der aus einer vielleicht dysfunktionalen Familie kommt und dadurch geprägt wurde. Sobald jemand das erkennt, ist es hilfreich, drauf zu gucken, um das nicht als normal zu empfinden, es aufzudröseln und nicht in die gleichen Verhaltensmuster zu verfallen. Das wäre Dein Part.
Zitat von Kibo:Eigentlich sind es die Schuldgefühle, die mir zu schaffen machen, aber das liegt dann wohl an mir, ob ich welche empfinde...
Schuldgefühle? Deinem Vater gegenüber? Deiner Schwester, Deinem Neffen, dem kleinen Kibo in Dir? Ja, das ist auch Dein Part, das für Dich zu klären.
Zitat von Kibo:Ich genieße ja auch die Zeit mit der Familie, aber einfach sehr selten.
Es ist doch völlig okay, wenn Du Dir Deine Zeit mit der Familie so dosierst, wie es Dir gut tut

Ne Einbahnstraße ist das natürlich nicht. Egal, ob Familie oder Freunde - wenn eine/r nur abschöpft, dann funktioniert das nicht auf Dauer. Du liest Dich für mich allerdings nicht so, als ob Du so drauf wärst.
Zitat von Kibo:Ich bin nur am überlegen, ob ich das Thema in meiner Familie so "groß" ansprechen möchte, oder ob ich einfach komme, wenn ich Zeit habe und die Vorwürfe dann abhandel, wenn sie ausgesprochen werden.
Kann es sein, dass Du Dir selber viel mehr Stress machst als alle Menschen um Dich herum? Dass Du im vorauseilenden Gehorsam schon mal alles durchdenkst und planst und voraussetzt, damit der kleine Kibo auch ja lieb gehabt wird?
Ich würde das an Deiner Stelle nicht groß ansprechen, ich würde meine Grenzen setzen und danach handeln. Vielleicht kommen ja noch nicht mal die Vorwürfe, die Du Dir vorab bereits ausmalst
