Struwwelpeter
Gast
Zitat von frischgeföhnt:Genau wie bei uns.
Diese Kommunikationsmuster verschärfen sich zum Ende immer mehr.
Die Geliebte möchte endlich konkrete und planbare Aussagen.
Der gebundene Geliebte ist genervt. Die Affäre nimmt ihm Energie anstatt welche zu bekommen. Wird anstrengend. Sie wird immer weniger eine Alternative zur Ehe. Der Druck eine Entscheidung zu treffen nervt noch mehr, denn bewegen möchte man sich doch gar nicht.
Ich glaube hier ist der Punkt, wo der Trennungsprozess in einer Affäre einsetzt. Initiert durch den ungebundenen Teil. Der gebundene überdenkt hier womöglich seine Ehe und beginnt diese parallel zur AF zu sanieren. Je besser dies gelingt,desto weniger ist die Affäre als tatsächliche Beziehung eine Alternative zur Ehe.Deswegen wird sie aber keineswegs aufgegeben.
So meine Überlegung.
Was meint ihr?
Das ist der Punkt.
Menschen sind evolutionär so gestrickt, dass sie tiefe Bindungen nicht so ohne weiteres aufgeben können. Dagegen rebelliert das Gehirn, weil es überlebenswichtige Strukturen in Gefahr wähnt. Das gilt genauso für problematische Verbindungen. Deswegen verharren so viele in schlechten Beziehungen auch ohne Affäre.
Und je länger die Affäre dauert, desto tiefer ist die Bindung. Ähnlich wie die einer langjährigen Ehe, mit allen Höhen und Tiefen.
