Zitat von Blindfisch: Wenn ihr was fehlt, warum kann sie nichts sagen? Warum wird erwartet, das er Gedanken lesen kann?
Es geht mir nicht ums Gedankenlesen. Ich persönlich erwarte das auch von niemandem. In meinem Beispiel fragt er ausdrücklich nach, was fehlt. Genau darin zeigt sich für mich echtes Interesse am anderen: nicht alles wissen zu müssen, sondern verstehen zu wollen, was den anderen bewegt.
Zitat von Blindfisch: Ohne jetzt groß auf einen "Geschlechterkampf" aus zu sein, aber ich habe noch nie von einem Mann gehört, das er in einer Beziehung 90% zufrieden ist. Viele sind froh, wenn es 70 oder 75 % sind.
Vielleicht sind Männer da pragmatischer unterwegs.
Wenn etwas fehlt, um sich in der Beziehung rundum wohlzufühlen, interessiert mich, ob das dazu anregt, einander besser zu verstehen und gemeinsam zu wachsen, oder ob man irgendwann resigniert und sagt: „Der andere ist eben so.“
Ich frage mich, ob deine Aussage vielleicht auch so gemeint sein könnte: „Sei froh, dass du zu 90 % zufrieden bist. Viele wären schon mit deutlich weniger zufrieden.“
Zitat von Ameise_78: Tatsächlich würden die allermeisten Männer so nie reagieren, denke ich. Ausnahmen vielleicht.
(Und ich mag Männer wirklich gerne, kenne viele und hab absolut keinen Geschlechterkonflikt in mir
Mit der Haltung „Männer sind eben so …“ tue ich mich ehrlich gesagt schwer. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn es heißt: „Frauen sind eben so.“
Wenn wir etwas von vornherein als unveränderlich betrachten, wird Weiterentwicklung ausgeschlossen, bevor sie überhaupt eine Chance bekommt. Und genau das finde ich ernüchternd.
Mir schwirrt gerade echt der Kopf.
