Zitat von thegirlnextdoor:Das würde ich als Scheidungskind z.B. nicht sagen. Für mich war es schlimm. Obwohl die Ehe meiner Eltern "turbulent" war, um es vorsichtig zu sagen, und die Scheidung insofern ihren Sinn hatte. Dennoch war es schlimm für mich und wäre mir anders sehr viel lieber gewesen. Hier habe ich von anderen Usern ...
es geht um den generellen Flow von Scheidungskinder, die IHREN Kindern "attestieren", dass es für diese Kinder "kaum, wenig, gar kein" Problem darstellte, dass sich deren Eltern trennten.
Das halte ich für eine Schutzmaßnahme sich selbst gegenüber...auch im Nachhinein.
Das Forum zeigt auf, was Kinder durch eine Trennung/Scheidung ihrer Eltern - auch durch Affären bedingt - für einen Streifen mitmachen. Komisch ist, dass dann KEIN einziges ehem. jetzt erwachsenes Scheidungs-"Kind" etwas dazu schreibt, wo doch sonst immer alles in die Richtung gehende kommentiert wird.... wie auch HIER im Thread.
Dass involvierte Kinder Vieles auszuhalten haben....ja - da besteht kein Zweifel. Dass über deren "Denke" nichts bekannt sein kann - außer dem, was die Kinder dazu sagen - heißt nicht, dass deren "Denke" wirklich dem "Gesagten" entspricht...je älter die Kinder sind, die ja auch schon Jugendliche sein können.
Jedes Kind tickt anders.... auch in der gleichen Familie. Das ist nichts Neues. Und so kann niemand sagen, dass ALLE "meine Kinder" das gut verkraftet haben, bzw. alle gleichermaßen gelitten haben, sich Folgen daraus ergaben, ggf. sehr sehr negative. Und die Folgen können sich ja auch erst später im Leben der Scheidungs-Kinder bemerkbar machen.
Wie oft ist zu lesen - "Das Kind hatte ja auch eine schwierige Kindheit!" "Als Kind hatte sie/er eine schwierige Kindheit!" Das kann alles bedeuten... klar.
Und ja.... so sucht auch heute noch jedes ehem. Scheidungskind zu erklären, dass es richtig war, dass sich die Eltern trennten? FRAGEZEICHEN? Und wie viele Kinder sagen, dass es FALSCH war, ihnen so viel weggenommen/vorenthalten wurde, nur weil die ELTERN nicht mehr miteinander klarkamen, wofür ein Kind nun mal NICHTS "kann"?!
Ist das exakt einzuschätzen, WELCHER Umgang nach Trennung/Scheidung ein Kind schädigt oder nicht schädigt? Wäre dem so. gäbe es dann so viele Kinder/Jugendliche, denen eine "schwere Kindheit/Jugendzeit" attestiert wird?
@Wurstmopped
ein Totschlagargument...
Zitat:Wenn Kids herausbekommen, dass man nur wegen ihnen zusammengeblieben ist, werden sie es nicht gut finden.
Behauptung? Unterstellung? Tatsache?
Vereinzelt mag es das geben.
Aber Kinder KÖNNEN nicht wissen - auch später nicht - was besser gewesen wäre. Daher ist das eine sehr vage und zudem hypothetische Aussage!
WARUM trennen sich Eltern.... nur weil sie sich jeweils selbstverwirklichen wollen, sich auseinandergelebt haben, sich nicht mehr verstehen.... und die Kinder - die können nichts dafür?! Oder doch?
Wenn es der Eselin/dem Esel (den Eltern) zu bunt wird, gehen sie auf´s Eis? Und die Kinder? Wo bleibt in DEM Fall die Verantwortlichkeit den eigenen Kindern gegenüber?
Wo ist das Bewusstsein einer Langzeitwirkung Scheidungskinder betreffend? "Betrifft uns nicht. Unsere Kinder schaffen das!"? Das wäre sehr sehr sehr kurz gedacht. Und dann gehen "Eselin, wie Esel" doch lieber auf´s Eis, weil der EIGENE Weg weit ÜBER den Weg der Kinder gestellt wird?