9

Kann Vertrauen nach einem tiefen Bruch wieder wachsen?

W

walli94
Mitglied

Beiträge:
6
Themen:
1
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Ich schreibe hier, weil ich mir vor allem die Perspektive von Frauen wünsche, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben.

Meine Partnerin und ich sind seit 1,5 Jahren zusammen. In den letzten Wochen ist bei uns allerdings sehr viel zusammengebrochen. Der wohl schwerste Punkt war eine ungeplante Schwangerschaft und der gemeinsame Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch.

Gerade in dieser Zeit hätte ich für sie emotional und praktisch da sein müssen. Stattdessen war ich viel zu sehr in meinem Business gefangen, nicht aufmerksam genug und habe sie in einer Situation, in der sie mich wahrscheinlich mehr gebraucht hätte als jemals zuvor, allein gelassen.

Zusätzlich gab es Missverständnisse, Verletzungen und Verhaltensweisen von mir, durch die ihr Vertrauen in mich immer weiter beschädigt wurde.

Ich möchte das nicht schönreden und auch nicht erklären, um mich damit zu entschuldigen.
Rückblickend erkenne ich heute bei mir Muster, die deutlich älter sind als unsere Beziehung. Ich habe sehr früh gelernt, vieles mit mir selbst auszumachen, emotional zu funktionieren, Probleme über Leistung zu lösen und mich stark über Arbeit und Produktivität zu definieren. Bei mir war im Unterbewusstsein der Glaubenssatz "nur wenn ich etwas leiste, bin ich genug". Deswegen hab ich mich vor allem dieses Jahr so heftig in Arbeit gestürzt und bin später nach Hause gekommen. Und auch wenn ich zwar physisch anwesend war, war ich mental abwesend, nicht bei ihr, nicht im Moment, sondern bei der Arbeit.

Ironischerweise hatte ich ungefähr 2 Wochen vor dieser Krise begonnen, mit einem Mindset-Coaching sehr intensiv an genau diesen Themen zu arbeiten.

Anfang August, als das Coaching losging, hat sie mir auch erzählt, dass sie als Kind vom Opa und Halbbruder sexuell missbraucht wurde und das Trauma durch die Serie Off Campus damit nochmal hochkam. Sie klammert sich aktuell sehr an diese Serie. Wir haben sie auch zusammen geguckt. Wie die Kerle dort mit Frauen umgehen ist wundervoll und ein echtes Beispiel dafür, wie das eigentlich gemacht werden muss. Es ist sehr heilsam für sie.

Nun. mir sind mir in kürzester Zeit Zusammenhänge aufgefallen, die ich vorher entweder überhaupt nicht gesehen oder nicht wirklich verstanden habe.

Ich habe inzwischen meine Muster erkannt (habe auch das Problem gehabt, keinen echten Zugang zu meinen Emotionen zu bekommen - es war als bin ich innerlich tot gewesen). Durch den Egobruch und die Arbeit an mir hat sich im Nervensystem tatsächlich was getan und ich spüre zum ersten Mal seit langer Zeit wieder überall etwas, kann es deuten, lokalisieren und benennen. Ich sehe meine Partnerin zum ersten Mal wirklich richtig in ihren Bedürfnissen, statt die Situation nur durch meine eigene Perspektive zu betrachten – einfach, weil ich wirklich IM MOMENT bin, anwesend, sie wirklich sehe und für sie da bin.

Das macht die Sache für mich allerdings nicht einfacher.
Denn diese Erkenntnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem bei ihr bereits sehr viel kaputtgegangen ist.

Und gleichzeitig ist dabei auch etwas in mir selbst zerbrochen, das wahrscheinlich zerbrechen musste: mein Ego.

Die Vorstellung, ich hätte alles im Griff. Die Naivität, zu glauben, ich wäre ein echter Gentleman, nur weil ich mal die Tür aufhalte. Dass gute Absichten ausreichen. Dass Liebe allein bedeutet, automatisch ein guter Partner zu sein. Dass man Dinge später schon irgendwie wieder geradebiegen kann.

Ich sehe heute vieles an meinem eigenen Verhalten, das ich vorher nicht sehen konnte.

Meine Partnerin ist momentan emotional sehr distanziert. Nähe ist teilweise möglich, aber ich merke deutlich, dass sie mir gegenüber nicht mehr dieselbe Sicherheit empfindet wie früher. Das habe ich akzeptiert und ist für mich vollkommen verständlich.

Und genau das ist wahrscheinlich das, was mich am meisten beschäftigt.
Nicht die Frage, wie ich sie „zurückbekomme“.

Sondern ob ein Mensch, dessen Herz man selbst gebrochen und dessen Vertrauen man massiv beschädigt hat, einen irgendwann wieder mit anderen Augen ansehen kann.

Natürlich weiß ich, dass Veränderung nicht nach zwei Wochen Arbeit an sich selbst bewiesen ist. Worte sind an diesem Punkt ziemlich wertlos. Wenn überhaupt, kann ich ihr nur über Monate und Jahre durch mein Verhalten zeigen, dass die Erkenntnisse wirklich etwas verändert haben.

Ich weiß auch, dass sie mir nichts schuldet. Keine zweite Chance, keine Vergebung und auch keine Geduld mit meinem Entwicklungsprozess.

Warum ich diese Frau so liebe und warum mir das Thema hier gerade so unfassbar wichtig ist, ist, dass wir extrem viele Schnittmengen haben, wir (nach unseren beider Human Designs extrem gut zueinander passen, was in der Form, wie wir es haben, wohl selten ist) und wir uns zusammen echt gut ergänzt und Wohlgefühlt und unser Leben bereichert haben (abgesehen davon, dass mein inneres Kind die Muster gezeigt hat und das es ist, was sie zerbrochen hat). Und weil sie vor zwei Tagen erst sagte, egal was passiert und wie sich alles entwickeln wird, bin ich ihr nach wie vor unfassbar wichtig und sie möchte mich weiterhin in ihrem Leben haben.

Trotzdem würde mich besonders die Erfahrung von Frauen interessieren, die einmal an einem ähnlichen Punkt standen.

Gab es bei euch eine Beziehung, in der euer Partner euch sehr tief verletzt, euer Vertrauen zerstört oder euch emotional im Stich gelassen hat – und ihr trotzdem irgendwann gemeinsam einen Weg gefunden habt, nicht einfach zur alten Beziehung zurückzukehren, sondern tatsächlich eine neue Beziehung miteinander aufzubauen?

Eine Beziehung, in der beide Menschen wirklich an ihren Themen gearbeitet haben und die danach vielleicht sogar bewusster, ehrlicher und tiefer geworden ist als vorher?

Mich interessiert dabei ausdrücklich nicht die romantische Antwort, dass „Liebe alles schafft“.
Mich interessieren echte Erfahrungen.

Was musste euer Partner konkret verändern, damit ihr ihm wieder glauben konntet?
Wie lange hat es gedauert, bis sich Vertrauen oder emotionale Sicherheit langsam wieder aufgebaut haben?

Gab es einen Moment, an dem ihr gemerkt habt: Ich kann mich diesem Menschen tatsächlich wieder öffnen?
Und gibt es vielleicht auch Frauen hier, die rückblickend sagen können: Ja, dieser Mensch hat mir damals das Herz gebrochen – aber durch die Arbeit von uns beiden ist daraus später etwas völlig Neues entstanden?

Über ehrliche Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Ganz lieben Dank für eure Zeit.
Philipp

x 1 #1


B
Lieber Philipp,

herzlich willkommen, auch wenn der Anlass nicht so schön ist. Zum Verständnis würde ich deine Aufmerksamkeit auf einen Punkt lenken, der mir als erstes ins Auge gesprungen ist.
Zitat von walli94:
Anfang August, als das Coaching losging, hat sie mir auch erzählt, dass sie als Kind vom Opa und Halbbruder sexuell missbraucht wurde und das Trauma durch die Serie Off Campus damit nochmal hochkam. Sie klammert sich aktuell sehr an diese Serie. Wir haben sie auch zusammen geguckt. Wie die Kerle dort mit Frauen umgehen ist wundervoll und ein echtes Beispiel dafür, wie das eigentlich gemacht werden muss. Es ist sehr heilsam für sie.

Ihr seid seit rund 1,5 Jahren ein Paar. Wie schaut(e) es mit der Säule Vertrauen in eurer Partnerschaft aus? Hat sie diesen Missbrauch professionell aufgearbeitet oder bleibt das im Stadium einer Fernsehtraumwelt begrenzt, in dem Idealtypen gezeichnet werden, denen vermutlich kein Mensch auf Dauer gerecht werden kann. Was daran ist heilsam für sie, inwiefern covert das ihre persönlichen Wunden?
Zitat von walli94:
ich merke deutlich, dass sie mir gegenüber nicht mehr dieselbe Sicherheit empfindet wie früher.

Hat sie das denn vorher?
Zitat von walli94:
nach unseren beider Human Designs extrem gut zueinander passen, was in der Form, wie wir es haben, wohl selten ist

Das klingt, mit Verlaub, nach Verliebtheit, Schmetterlinge im Baus, so wie es nach relativ kurzer Beziehung auch richtig schön ist. Typisch dafür auch dieses verwunschene Gefühl der Einmaligkeit. Das wohl jedes frisch verliebte Paar hat.

#2


A


Kann Vertrauen nach einem tiefen Bruch wieder wachsen?

x 3


DieSeherin
hmmmm... irgendwie bin ich gerade total hin- und hergerissen. du kjannst tolle wörter, scheinst sehr analytisch zu sein - aber in deinem ganzen beitrag fehlt mir die empathie!?

ach ja... du wolltest eine einschätzung, durch menschen, die erfahrung mit "sowas" haben: ja, es ist möglich, dass das vertrauen wieder wächst - wenn es vorher schon da war, wenn es überhaupt zerstört ist und wenn man sich wirklich austauscht! nicht mit theoretischem einordnen der kindheit, begründungen aus erlernten partnerschafts-theorien, sondern dass beide ganz offen über ihre gefühle sprechen können und der jeweils andere wirklich zuhört!

x 5 #3


Kampfschnake
Zitat von walli94:
Der wohl schwerste Punkt war eine ungeplante Schwangerschaft und der gemeinsame Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch.

Das ist schon ne Hausnummer. Habt ihr das "ordentlich" geklärt - oder verdrängt? Nur zur Info: Ich bin keine Gegnerin von Schwangerschaftsabbrüchen.

#4


W
@Brightness2 dass mit dem Trauma des Missbrauchs und der Erkenntnis, dass das Thema eben nicht aufgearbeitet bei ihr ist, kam erst durch die Off Campus Serie hoch.
Das Thema hat sie nie professionell aufgearbeitet. Das versucht sie gerade mit Claude... in sofern ist es gerade die Traumwelt. Ich verstehe auch, dass kein Mensch das auf Dauer so durchhalten kann, was da in solchen Serien gezeigt wird. Man ist am Ende auch nur ein Mensch.

Wir haben super viele Gemeinsamkeiten, teilen die gleichen Werte, Ansichten, Lebensphilosophien und verfolgen den gleichen Lebensweg.

Wir sind beides Menschen, die offen reden können, die nichts runterschlucken. Auch die aktuelle Krise haben wir beide offen thematisiert und sehr intensiv darüber gesprochen.

Zu deiner Frage nach der Sicherheit - meinst du vor unserer Beziehung oder bevor es gekracht hat?

#5


W
@DieSeherin wir sprechen sehr offen über das, was los ist. Nach all den Erkenntnissen, die ich bereits für mich umsetze, habe ich total viel Freude daran, sie zu sehen, präsent zu sein, ihr in der Zeit des Abbruchs, der Regel und den Zeiten, wo sie generell weniger Energie hat durch den Zyklus, ihr Dinge abzunehmen, Verantwortung zu übernehmen, sodass sie nichts weiter leisten muss, als einfach zu sein.

#6


W
@Kampfschnake da wir uns von Anfang an einig waren, keine Kinder zu wollen, war das hier relativ klar, dass es zum Abbruch kommt. Wir hatten einen "Unfall" mit dem Kond. in ihrer Ovulationsphase. Das war wohl aber nicht der Auslöser sondern der ungeschützte Sex in der Zeit, in der sie normalerweise nicht fruchtbar ist. Durch das Trauma, was bei ihr wieder hochgekommen ist mit dem sexuellen Missbrauch, hat das ganze laut Frauenarzt um eine Woche verschoben, was der Auslöser gewesen sein muss für die Schwangerschaft.

#7


DieSeherin
Zitat von walli94:
wir sprechen sehr offen über das, was los ist.


ja, aber wie? und hört ihr einander zu? ich kann gar nicht in worte fassen, warum du so klingst, als würdest du emotional nur an deiner oberfläche kratzen 🤔

#8


B
Zitat von walli94:
Zu deiner Frage nach der Sicherheit - meinst du vor unserer Beziehung oder bevor es gekracht hat?

Ich meine während eurer Beziehung. Mich wundert, dass sie dir erst nach 1,5 Jahren vom Missbrauch erzählt, obwohl du betonst, wie nah ihr euch seid.
Zitat von walli94:
Durch das Trauma, was bei ihr wieder hochgekommen ist mit dem sexuellen Missbrauch, hat das ganze laut Frauenarzt um eine Woche verschoben, was der Auslöser gewesen sein muss für die Schwangerschaft.

Ich finde das echt spooky. Wenn sie durch Missbrauchserfahrungen ein Trauma erlitten hat, dann gehört das in professionelle Hände. Weder in eine "ich träum mir mein Leben mit vielen lieben Männern-Serie" noch zum Frauenarzt. Wo befindet ihr euch auf einer Skala zwischen rosaroter Naivität und bedrohlicher Selbstüberschätzung.
Zitat von walli94:
Mindset-Coaching

Zitat von walli94:
nach unseren beider Human Designs extrem gut zueinander passen

Puh, auf der BS-Skala ist das echt ganz weit oben. Begebt euch in professionelle Hände mit dem Thema und lasst euch nicht von irgendwelchen Coaches, die drei Einheiten auf der Wiese Ausbildung absolviert haben. Raus aus der Traumwelt, kommt in die Realität. Mit echten Menschen, echten Gefühlen, echtem Schmerz und echter Freude.

x 1 #9


Arnika
Zitat von walli94:
Ich schreibe hier, weil ich mir vor allem die Perspektive von Frauen wünsche, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben. Meine ...

Ehrlich gesagt, nein, bei mir wäre wohl innerlich bereits ein Ende, auch, wenn ich das selbst noch nicht wahrhaben will und mit mir ringen würde. Aber mit ihrer Vergangenheit auch noch - und dann deine Nicht-Anwesenheit bei der Abtreibung. Vermutlich würde ich mich sehr allein fühlen, vermutlich wäre mit dem Sterben des Fötus und deinem Verhalten danach Zuviel in mir gestorben. Vor allem auch an Hoffnung auf eine endlich heile Welt und unbelastete Zukunft.

Aber ich habe weder Missbrauchserfahrungen- noch bin ich die Norm der Menschheit. Weder der generellen, aber auch nicht der weiblichen. Und viele sind da deutlich härter oder deutlich weniger härter im
Nehmen.

Also wie ich fühlen und danach handeln würde, bringt dich unterm Strich kaum weiter. Ich hätte aber auch keinen Mann, dem nicht klar ist, dass er bei MIR was „leisten“ muss, und mir dann sein beruflicher Aufstieg wirklich schnurz ist. Aber gibt solche und solche. Schwierig alles!

x 1 #10


W
@DieSeherin wir teilen uns ehrlich mit, was wir gerade fühlen, was unsere Gedanken sind. Ich hab ihr meine Emotionen ehrlich mitgeteilt, sie hat sich ehrlich mitgeteilt. Wir sind aufmerksam. Um uns herum passiert nichts anderes in dem Moment, wo wir darüber sprechen.

Ich weiß nicht worauf du jetzt genau hinauswillst. Kläre mich da gerne mehr auf. Möglicherweise checke ich es gerade nicht. Lachendes Gesicht

#11


GreenTara
Hi @walli94, generell bin ich der Ansicht, dass Verletzungen auch wieder heilen können, und versuche such oft hier Zuversicht zu verstreuen. Allerdings lebt in mir auch ein Realist, der einsieht, dass tot nun einmal tot ist. Ihr seid gemeinsam schwanger geworden, habt gemeinsam beschlossen, abzubrechen, und das war es dann mit gemeinsam.
Achneeh, weitere Gemeinsamkeit wurde ja mit HD ermittelt ..... . Ich persönlich würde darin aber kein Zeichen und Omen der Verbundenheit sehen, wenn sich mein Partner zugleich in meinen schwersten Stunden vom Acker macht.
Das einzige, was mir noch Respekt abringen könnte, wäre das Eingeständnis: Ich habe die Beziehung in den Sand gesetzt, meine Verfehlungen war zerstörerisch.
Du hast dir viele Gedanken gemacht, und Erkenntnisse gewonnen, sie mögen dir bei zukünftigen Beziehungen hilfreich sein.
Zitat von walli94:
Und weil sie vor zwei Tagen erst sagte, egal was passiert und wie sich alles entwickeln wird, bin ich ihr nach wie vor unfassbar wichtig und sie möchte mich weiterhin in ihrem Leben haben.

Und darauf würde ich mich nicht einlassen: Wenn es nicht mehr funktioniert, bleibe ich nicht in dem Leben das anderen. Dann seid ihr beide frei. Oder möchtest du als der geduckte Teil einer Pseudobeziehung weitermachen? Oder als Nurfreund zukünftige emotionale Bindungen blockieren?
Bei deiner Partnerin sind obendrein noch andere schwerwiegende Verletzungen an die Oberfläche gekommen. Auch sie muss heilen, das geht am besten, wenn man sich nur auf sich selbst konzentriert, und nicht noch Nebenbaustellen hat

x 1 #12


DieSeherin
Zitat von walli94:
Ich weiß nicht worauf du jetzt genau hinauswillst. Kläre mich da gerne mehr auf. Möglicherweise checke ich es gerade nicht.


ach, es fällt mir selber schwer zu erklären, was ich meine 🤪

es ist eine stimmung, die durch deinen text schimmert, die sehr sachlich ist, selbst wenn du von hoch-emotionalen dingen schreibst, die euch widerfahren sind.

habt ihr miteinander um das kind geweint, was ihr nicht haben konntet/wolltet? weit und lacht ihr miteinander? zickt ihr euch an, streitet auch mal?

#13


W
@DieSeherin wir haben generell bezüglich der Situation im Allgemeinen zusammen geweint, wir haben auch Momente, wo wir gemeinsam lachen. Es ist an Emotionalität alles dabei. Wir fühlen beide diese Schwere. Die Belastung bei ihr, die ich auch spüre, dass sie sich von mir distanziert, weil ich sie im Stich gelassen hatte. Und bei mir die Belastung, dass ich es überhaupt soweit kommen lassen musste. Ich hab's einfach nicht gecheckt und nicht gesehen. Das ist aufgrund meiner alten Muster belegbar. An denen bin ich ja gerade dran und da hat sich auch bereits einiges gelöst.

Sie sagt aktuell, dass ich gerade der perfekte Mann bin im Umgang. Logischerweise zuckt das Nervensystem aber zusammen, weil es mir nicht vertraut.
Aber wir wissen beide, dass die Worte nichts zu bedeuten haben, solange das nicht in Zeit und wiederholten zuverlässigen Taten erkennbar wird. Das braucht Geduld - und auf meiner Seite vor allem ganz viel Aushalten, meine Probleme mit anderen Menschen thematisieren und aufarbeiten und es nicht zu ihren machen.

Ich gebe ihr bereits den Freiraum den sie braucht. Ich unterstütze sie auch gerne bei einem möglichen Auszug. Das fällt mir natürlich schwer, aber hier geht es um sie und dass ihr Nervensystem mal zur Ruhe kommen kann und wir beide am Ende für uns sind und die Möglichkeit haben, uns weiterzuentwickeln.

#14


FoolishHeart
Zitat von walli94:
Der wohl schwerste Punkt war eine ungeplante Schwangerschaft und der gemeinsame Entschluss zu einem Schwangerschaftsabbruch.

Hast du dich je gefragt, wie "gemeinsam" diese gemeinsame Entscheidung war? Oder ob ihr - jeder für sich - eine andere Entscheidung getroffen hättet?

#15


A


x 4