Zitat von Jeanny1307:Passiv war er auch im Bezug auf Probleme/Unzufriedenheit. Er hat einfach alles weggeschoben und gar nicht reagiert in der Ehe. Kommunikation hätte bedeutet, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Wurde daher abgelehnt. Dasselbe war es auch bei der Affäre. Dass die Unannehmlichkeiten bereiten würde, je mehr Zeit vergeht, wurde auch weggeschoben. Er wollte keine Aussprache/keine klaren Worte, weil das ja ungemütlich geworden wäre. Das ist mir absolut bewusst.
Das hier finde ich auch sehr interessant. Dass nämlich die Kommunikations- und Konfliktlösungslösungsstrategien, die du bei deinem Mann innerhalb eurer Ehe beschreibst, sehr denen ähneln, die ich bei meinem Am während der Affäre erlebt habe. Habe ich ja oben in Teilen beschrieben.
Einer zielführenden, offenen und lösungsorientierten Kommunikation ist er so lange aus dem Weg gegangen - mit verschiedenen Strategien - bis ich ihn an jenem Tag regelrecht dazu gezwungen habe. Und da brach ihm - wie gesagt - der Schweiß aus jeder Pore.
Zitat von Jeanny1307:Wichtig ist für mich, dass er sich in 17 Jahren noch nie als Verführer hervorgetan hat. ero. usw. ging immer von mir aus. Warum soll das bei einer AF anders sein?
Ich kenne deinen Mann nicht und kann daher überhaupt keine Aussage dazu machen, ob das bei ihm und seiner Af so war wie in eurer Ehe oder nicht.
Aber es würde mich nicht wundern, wenn er sich gegenüber der Af anders verhalten hätte als dir gegenüber. Eine Affäre hat für den Affärenführer oftmals unter anderem genau diesen Zweck: Eine Rolle einzunehmen, die er innerhalb der Ehe nicht hat oder nicht haben kann.
Zitat von Jeanny1307:Vor allem hat er nicht klar kommuniziert, was er eigentlich will, und immer schön mitgenommen, was angeboten wurde.
Richtig. Genau so habe ich es erlebt. Wobei es über "mitnehmen, was angeboten wurde" doch weit hinausging. Meiner zumindest hat vieles forciert. Ich habe mich ihm beispielsweise nie von mir aus körperlich genähert. Habe ihn auch nie nach einem Treffen gefragt. Das ging immer von ihm aus. Jedes einzelne Mal. Aber in diesem Punkt stelle ich vielleicht auch eine Ausnahme dar. Ich denke nicht, dass das unbedingt die Regel ist.
Aber klar kommuniziert, was er eigentlich will, hat meiner auch nie. Im Gegenteil.
Zitat von Jeanny1307:Hat der eingeschränkte direkte Kontakt (also die wenigen Treffen) dafür gesorgt, dass es bei ihr so hochgekocht bzw. nicht wieder abgeflaut ist?
Mit Sicherheit sorgt jeder einzelne Kontakt dafür, dass sie mit der Sache nicht abschließen kann. Es würde mich jedoch trotzdem sehr wundern, wenn das alles gewesen sein soll, was sie so lange bei der Stange hielt. Meiner Ansicht nach muss er Hoffnungen und Erwartungen ihrerseits aktiv geschürt haben. Genau weiß das aber nur dein Mann.
Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass eine Af so lange Zeit mitmacht, wenn sie ihn quasi zu jedem Treffen drängen muss und er nur widerwillig nachgibt. Erscheint mir unwahrscheinlich. Aber möglich ist alles. Je nachdem auch, was für ein Typ seine Af ist.
Zitat von Jeanny1307:Von der Audioaufnahme wusste mein Mann nichts. Es war so, dass ich kurz vor dem Auffliegen wieder einige Tage nicht zu Hause war (konnte man via FB herausfinden), und er hat sich in der Zeit nicht bei ihr gemeldet. In dem Zeitraum hat sie versucht, mich via WhatsApp anzurufen, mich aber nicht erreicht. Wir gehen davon aus, dass sie sauer war und endlich eine Entscheidung wollte. Die Aufnahme ist Anfang/Mitte Dezember bei einem Treffen auf einem Parkplatz entstanden, kurz bevor alles aufflog, und sollte verwendet werden, um mir die Affäre zu beweisen. Zudem war es kurz vor Weihnachten, und sie wollte wohl die Feiertage endlich mal mit ihm verbringen und nicht immer noch allein. Ist verständlich für mich, dass sie gedacht hat, ich schmeiße ihn gleich raus.
Du musst dir dann allerdings auch bewusst machen, dass diese Audioaufnahme zu einer Zeit entstanden sein muss, als die Af schon relativ verzweifelt war und nach jedem Strohhalm gegriffen hat. Dass sie "Beweise" für die Affäre gesucht hat und das Gespräch deshalb aufnahm, spricht ja schon Bände. Es war eine letztlich sinn- und hilflose Aktion von ihr, um endlich die Klarheit oder eine Entscheidung herbeizuführen, die dein Mann ihr verweigert hat.
Insofern war dieses Gespräch, das du kennst, womöglich auch nicht unbedingt repräsentativ für die anderen Gespräche, die die beiden geführt haben.
Zitat von Jeanny1307:Passiv war er auch im Bezug auf Probleme/Unzufriedenheit. Er hat einfach alles weggeschoben und gar nicht reagiert in der Ehe. Kommunikation hätte bedeutet, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Wurde daher abgelehnt.
Hat sich dieses Verhalten denn in eurer Ehe jetzt gebessert?