Zitat von thegirlnextdoor: Das Kind, das eines Ehrenkodex wegen für immer mit seinem Elternteil bricht, gibt es nicht - es sei denn es war nie eine echte Bindung vorhanden!
Jugendliche mögen ja teilweise extrem in ihren Ansichten wirken, doch so extrem sind sie dann auch nicht.
Zitat von thegirlnextdoor: Oftmals ist es ja auch einfacher, dem wütenden Kind dann zuzustimmen "jaja, du hast Recht... der Papa ist schon ein Mistkerl". (Wenn das große Kind wütend ist und sich selbst aufregt.)
Sorry, aber das wirkt ein bisschen wie Autosuggestion.
Ersteinmal gibt es keine Verallgemeinerungen. Man kann nicht mal eben ein Urteil über sämtliche Eltern - Kind Beziehungen führen.
Und dann gibt es sowas sehr, sehr wohl. Mir selbst sind sogar einige bekannt. Es wirkt ehrlich gesagt ziemlich unreflektiert zu sagen "Naja gut, das liegt aber dann entweder nur daran, dass die bösen anderen Erwachsenen den Kindern Flöhe ins Ohr setzen!", oder noch besser "Dann war die Beziehung zu den Kindern eh nicht gut"....ich meine lese dir das Argument mal noch einmal durch. Was kann denn ein 8 jähriges Kind dafür, dass die Beziehung zum (sagen wir mal Vater) nicht gut ist?! Nichts kann es dafür. Und wieso ist das eine Legitimation dafür seine Kinder "in Stich" zu lassen durch Kontaktabbruch? Im Grunde sagst du damit "Naja, er war eh ein schlechter Vater. Dann kam halt die Trennung und er war ganz weg. Aber vielleicht besser so, denn die Beziehung war beidseitig nicht gut."... Ich wette sehr viele, dann im Grunde jedes 8 jährige Kind, spätestens wenn es mal älter wird sich eher denkt "Ich hätte gerne einen Vater gehabt der da ist", als dass es denkt "Naja unsere Beziehung war eh eher mau".
Alles andere ist komplettes Wunschdenken und irgendwie liest sich hier einiges so, als wenn es von Leuten kommt, sie sich einreden wollen, dass es schon alles ganz gut ist wie sie agiert haben. Autosuggestion halt.
Zitat von Balu85: ja das hast du richtig verstanden. Auch als es dann mal hieß "XY ist gemein zu mir" und "XY soll wieder ausziehen"....hab ich NF darüber inf. was unsere Tochter mir mitteilte --> mit dem ausdrücklichen Wunsch das ich das bitte der Mama sagen soll.
Das finde ich ehrlich gesagt sehr schwierig.
Gerade durch die Trennung sollte doch die Bindung zum Kind noch eher verstärkt werden. Ich verstehe schon, dass man die neue Partnerin mit einbeziehen möchte und vermutlich hängt es mit dem Alter zusammen, aber ich sag Mal so: hätte mein Vater, die Bezugsperson die ich in dieser Person gerade habe (, also weniger als die fremde neue, die da im Wohnzimmer steht), meine intimsten Aussagen und Wünsche (und seien sie aus Wut gesagt) nicht für sich behalten und wäre damit sofort zu der "bösen fremden" gegangen - hätte mir also gezeigt: ich kann nichts für mich behalten - die neue Frau ist mir wichtig, sogar wichtiger als unsere beider Bindung - ich hätte einfach aufgehört mit ihm zu reden. Da ja sowieso alles gegen mich gedreht wird. Das hat dann auch nichts mit "Die Ex setzt dem Kind Flöhe ins Ohr zu tun!"
Also ich weiß nicht. Gerade durch eine Trennung erleben Kinder doch soviel.
Ich kann ja verstehen, dass man die neue Partnerin integrieren möchte und das ist ja auch richtig.
Aber ich finde man ist immer erstmal Elternteil bevor man "neuer Partner" ist und als Erwachsener hat man (, ob man es will oder nicht), das Kind in diese ungewollte Position gebracht. Das Kind hat sich das
nicht ausgesucht. Genau deshalb sollte man die Selbstverwirklichung etwas zurück stellen finde ich und eher die Bindung zum Kind stärken, egal was es sagt, statt das eigene Ideal vor sich her zu tragen.
Aber das ist nur meine Meinung.