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A
angel09 Gast
Dieses ständige Stresspensum, dass man in so einer Situation ständig, ja dauerhaft hat, ist tatsächlich enorm belastend. Und für mich auch irgendwie ein Teufelskreis gewesen. Kann man zur Ruhe kommen, dann fangen die Gedanken an zu routieren. Hätte ich weggehen und mich Vergnügen können, könnte ich mich kaum aufraffen. Ich fand das total schwierig. Habe mich dann in die Arbeit gestürzt. Das habe ich zwei Jahre ausgehalten. Dann lag ich mit einem Keim drei Wochen im Krankenhaus.... Aber ehrlich gesagt, wüsste ich bis heute nicht, wie ich es besser machen könnte. Ich fand das nicht steuerbar. Noch heute brauche ich mehr Pausen und mehr Zeit für mich. Warum schreibe ich das? Vielleicht als Warnung. Es ist wohl wichtig etwas zu finden, was WIRKLICH den Kopf freimacht. Aber auch, um zu signalisieren, dass man auch viel aushält- jedoch ist das tückisch, denn irgendwann ist es dann doch zu viel. Ich wünsche dir, dass du ein Maß findest zwischen Stress und Entspannung und eine Möglichkeit den Kopf frei zu bekommen....
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x 3#661
hahawi Mitglied
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Zitat von Gretchen:
Nein- ich schaff das
Das musst Du leider auch, für Dich und vor allem für Deine Kinder!
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#662
A
Mein Mephisto
x 3
U
Ukulele Gast
Auch mich hat diese Situation (ich habe 9 Monate einen ähnlichen Weg wie du gewählt) so erschöpft, dass ich wie @angel09 heute noch mehr Pausen etc. brauche, und das wo es jetzt 1 Jahr und 8 Monate her ist, dass ich es endgültig beendet habe. Vor einem halben Jahr lag ich 2 Monate mit Pfeifferschem drüsenfieber flach. Jetzt wird es langsam besser, aber die Alte bin ich noch lange nicht! Achte auf dich. Wie? Keine Ahnung, ich wüsste es auch heute noch nicht besser.
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x 1#663
Gretchen Mitglied
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Ja- guter Hinweis- Garten war bisher immer gut um abzuschalten-
Großes Bild auf Leinwand will ich mich ranwagen für mein Zimmer.
Bin was das Motiv betrifft noch unschlüssig.
Gretchen
Edit: weil ich das merke, dass das die Kräfte übersteigen kann alles- Haus auflösen gegen den Willen der Kinder usw. Deshalb mach ich damit ja gerade nicht weiter.
Das meine ich wenn ich schreibe man muss das alles noch Händeln und durchstehen und vor allem Containen können für die Kinder.
Und gerade kann ich das nicht.
Gerade reicht meine Kraft für getrennte Zimmer, meine Arbeit und die Kinder- und das ist schon knapp
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x 6#664
S
Sterngucker Gast
Liebes Gretchen, eine traurige Geschichte, die Du uns erzählst. Aufgrund Deines besonderen Talents Deine Empfindungen und Gefühle auszudrücken, kann man auch gut nachvollziehen, wie es Dir in den letzten Monaten erging und es jetzt emotional um Dich steht. Ich fühle aufrichtig mit Dir und hoffe, dass es Dir bald besser gehen wird. Dennoch bleibt es Deine ganz subjektive Art und Weise, diese Situation zu erfassen und zu bewerten. Offen gesagt habe ich den Eindruck, dass Dein Mann und Du Euch in Eurer gegenseitigen Wahrnehmung überschätzt hattet. Ihr ward Euch vielleicht der vermeintlichen Einzigartigkeit und Belastbarkeit Eurer Beziehung anscheinend sehr sicher und glaubtet, ihr sehr viel zumuten zu können. Bis es dann doch endete wie eben in vielen Beziehungen - man lebte sich über den Alltag auseinander, verlor Nähe und Kommunikation und deckte partnerschaftliche Defizite aus "Drittquellen". Und natürlich kommt es auch jetzt in der Trennung ganz so, wie bei vielen anderen - es wird nach dem Schuldigen gesucht, oder zumindest, wer mehr oder weniger Schuld trägt und die daraus entstandene Antipathie und Wut (die durchaus verständlich und ganz normal ist) auch kontraproduktiv auf Bereiche übertragen, wo es nicht so gut ist. Als Beispiel möchte ich den geplanten Wegzug mit den Kindern nennen - ich kann durchaus verstehen, warum es für Dich das Beste wäre, wenn Du mit den Kindern in eine andere Stadt ziehen würdest, aber sollte nicht im Mittelpunkt stehen, was das Beste für die Kinder ist? Irgendwie habe ich auch das unterschwellige Gefühl, dass Eure Kinder zu einem Spielball zwischen Dir und Deinem Mann werden könnten (siehe Eure Älteste und Deine Angst davor, wenn sie zu ihm gehen würde, ebenso die unterschwellig spürbare Genugtuung, dass Deine Tochter Deinen Mann kritisch sieht). Ich glaube, es ist für Dich im Moment die größte Aufgabe, die Paarebene von den anderen zu Deinem Noch-Ehemann bestehenden Beziehungsebenen (Vater Deiner Kinder etc.) zu trennen, um möglichst wenig Kollateralschaden zu verursachen. Vielleicht könnte das im Moment der beste Schritt sein, um eine möglichst "saubere" Trennung hinzubekommen. Wie Du persönlich mit Dir und der Trennung klarkommst, ist ein anderes Problem, dass Du mit Psychologen, Freunden, Familie etc. angehen kannst - Rosenkriege und alte/neue Mephistos führen Dich dabei im Moment sicher nicht weiter, was Du ja auch selbst erkennst. Und das Du Deinen Mann als "Unperson" siehst ist eigentlich ganz natürlich, denn die Überhöhung des/der EX im positiven (während der Beziehung) und im negativen (nach der Trennung) ist eigentlich schon ein klassisches Phänomen, dass mir bei Euch besonders ausgeprägt erscheint. So zeigte sich in Deinen anfänglichen Posts eine verblüffende Selbstsicherheit ob der Reflektiertheit und dem Verständnis Deines Mannes - und indirekt Deiner selbst, denn es war ja Deine ganz besondere Beziehung, die Du auch so maßgebend gestaltet hattest. Kurzum - Du hattest nicht nur ihm, sondern auch Dich vollkommen überschätzt. Bitte verstehe diese Zeilen nicht als Angriff, sondern nur als wohlgemeinte (selbstverständlich absolut subjektive) Reflexion. Liebe Grüße Sterngucker
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x 5#665
Gretchen Mitglied
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Ja Überschätzung ist ja ein Kriterium psychischer Gesundheit.
Das ist sowas, wie dass man denkt man kriegt keinen Krebs.
Angekommen in der Realität ist halt blöd.
Ich will nicht wirklich wegziehen mir ist klar dass das eher ein verzweiflungsschritt wäre, denke ich zumindest jetzt.
Mein Mann hat seit Tagen 39 Fieber.
Der Umgang mit ihm hat sich etwas normalisiert.
Nichts ist doch ernüchternder als der Durchschnitt.
Gretchen
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x 3#666
V
verwickelt Mitglied
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Zitat von Gretchen:
Mein Mann hat seit Tagen 39 Fieber.
Der Umgang mit ihm hat sich etwas normalisiert.
Fieber soll doch auch antipsychotisch wirken.
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x 3#667
Gretchen Mitglied
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Ja eigentlich richtig gut dieses hohe Fieber- er liegt nur rum und leidet.
Nein im Ernst- er ist zumindest gerade freundlich.
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x 2#668
Sternenfischeri. Mitglied
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Das hohe Fieber und das freundlich-sein wird wieder vergehen, Gretchen. Dann wird dein leidender Mann wieder der kleine Junge sein im erwachsenen Körper, der keine Verantwortung übernehmen will und sich sein Verhalten so dreht, wie er es für sich (!) am besten hält.
Dennoch bin ich ganz bei dir. Bei deinen Gefühlen. Du kannst nur die Schritte gehen, die du gerade gehen kannst. Etwas Erzwingen bringt nichts. Du musst selbst es fühlen können, was du umsetzen willst. Nur dann wirst du die Kraft haben - weil du nur dann in dir selbst weiß, was der Weg sein soll für dich.
Ich finde es gut, wie du schreibst. Reflektierst. Trotzdem nach deinem Tempo gehst. Keiner lebt dein Leben für dich. Bleib dran - und verliere dich nicht
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x 3#669
6rama9 Mitglied
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Zitat von Gretchen:
Ja eigentlich richtig gut dieses hohe Fieber- er liegt nur rum und leidet.
Nein im Ernst- er ist zumindest gerade freundlich.
Ich hoffe doch sehr, dass du sein Leiden vollumfänglichst ignorierst. Kein Tee, keine Medikamente, kein Essen, kein Lüften, keine Zuwendung, kein Nichts. Ihn liegen lassen und nicht beachten. Was kann heilbringender sein, als das Ankommen in der Realität: Ab jetzt muss er sich komplett ohne deine Hilfe durchschlagen.
Aber irgendwie glaube ich nicht so recht dran, dass du ihn und sein Leiden komplett ignorierst. Wäre es so, würdest du es ja auch kaum mitbekommen. Du scheinst aber nach wie vor eine Projektionsfläche für sein Leiden zu sein. Er scheint das Gefühl zu haben, dass sein Leiden wahrgenommen wird.
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x 2#670
Gretchen Mitglied
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Ja ich wohne mit dem
Wenn man 39 Fieber hat leidet man. Und wenn die Ehe im Eimer ist- dann auch.
Was ist eine Projektionsfläche für sein Leiden?
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x 1#671
E
Ex-Mitglied Gast
Er ist der Vater Kinder! Ein wenig Menschlichkeit bitte, 6rama9.
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x 1#672
Sabine Mitglied
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Wieso Tempi, wenn er alleine wohnt, wer kümmert sich dann?
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x 2#673
E
Ex-Mitglied Gast
Kommt Zeit, kommt Rat.
Kommunikation ist der Schlüssel. Vielleicht springt er dann, wenn es so weit ist, über seinen Schatten.
Du, liebes Gretchen und Dein Nochmann, Ihr werdet niemals miteinander fertig sein.
Sein Fieber signalisiert ihm, wo er hingehört. Finde ich richtig gut.
Die andere soll sich ihn mal abschminken. Der bleibt jetzt fiebrig.
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x 2#674
6rama9 Mitglied
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Zitat von Gretchen:
Was ist eine Projektionsfläche für sein Leiden?
Jemand der sein Leiden beachtet. Dem er es verbal oder nonverbal mitteilen kann und der eine Reaktion auf diese Mitteilung zeigt, statt diese vollumfänglich zu ignorieren.
Du machst wahrscheinlich das, was @Tempi-Gast fordert: Menschlichkeit zeigen. Das ist sehr nett von Dir aber seiner Rückführung in der Kreis der Familie leider seeeehr kontraproduktiv.