lovely29
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ich habe schon einige Beiträge über die Trennung von meinem Freund verfasst, aber ich komme noch immer nicht mit der Situation zurecht und deswegen habe ich mich entschieden mich nochmal hier zu melden, in der Hoffnung auf tröstende Worte.
Mein Freund hat sich vor etwas mehr als zwei Monaten getrennt, nachdem er mich als ich an dem Tag zu ihm kam noch mit: "Schön, dass du da bist, freu mich dich zu sehen" begrüßt hat, er von Verlobung und der großen Liebe geredet und noch mit mir geschlafen hat. Zwei Stunden später meinte er dann er wolle mehr alleine mit seinen Freunden machen und wolle die Beziehung nicht mehr. Auf verschiedene Lösungsansätze meinerseits für dieses "Problem" wollte er nicht eingehen.
Zwei Wochen später meldete er sich wieder bei mir, schrieb mir täglich und wollte ca. drei bis vier Mal die Woche was machen, teilweise mit ein oder zwei Übernachtungen zusammen, hat für mich gekocht, mich mit dem Auto abgeholt und mir Geschenke gemacht. Es war alles wie in einer Beziehung, nur dass er es nicht mehr so nennen wollte. Er sagte, an den Gefühlen würde es bei ihm nicht scheitern, er hätte immer den Drang in meiner Nähe zu sein, er würde mich vermissen und wolle der Einzige sein, der mit mir schlafen darf. Er hat mir auch einen Brief geschrieben, dass er nicht abgeneigt sei es nochmal zu versuchen, etc.
Vor knapp drei Wochen kam dann plötzlich eine WhatsApp- Nachricht, dass er immer noch hin und her gerissen sei aber es nicht nochmal versuchen wolle, dass es so "besser für ihn" sei und er nicht mehr glaube, dass es passt. Und das drei Tage nachdem er sich die ganze Nacht lang an mich geklammert hatte und ständig kuscheln wollte. Er hat sich auch mehrfach darüber beschwert, dass ich nicht von mir aus auf ihn zukomme um zu kuscheln, etc.
Ich fühle mich nun so wertlos, weil er mir seine letzte Entscheidung nicht einmal mehr persönlich mitteilen konnte und habe teilweise einfach das Gefühl, dass er sich das nicht getraut hat, weil er vielleicht Angst davor hatte, nicht bei seiner Entscheidung bleiben zu können, wenn er mich persönlich sieht und merkt, dass er vielleicht doch noch zu viele Gefühle für mich hat.
Seit dieser WhatsApp-Nachricht vor drei Wochen habe ich nichts mehr von ihm gehört, es scheint als ginge es ihm gut. Er ist übrigens 20 und wir waren ca. 14 Monate zusammen.
Diese Trennung kam für mich aus dem nichts. Viele sagen, dass es keine plötzlichen Trennungen gibt, aber ich entdecke selbst im Nachhinein keine Anzeichen. Eine Woche vor der Trennung waren wir noch gemeinsam im Stadion bei seinem Lieblingsverein, er betonte mehrfach wie glücklich er mit mir sei und das wir das öfter machen sollten. Vier Tage vor der Trennung wäre ein Konzert gewesen, für das er mir einen Monat vorher noch Karten geschenkt hatte. Das Konzert wurde wegen Corona leider verschoben und er betonte, wie schade er es fände, dass wir dort jetzt nicht zusammen wären, aber dass er sich darauf freue mit mir gemeinsam zu dem Ersatztermin im August zu gehen.
Ich vermisse ihn von Tag zu Tag mehr und habe einfach das Gefühl, dass die Trennung total sinnlos war und aus einer Laune von ihm heraus. Er hat immer gesagt, ich sei das Beste was ihm passieren konnte und wir waren für alle das Traumpaar schlechthin. Streit gab es selten.
Wie schaffe ich es die Trennung zu akzeptieren? Ich wünsche mir ständig all die schöne gemeinsamen Momente zurück, die es wirklich zur genüge gab und kann mir einfach keinen besseren Freund als ihn vorstellen. Ich habe das Gefühl ich werde nie auf hören ihn mir zurückzuwünschen. Ich will einfach nur ihn. Mir würde selbst jetzt nichts einfallen, was in der Beziehung hätte besser laufen können.
Ist es euch vielleicht schon einmal ähnlich ergangen und könnt ihr mir berichten, wie ihr es geschafft habt, die Situation zu akzeptieren und ob ihr wieder jemanden gefunden habt, mit dem ihr glücklich seid?
Liebe Grüße