Zitat von thegirlnextdoor: Ich glaube ehrlichgesagt, dass sogar sehr viele anders sind, nicht umsonst ist das "traditionelle" Bild der Ehefrau ein aufopferndes - die Ehefrau, die einfach "alles" wuppt, und der Mann geht "nur" arbeiten und muss sonst keinen Finger krumm machen.
Ich kenne mehr, die das gern so haben, immer noch.
Und genug Frauen, die das so in Ordnung finden, weil sie gar nicht so "schwer" und lange arbeiten und so viel berufliche oder finanzielle Verantwortung WOLLEN.
Sie verlassen sich gegenseitig aufeinander und können ihre Präferenzen ausleben. Jahrelang kann das gut gehen und beide sind zufrieden. Bis halt die Federball-Dame ums Eck kommt, die irgendwie interessanter wirkt, weil sie selbstständiger, tougher, freigeistiger, selbstbewusster und interessierter ist.
(Und umgekehrt bei EFs, der häusliche, hilfsbereite Kümmerer, der gut kochen kann und im Alltag viel mit organisiert und den Job nur als Mittel zum Zweck sieht.)
Und zuhause ist alles laaaaangweilig, Einheitsbrei, eingefahren. Keine Herausforderung mehr.
Das darf auch mal passieren. Jeder kommt vermutlich irgendwann mal an einen Punkt in einer jahrelangen Beziehung, wo man das Gegenteil von dem will (oder denkt es zu wollen), was man hat.
Manche pfeifen sich dann selbst zurück und besinnen sich auf das, was sie haben. Erinnern sich, dass sie das ja selbst genau so haben wollten und durchdenken rational was passieren würde, wenn sie es verändern bzw. die andere "Welt" leben würden.
Manchmal merkt das auch die Ehefrau/der Ehemann und redet Klartext und regt zum Nachdenken an.
Hier passiert halt nichts von beidem. Jeder spinnt sich im Kopf seine eigene Wahrheit, spinnt Träume weiter und gerät in einen Sog aus Emotionen und Verzweiflung. Nicht gestoppt, wird das zur Lawine. Aber das wollte die TE ja von Anfang an nicht glauben. Und obwohl es immer schlimmer wird, glaubt sie es immer noch nicht.