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Mein Mephisto

Gretchen

Gretchen


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Ich mag Berlin. Als Kind waren wir mit meinen Eltern ab und an dort. Das hatte den Grund, dass mein Vater sich dort wieder jung fühlte (er hatte dort studiert und war tausend mal umgezogen um in den Semesterferien Geld zu sparen und ich kenne jede einzelne Bude - und als Kind fand ich es toll etwas über das vorleben meines Vaters zu erfahren. Man wundert sich ja dass es ein Leben gab als es einen noch nicht gab. Auch meine große fragt ab und an: aber wo sind die Kinder, bevor sie im Bauch sind?)
Berlin hat so einen besonderen Flair- ich denke es liegt für mich bis heute ab der Teilung. Und ich liebte diese Geschichten meines Vaters dass irgendwer immer an irgendeinem Tunnel grub.

Also Berlin: meine Eltern, die Kinder und ich.
Spannungen inklusive- wie es so ist wenn Eltern älter werden. Und Narzissten werden ja nicht älter- schlimmer Fehler wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt das geht bekanntlich gar nicht.

Süffisant kommentiere die große: du bist nicht allwissend Mama, aber der Opa, der schon.

Unser Trip umfasste zum Auftakt eine Stadtrundfahrt mit dem Doppeldeckerbus. Sehr zur Freude der kleinen saßen wir ganz vorne oben. Besser geht es für einen kleinen Jungen wohl kaum. Und dann kann man noch verschiedene Sprachen einstellen und bekommt Kopfhörer- unfassbar toll.
Die größeren waren über die Größe der Stadt angemessen beeindruckt.
Kannten sie bisher in der Form nicht. Und ich finde dann wird das auch mal Zeit.
Und da auszusteigen wo Emil aus Emil und die defektive aussteigen war auch cool.
Dinos mussten natürlich dringend sein und so waren wir im Naturkundemuseum.
Dort wohnt Tristan und Tristan ist eins der drei am besten erhaltenden Tyranus- Skeletts weltweit habe ich erfahren.
(Es gehört einem privaten Spender.- wollte er wohl nicht im Wohnzimmer stehen haben)
Der kleine war altersgemäß gleichermaßen angezogen wie ängstlich und sogar die große hat kurz gezögert unter dem riesigen Kopf mit den gewaltigen Zähnen hindurchzugehen (beißkraft: 50.000 Newton)
Das planetarium war dagegen eine wunderbare Erholung aus erwachsensicht nach dem die vielen ausgestopften Tiere mir den letzen Nerv geraubt hatten (Tränen, Tränen, Tränen- besonders bei der mittleren die wirklich sich sehr mit Tieren identifiziert bzw diese stellvertretend für eigene (manchmal fehlende) Versorgung bemuttert. Eben phänomen Mittelkind.
Ich selbst fand das Planetarium wunderbar zum träumen. Auf zu neuen Galaxien. Und Kindheitserinnerungen an Erzählungen von der Mondlandung durch meinen Vater- die im Fernsehen übertragen wurde.
Bei einem Blick zu den Sternen erscheinen die eigenen Probleme etwas weniger gravierend wie ich finde. Und alles hängt so zusammen miteinander und ist so riesig und unbegreiflich dass man nur demütig werden kann dabei.
Siehst du den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön.
So sind wohl viele Sachen die wir getrost belachen weil unsere Augen sie nicht sehen.

Die Realität zog beim Frühstück wieder ein, da die mittlere plötzlich unstillbar weine- ich brauchte ne Weile um den Grund herauszufinden. Dieser war wie folgt: alle sind mit ihrer Familie hier, also mit Mama und Papa- nur wir nicht. Sie hat nichts mehr gegessen an diesem Morgen.
Dazu die große: Papa Erzieht uns eigentlich gar nicht. Er erzieht jetzt N. (Den Sohn seiner Freundin).
Ich hab das unkommentiert gelassen.
Auch dass ich entschieden hatte dass Thor uns zum Bahnhof bringen und abholen würde, reagieren sie erwartungsgemäß negativ. (Er hatte angeboten uns zu fahren- mein Mann ist praktisch kaum noch zu Hause- Wohnung ab 1.8 nun da sich die erste wieder zerschlagen hatte)
Kind: Warum kann Papa uns nicht abholen?
Ich: weil er nicht da ist.
Kind: kann er nicht mal eine Woche ohne .... auskommen?
Ich: sieht nicht so aus nicht wahr?
Kind: ich glaube Papa mag N. Lieber als uns.
Ich: nein er wird euch immer mehr lieben das weiß ich.
Kind: das kommt mir aber nicht so vor
Ich: atmen und schlucken und blinzeln

Es ist traurig nachts allein mit den Kindern im Hotelzimmer. Da kann auch ein white russian nur begrenzt helfen.

Aber das Freiheitsgefühl einer Großstadt das hilft schon ein wenig.

Es grüßt Gretchen aus der Hauptstadt

14.07.2019 16:01 • x 4 #1381


hahawi

hahawi


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Keine Ahnung, warum mir das dazu einfällt:
"Ihr Mann ist tot und lässt Sie grüßen."

Alles Gute weiterhin!

14.07.2019 16:08 • x 2 #1382


Gretchen

Gretchen


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Mein Urlaub ist vorbei- ich habe den kleinen im neuen Kindergarten eingewöhnt.
Es klappt sehr gut und bringt mir pro Tag zwei Stunden mehr Zeit (es ist fussläufig nun in 5 Minuten erreichbar)

Mein Mann war viel weg. Er verbringt jede freie Minute mit ihr. Das verletzt mich immernoch- da ich mir so sehr die letzten Jahre mehr Zeit und Nähe gewünscht habe- aber nie ging es...
Momentan haben wir uns nach sehr viel hin und her und Unzufriedenheit von seiner Seite auf das küchentischmodell geeinigt.
Alles Geld auf ein Konto- jeder hat für privates (diamantringe oder ähnliches) ein einen Betrag x auf eigenem Konto-alle anderen Ausgaben gehen von dem gemeinsamen Konto. So machen wir das jetzt bis Ende des Jahres- ab nächstem Jahr mit steuerklassenwechsel muss mein Mann dann Unterhalt zahlen. (Passt ihm nicht)

Gerade bin ich mit dem kleinen alleine, die großen sind mit meinem Mann und seiner Freundin verreist. Es fällt mir total schwer.
Habe nachts herzrasen- das volle Programm.
Die Kinder wollten nicht, bzw waren sehr anlehnungsbedürftig, aufbrausend usw vor der Abfahrt.

Ständig kriege ich die gesamten Gefühle der Kinder ab und mein Mann meint immer bei ihm liefe es super. Das macht mich total fertig.

Wenn ich sie dann frage, sagen sie: nein bei Papa sind wir die bravsten Kinder der Welt- da trauen wir uns das nicht. Na klasse. Ich will das nicht.

Zum 1.8 hat er nun die neue Wohnung, ich hab Probleme mir das vorzustellen. Wobei er mir unglaublich auf die Nerven geht wenn er mal zu Hause ist.
Er wird nur den Fernseher mitnehmen.
Auf der anderen seite freue ich mich aufs umräumen wenn er endlich weg ist. Ich will nicht mehr im ehemals gemeinsamen Schlafzimmer schlafen. Der kleine kriegt dann auch ein eigenes Zimmer. Vielleicht gibts dann auch weniger streit.

Ständig denke ich, ich habe die Kinder im Stich gelassen. Es ging so weit, dass die große sagte: Mama du musst uns in der Garage verstecken.

Es gab noch einen Versuch etwas mit Thor und den Kindern gemeinsam zu machen. (Einen Ausflug- ein Tag) da hatte ich schon das Gefühl sie zu überfordern. Meine große lehnte ihn offen ab, die kleinen waren aufgeschlossen aber aufbrausend und als der kleine ein Mal sah dass wir uns umarmten war alles vorbei.

Das hat mich sehr schwermütig gemacht was da alles auf mich zukommt nun durch diese Trennung.

Ich habe den Kontakt zu Thor etwas reduziert und mich emotional auch etwas zurück gezogen.

Unterm Strich: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen- oder doch eher: der teufel ist ein Eichhörnchen?

Für die Kinder versuche ich alles am laufen zu halten, zumindest das was sie kennen aufrechtzuerhalten wo es geht- es strengt mich so an. Besuchskinder, Gemüse im Garten, Gespräche mit den großen, neue Freunde für den kleinen im Kindergarten einladen usw.

An den Klinik Alltag habe ich mich ein Stück weit gewöhnt. Sofern das überhaupt geht. Manchmal denke ich, ich bin dort nur, Weils weh tut. Wenns weh tut ist es gut.

Meine selbstständige Tätigkeit aus meinem vorleben gibt mir Stabilität und ich freue mich immer auf Freitag. (Da bin ich nicht in der Klinik)

Das gibt mir Kontinuität und verbindet mein ich von vorher zu jetzt. Unglaublich dass das die gleiche Person sein soll.

Woran ich wirklich glaube, dass weiß ich gerade nicht.

Heute Abend besucht mich eine enge Freundin und wir kochen was. Es ist ruhig zu Hause mit nur einem Kind...

24.07.2019 11:42 • x 2 #1383


Mia2

Mia2


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Ach Gretchen, mir tut es echt leid, dass du jetzt so viel durch machst. Es ist unglaublich hart alles. Ich wuensche dir das es irgendwann besser wird.

24.07.2019 13:02 • x 2 #1384


Lyrrebird

Lyrrebird


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Man spürt bei dir ,Gretchchen, die völlige Überforderung mit deinem Jetzt-Leben.. Es ist einfach nicht DEIN Leben, das Leben dass du dir erschaffen hattest- sondern es ist ein Leben dass du so nicht willst. Mit dem du noch nicht klarkommst.
Da ich ja selbst eine Patchworkfamilie hatte (mein Exmann brachte 2 Töchter mit in unser Beziehungsleben, ich hatte meine Tochter), kenne ich die ganzen Probleme. Bei uns war es zwar die Mutter der Mädchen, die ihre Ehe für einen anderen Mann aufgab- aber das Grundprinzip ist ja immer gleich. Grad weil ich die Thematik kenne, bestürzt mich es jedesmal zu lesen, wie die Kinder das erleben (müssen)...
Sie spüren deine Hilflosigkeit und dass du mit der Situation - mit der neuen Frau + ihrem Sohn- nicht klarkommst. Sie können sich schwer damit arrangieren, weil sie DICH ja auch nicht verletzen wollen, indem sie die Frau gernhaben. Dazu noch die Angst den Vater an den fremden Jungen zu verlieren (das war bei uns ja MEINE Tochter! Die nun den Papa der Mädchen bei sich hatte..) Mein Exmann hätte gerne das Sorgerecht erstritten, die beiden waren hilflos zerstritten und die Kinder waren hin und hergerissen. Sie liebten die Mama, sie liebten den Papa- und sie waren sehr gerne bei uns/mir. Sie wollten aber keinen verletzen, deshalb war die Grosse superlieb und die Kleine ein kleiner frecher trotziger Teufel. Die Eltern konnten ohne auf einander loszugehn und schuldzuweissungen nicht miteinander reden- es war schwierig! irgendwann eskalierte das Ganze dann so, dass die Exfrau krank wurde und einige Wochen stationär behandelt werden musste. Mein Exmann triumphierte erstmal - die Kinder waren 6 Wochen bei uns. Und ich zog die Notbremse! Nach der stationären Behandlung - die Kinder weinten als sie wieder heim sollten, obwohl sie ja ihre Mama liebten- habe ich mich mit der Exfrau zusammengesetzt... WIR zwei Frauen haben beschlossen dass die Kinder wichtiger sind als Eifersucht und Ego. Wir trafen uns regelmässig mit allen Kindern zum Kaffee etc , die Kinder waren ab da beieinander in Ferien (meine auch bei ihnen!) und die Schulfeste , Geburtstage etc wurden gemeinsam gefeiert. Sowas geht, wenn die Erwachsenen sich bewusst machen dass es nicht nur um die eigenen erwachsenen Befindlichkeiten geht- sondern um die Gefühle der Kinder!
Kein Kind soll Angst haben müssen, dass die Mama/der Papa ein fremdes Kind lieber hat. Es darf aber wissen, dass der Papa /die Mama das fremde Kind einfach "nur" gern hat , weil dieses Kind eben zur neuen Frau/zum neuen Mann dazugehört. Kein Kind sollte mit dem Papa /der Mama und dem neuen Partner in Urlaub gehen MÜSSEN! Entweder sie gehen freiwillig- oder eben nicht. Wobei Kinder eben auf die Gefühle des zurückgelassenen Elternteils reagieren und oft das Gefühl haben so tun zu müssen, als würden sie da gar nicht gerne mitgehen. Sie trauen sich einfach nicht sich zu freuen...
Die Kinder meines Cousins wurden von der Mutter so beeinflusst , dass sie die neue Frau an der Seite meines Cousins einfach nicht annehmen konnten. Es war über so viele Jahre ein Drama! Jedes WE, jeder Urlaub Zoff, Trotz, "alles eh nur shize hier" etc etc.! So viel verlorene schöne Jahre... So viel verlorene schöne Zeiten, die die Familie UND die Kinder zusammen hätten haben können. Wer gewinnt da etwas, wenn Kinder die neuen Partner nicht akzeptieren (können) (sollen) ? Die Kinder gewinnen dabei nie. Und man selbst bleibt negativ verstrickt mit dem Expartner.
Ich wünsche mir, dass du dich mit "ihr" bald innerlich arrangieren kannst- und deine Kinder sich wieder auf Urlaube, WE und was so alles an gemeinsamen Festen (Schule etc) kommt, mit der neuen Konstallation freuen dürfen/können!
Du wirst sehen- wenn du dich emotional von ihm löst, von dem verlorenen löst und allem was hätte sein sollen, können- wenn du bereit bist , die neue Frau deines Exmannes nicht nur als Konkurrentin oder überflüssiges Übel anzusehn, sondern als Mitglied der Erweiterung eurer bisherigen Familienstruktur , dann wird es letztendlich dir auch bald besser gehen. Du kannst besser an deinem eigenen Jetzt-und-Hier arbeiten, ohne den innerlichen dicken Knoten der Abneigung und Nichtakzeptanz, der dein Leben und das der Kinder vergiftet. Es ist wie es ist! Du kannst es eh nicht ändern... Leben eben!
Auch was dein Thor anbelangt... Er ist dein Recht! Aber die Kinder müssen ihn nicht lieben- sie müssen ihn nur akzeptieren! Das ist nicht ihre Mitsprachezone... Sie müssen nur wissen, dass NIEMAND deine Liebe für sie wegnimmt- und dass ihr Platz immer der gleiche bleibt. Der Mann ist im Moment nur eine (für dich wichtige) Randfigur, um den sie sich gar noch nicht gross kümmern müssen. Als wäre es eine Freundin der Mama... Die müssen sie schliesslich auch nicht lieben. Aber sie müssen akzeptieren, dass die Mama Zeit mit dieser Freundin verbringt- sogar wenn sie selbst die doof finden. Diese Position hat im Moment Thor.. Er ist DEINE Ecke- nicht die der Kindern. Die müssen nur mal einen Tag mit dir und ihm verbringen... Sollen sie dabei doch ein bisschen schmollen und trotzen! Irgendwann finden sie ihn vielleicht dann gar nicht mehr sooooooo schlimm.
Du musst nicht auf alles verzichten, Gretchen.. Du musst nur deine Mitte finden. Und die Kinder müssen fühlen dürfen, was sie eben fühlen- ohne dass es Konsequenzen für die Erwachsenen haben sollte. Denn sonst fühlen sich Kinder sehr schnell verantwortlich für Mama. Oder Papa. Und das darf nie sein.

24.07.2019 16:50 • x 5 #1385


Gretchen

Gretchen


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Tja- so ist das wohl.

So leid es mir tut- ich halte nix von dieser Frau- ist eine rein emotionale Reaktion- nix kognitives.
Mir ist klar dass das nicht förderlich für die Kinder ist- aber es ist auch nicht förderlich für die Kinder Ihnen weiß machen zu wollen alles wäre Tutti und Happy Family.

Habe den Vorschlag gemacht gemeinsam zu einer Veranstaltung zu gehen mit allen Kindern und der neuen Frau (ob ich möchte dass Thor dabei ist weiß ich noch nicht)

Sie (also mein Mann und die Freundin) überlegen gerade ob sie das wollen.

Ich würde es ausprobieren.

Alles ist sehr schade.

Danke für deine Einblicke. Ich frage mich oft wie das andere schaffen

24.07.2019 17:09 • x 3 #1386


hahawi

hahawi


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Zitat von Gretchen:
Habe den Vorschlag gemacht gemeinsam zu einer Veranstaltung zu gehen mit allen Kindern und der neuen Frau (ob ich möchte dass Thor dabei ist weiß ich noch nicht)

Es gibt da bei uns ein Wort für so etwas, nämlich Schmerzgeil.
Versteh mich nicht falsch.
Deine vorgebliche Begründung dafür wird sein dass Du damit die Elternebene konstruktiver gestalten willst.
Aber, ehrlich gesagt, für mich klingt das eher ein wenig danach, noch ein bisserl mehr auf die Stelle zu drücken, an der es wehtut, um zu schauen, ob das jetzt schon das Maximum an Erträglichem sein könnte.
Du stehst ein wenig drauf.
Immerhin wolltest Du sie ja auch schon am heimischen Sofa drapiert haben.

24.07.2019 17:16 • x 3 #1387


Lyrrebird

Lyrrebird


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Zitat von Gretchen:
Tja- so ist das wohl.

So leid es mir tut- ich halte nix von dieser Frau- ist eine rein emotionale Reaktion- nix kognitives.
Mir ist klar dass das nicht förderlich für die Kinder ist- aber es ist auch nicht förderlich für die Kinder Ihnen weiß machen zu wollen alles wäre Tutti und Happy Family.


Ich hätte die Ex meines Exmannes auch niemals als Freundin gewollt oder ausgesucht- Aber da sie eben die Mutter der Mädels ist... Musste ich sie ja nicht lieben. Nur akzeptieren. Sie fand mich wohl ebenso wenig Freundinnen-begabt Aber wir konnten etwas aufbauen. Für die Kinder.

Habe den Vorschlag gemacht gemeinsam zu einer Veranstaltung zu gehen mit allen Kindern und der neuen Frau (ob ich möchte dass Thor dabei ist weiß ich noch nicht)

Sie (also mein Mann und die Freundin) überlegen gerade ob sie das wollen.

Das fände ich ein Beginn... ! Mal sehn, ob dein Exmann und die Lady auch über ihren Schatten spingen können...

Ich würde es ausprobieren.

Alles ist sehr schade.

Danke für deine Einblicke. Ich frage mich oft wie das andere schaff
en

So wie du es auch schaffen wirst! Step by step

24.07.2019 17:17 • x 2 #1388


Mia2

Mia2


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Ich denke, dass es so geht wie bei Lyrrebird, das ist leider selten. Meistens gelingt das nicht wirklich. Und manchmal denken die Stiefvaeter/Muetter es ist alles easy und in der Praxis stellt sich alles anders dar. Ich verstehe auch, dass du mit dieser neuen Frau nichts zu tun haben möchtest, eigentlich. Meistens tut es ja doch weh. Und die Kinder spueren eh mehr als wir denken. Und mit Thor, das ist schwierig. Wenn die Kinder sich nicht annähern wollen, oder ihn nicht morgen, kannst du noch hoffen, dass es sich ändert. Aber auf Dauer (wenn es so bleibt) habt ihr da als Familie keine Chance. Patchwork ist nur im Fernsehen lustig und einfach. Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass oft viel auf der Strecke bleibt. Und es ist auch Quatsch zu sagen, reißt euch zusammen. Wenn noch Emotionen vorhanden sind, wird es schwer.

24.07.2019 17:41 • x 1 #1389


Gretchen

Gretchen


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Na dann hoffe ich mal dass Thors Dom Qualitäten gut genug sind.

Gerade mit den Mädchen telefoniert. Stimmung schien gut.

Kommentar der großen: sie küssen sich andauernd.

Na ist ja klasse.

Was für ein schei.

24.07.2019 17:51 • x 1 #1390


hahawi

hahawi


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Zitat von Gretchen:
Na dann hoffe ich mal dass Thors Dom Qualitäten gut genug sind.

Ich fürchte, das ist unerheblich.
Du hast selbst Talent genug.

24.07.2019 17:55 • x 2 #1391


Lyrrebird

Lyrrebird


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Zitat von Mia2:
Ich denke, dass es so geht wie bei Lyrrebird, das ist leider selten. Meistens gelingt das nicht wirklich. Und manchmal denken die Stiefvaeter/Muetter es ist alles easy und in der Praxis stellt sich alles anders dar. Ich verstehe auch, dass du mit dieser neuen Frau nichts zu tun haben möchtest, eigentlich. Meistens tut es ja doch weh. Und die Kinder spueren eh mehr als wir denken. Und mit Thor, das ist schwierig. Wenn die Kinder sich nicht annähern wollen, oder ihn nicht morgen, kannst du noch hoffen, dass es sich ändert. Aber auf Dauer (wenn es so bleibt) habt ihr da als Familie keine Chance. Patchwork ist nur im Fernsehen lustig und einfach. Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass oft viel auf der Strecke bleibt. Und es ist auch Quatsch zu sagen, reißt euch zusammen. Wenn noch Emotionen vorhanden sind, wird es schwer.


Pachtwork ist NIE einfach! Es ist immer einfach harte Arbeit. Den Kindern zuliebe...
Wir hatten auch schlimme Zeiten- wie jede Familie. Und es tat mir auch weh, wenn die Kleine - damals dann ca 5j oder 6j- mich angeschrien hat, dass ich doch verschwinden soll , damit der Papa wieder zur Mama gehört. Sie verstand ja noch nicht, dass selbst wenn ich (und der Partner der Mama) verschwinden würde, es trotzdem keine Papa-Mama-Familie mehr gäbe. Weil die Eltern sich nicht mehr lieben.
Es war schwierig für mich, meine Tochter NICHT vor der Kleinen zu schützen, wenn sie stritten (sie sind nur 2 Jahre auseinander) - denn das eigene Kind steht einem einfach näher. Mein Exmann wiederrum bekam von seinen Töchtern dann schon später den Vorwurf, sich nie vor sie beide gestellt zu haben- wenn es Krach gab.
Oder wie schwierig es für die Ex war- und vor allem für die Kleine- als die Grosse zu uns zog, weil es mit der Mama nicht mehr ging... Es dauerte 1 Jahr, bis wir zusammen es hinbrachten dass sie überhaupt wieder miteinander redeten (die Mutter hatte den Hund der Grossen weggegeben, weil es zu anstrengen wurde) . Oder als meine Tochter durch das deutsche Kindergesetz den Ehenamen bekam (ohne Adoption) weil ihr Name an meinen angeglichen wurde- plötzlich hiess "das fremde Kind" auch noch genauso wie die andern Kinder! Für die Kleine war das erstmal schwierig...
Aber wir haben geredet! Miteinander! Und versucht für die Kinder den besten Weg zu finden!
Heute bin ich von ihm geschieden... Und ich hab auch viele viele Fehler gemacht, war manchmal (öfters) ungerecht... Mensch eben. Aber ich hab zu beiden noch einen recht guten (wenn auch mitlerweile flüchtigen) Kontakt und die Töchter fühlen sich alle 3 als Geschwister. Immer noch.
DAS war für mich das wichtigste.
Nicht dass es einfach ist. Oder "Heile Welt"... denn die gibt es ab Trennung für die Kinder nie mehr! Nur noch das Beste draus machen... Mehr kann man ja nicht. Und sich dabei nicht selbst völlig verlieren.

24.07.2019 18:02 • x 3 #1392


Lyrrebird

Lyrrebird


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Sorry Mia2- ich wollt dich auf keinen Fall angreifen- nicht dass das falsch bei dir ankommt... Ich hab das nur auf den einen Satz bezogen, weil mir das Thema am Herzen liegt.

24.07.2019 18:19 • x 2 #1393


Gretchen

Gretchen


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Oh man ist das deprimierend.

Ehrlich. Ich sollte mehr arbeiten.

Hier gibts gleich gefüllte Champignons, Pflaumen im
Speckmantel und Tomate Morzarella für die Freundin.

Und rose Wein.

Nobel geht die (meine) Welt zu Grunde.

Und extra für @hahawi
Hab mir schon damals bei Mephisto sämtliche Fachliteratur zu dem genannten Thema reingezogen.
Hat nur auch nicht geholfen.

24.07.2019 18:38 • x 3 #1394


hahawi

hahawi


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Zitat von Gretchen:
Und rose Wein.

Ich hoffe doch, einen aus der Cote de Provence.

Zitat von Gretchen:
Hab mir schon damals bei Mephisto sämtliche Fachliteratur zu dem genannten Thema reingezogen.
Hat nur auch nicht geholfen.

Du weisst, dass DAS nicht dein Punkt ist.
Du bist eine romantische Melancholikerin, die bewusst an den Rand von Abgründen geht und hineinschaut.
Und wenn Du nicht aufpasst, dann gehst Du den einen Schritt zu weit.

24.07.2019 18:45 • x 3 #1395