Florentine
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Zitat von Dinania:trotzdem bleibt die Angst das wir es nicht schaffen
Ich halte diese Angst angesichts eurer derzeitigen Situation auch für absolut berechtigt.
Ihr sitzt beide wie paralysierte Häschen vor der Schlange und hofft, dass der andere zuerst zuckt.
Angst, liebe @Dinania ist ein extrem schlechter Berater.
Ich nehme mal an, dass du bisher nichts in Richtung Finanzen/Unterlagen etc. unternommen hast?
Euer Versuch der Eherettung in allen Ehren, aber du solltest trotz allem aktiv gegen diese Angst vorgehen und ihr den Schrecken nehmen, indem du dich vorbereitest.
Das muss ja gar nicht heißen, dass alles in Stücke bricht, aber es heißt, dass du einen ruhigen und sachlichen Blick auf die Situation wirfst:
Leg die Kontoauszüge in Kopie ab, sichte die Finanzen, lass dich bzgl. Kindesunterhalt beraten - das geht auch telefonisch und kostenlos, die Dame, die ich hier an der *beep* hatte, war super nett und kompetent.
Je weiter du dich vorwagst, desto weniger Panik wirst du verspüren, denn die Ungewissheit verschwindet sukzessive.
Wieso nochmal gehst du eigentlich nicht gemeinsam mit deinem Mann mal zu einem Kommunikations-Coaching?
So könnt ihr nicht weitermachen.
Selbst WENN er die andere Frau irgendwann aus seinem Herz geschnitten hat (wie auch immer das gehen soll, wenn man sich weiterhin regelmäßig sieht): diese riesige Lücke in euren Gesprächen wird bleiben, die Distanz wird bleiben, das Misstrauen wird bleiben.
Zitat von Dinania:er macht auch dafür extra früher Feierabend
Ok...das ist bereits doch eher ein Signal dafür, dass er die soziale Fassade aufrecht erhalten möchte.
Würde er auch früher Feierabend machen, um einen Abend mit DIR zu verbringen?
Diese Dinge, die du da beschreibst...hm...liest sich für mich wie der mit minimalem Aufwand betriebene Versuch, das eigene schlechte Gewissen wegen der Untreue zu beruhigen - so nach dem Motto: hey, ich hab's ja probiert!
Mal ehrlich: in den Arm nehmen und mal ne Kleinigkeit mitbringen: das mache ich bei meinen guten Freunden auch und mit keinem von denen bin ich verheiratet.
Das sind kleine Gesten - und ja, es ist mehr als vorher - aber ich gehe davon aus, dass du auch spürst, dass das so nicht reicht und dass daher auch deine Angst rührt.
Du siehst nun deutlich, dass es mehr war als der kleine Flirt und das harmlose Techtelmechtel als was ihr es BEIDE abtun wolltet.
Du siehst nun deutlich, dass er diese Worte nicht nur "mal eben so" gesagt/geschrieben hat, weil er spitz war.
Du siehst auch, dass er es bei dir scheinbar grade gar nicht soooo gut hat, wie du es dir die ganze Zeit selbst eingeredet hast, ganz im Gegenteil: der Kerl ist grade ziemlich unglücklich bei dir.
Diese Dinge nähern deine Angst - auch weil du dich vorher so vehement geweigert hast, die Augen ganz zu öffnen.
Du hast es zugelassen, dass sich da aus diffusen Wolken ein fettes Monster auftürmt, weil du lieber mit deiner kleinen Laterne in der Hand stehen geblieben bist, anstatt das verdammte Schwert zu ziehen.
Ihr solltet das im Rahmen einer Paarberatung aufarbeiten. Das ist m.E. die einzige Chance auf langfristigen Erfolg.
Selbst wenn er irgendwann wieder ins warme Nestchen steigt:
Eure Kinder werden groß, verlassen das Haus.
Dann sitzt ihr da zu zweit. Schweigend. Oder mit oberflächlichem Gequatsche.
Sobald die nächste Frau kommt, bei der er sich mehr verstanden fühlt, romantisch säuseln kann, über Gefühle sprechen kann und Gespräche mit Substanz führen kann...- fangt ihr wieder von vorne an oder er packt dann das Köfferchen.