Zitat von Dummda2:Bitte nicht falsch verstehen, aber genau hier, finde ich, belügst du dich gerade selber.
Ist ok, dass siehst Du mit Hintergrund Deiner Geschichte vielleicht so.
Ich sehe und agiere da anders. Ich bleibe hier mal nur bei mir selbst (mag Ego sein):
Zitat von Dummda2:1. jede Affäre beginnt per Definition mit einem Verrat.
Aber nicht an mir und auch ich verrate niemanden (keinen Partner). Es ist der Beginn des Verrats an meinen eigenen Werten.
Zitat von Dummda2:2. in dem Moment, wo er sich nicht an seine eigenen Worte hält und Dich vertröstet, beginnt er einen weiteren Verrät
Da hast Du recht. Er verrät unsere Liebe und unsere Vorstellung an eine gemeinsame Zukunft. Die er für uns in Aussicht stellt.
Es ist aber ein Prozess, zu erkennen, dass er sich eben nicht an diese, seine Worte hält.
Das muss ja mein Empfinden werden.
Evtl. tue ich ihm ja auch Unrecht, wenn ich zu dem Schluss komme, dass er nur redet (ohne der Absicht auch das zu tun) und nie den Mut aufbringt oder was auch immer, den Weg zu gehen.
Letztlich war das aber ausschlaggebend für mich, die Trennung einzuleiten.
Also hab ich mich nicht selbst belogen, da ich die Konsequenz gesetzt habe.
Wenn auch viel zu spät.
Zitat von Dummda2:3. Jedes Mal wo er auch mit seiner Frau schläft, verrät er euch beide.
Das ist ein Fakt und wird oft nicht gesehen.
Das wäre dann der zweite Grund bei der Aufarbeitung, nicht mit ihm leben zu wollen.
Das wäre aber auch der Grund für mich, mich als Partnerin zu trennen. Das Wissen, er hat mich über einen langen Zeitraum belogen und betrogen.
Und dann noch die Kombination, dass er nicht willens war, daran was zu verändern.
In meiner persönlichen Geschichte hab ich aber gespürt, dass da nichts läuft mit seiner Partnerin.
Das magst Du jetzt als "falsch" oder "naiv" abtun.
Ist es aber nicht. Es ist die gleiche Intuition, welche einer EF (oder allgemein einer Frau) spüren lässt, dass irgendwas nicht stimmt.
Auf diese Intuition konnte und kann ich mich verlassen.
Die Bestätigung darüber, daß mein Bauchgefühl richtig war, bekam ich einige Zeit nach Beendigung der Affäre.
In EMails las ich es von ihr schwarz auf weiß. Sie beklagte, dass er seit Jahren nicht weiß, wie sich ihr Körper anfühlt, weil er sich komplett distanziert hätte.
Da kam noch soviel mehr ans Licht, aber das soll nicht in diesem Forum stehen.
Das ist auch zu privat.
Und nochmal: die Einsicht in diesen Mailverkehr bekam ich weder von ihm, noch von ihr. Es gab den Moment und ich nutzte ihn um mir ein "wahres Bild" zu schaffen.
Es hat auch dazu beigetragen, abschließen zu können, da einige meiner Fragen beantwortet waren.
Zitat von Dummda2:Wenn du meinst, du begehst einen Verrät, weil du es publik machst, gestehst du dir letztlich ein, dass er nicht zu Dir steht.
Genau das hab ich mir eingestanden und mich deshalb getrennt. Es hat gedauert, aber die Konsequenz war klar.
Übrigens sind wir alle aufgeflogen. Da war die Affäre aber schon einige Monate beendet.
Vielleicht musste es genau so kommen.
Da wir zusammen arbeiteten, kam immer wieder der Versuch auf, es wieder zu starten. Das unterband ich und erhöhte den Druck auf ihn, es zu sagen. Auch wenn es schon zu Ende war.
Dann war er da der Moment, als sie (bewusst oder unbewusst) nachgehakt hat und ich durch keine Worte ihr die Antwort gab.
Kein Lügen für etwas mehr, was beendet war.
Zitat von Dummda2:Kann es sein, dass es letztlich der Vorwurf an sich selber war, sich nicht selber genug gewürdigt zu haben?
Das spielt sicher mit. Ja ich war eine zeitlang inkonsequenter, als ich eigentlich bin. Schwach in der Phase auch, aber ehrlich. Meine Motive waren klar und alles andere als heimlich.