Zitat von BGM2017:Ihr schreibt mehrheitlich, daß er wackelt. Das sehe ich inzwischen auch. Noch ist er hier und ich will keinen Druck aufbauen und ihm Stress machen. Den hat er gerade reichlich auch ohne uns. Er sollsich aus freien Stücken entscheiden. Alles andere ist wohl Käse.
Ja. Er wackelt. Oder eben auch nicht. Er scheint sich wohlzufühlen. Er hat ja nach wie vor beide(s). Und ihr zwei nehmt das nach wie vor hin. Seit nunmehr zwei Jahren.
DU fühlst dich aber offenbar nicht wohl. Wen wundert's?
Keiner hier hat eine Glaskugel, um die Zukunft vorauszusehen. Vielleicht bleibt er bei dir wohnen. Vielleicht geht er zu ihr zurück.
Vielleicht - wenn eine von euch abspringt - sucht er sich irgendwann eine neue Zweitfrau. Keine Ahnung.
Die Kommunikation zwischen euch (allen dreien) ist nach wie vor genau so, wie sie während der Affäre war. Gemauschel, Hinnehmen, Unausgesprochenes...
Da sehe ich übrigens inzwischen eines der Hauptprobleme in einer Affäre. Einmal eingeschliffene Kommunikationsmuster ändern sich nämlich nicht so leicht. Es gibt keine Offenheit und kein Vertrauen. Auf beiden Seiten nicht.
Du willst keinen Druck machen? Ok. Deine Entscheidung. Wenn du damit leben kannst...
Kannst du aber offenbar nicht so gut. Sonst gäbe es diesen Thread nicht.
Er soll sich aus freien Stücken entscheiden? Ja. Sehr gute Idee. Das ist wohl das einzig Wahre! Nur so kann das überhaupt je etwas werden.
Dann handel doch danach! Aber behalte dabei vor allem auch deine Bedürfnisse im Blick. Die vernachlässigst du nämlich geradezu sträflich.
Sag ihm freundlich, dass du seine Zerrissenheit gut verstehst , dass du jedoch damit und mit der damit verbundenen Unsicherheit schlecht leben kannst.
Sag ihm nett, dass du Abstand möchtest, bis er seine Gefühlslage geklärt hat.
Dass er sich gerne melden kann, wenn er sich entschieden hat, was er will. Sag ihm genau das: Du verstehst ihn und möchtest keinen Druck machen. Aber dir selbst eben auch nicht.
Aber das willst du nicht, oder? Weil du Angst hast, ihn dann zu verlieren.
In Wahrheit willst du nämlich genau das: Druck machen. Subtilen Druck. Du denkst, solange er bei dir wohnt, hast du irgendwie die Kontrolle.
Das ist aber ein Irrtum. Genau die hast du nicht. Und das spürst du. Und deshalb schreibst du hier und drehst dich im Kreis.
Das kannst du noch sehr lange so weiter machen. Willst du das?