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Gretchen Mitglied
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Weil ich keine Liebesbeziehung mehr mit ihm führen kann. (Möchten manchmal schon noch aber ich merke, dass es einfach nicht geht)
Aber die Frage ist sehr schlau gestellt, ich werde noch nach der tieferen Antwort suchen. Danke
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x 2#841
Gretchen Mitglied
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Ich sitze in meinem Büro und weine plötzlich.
Alles ist so anstrengend.
Und ganz anders, als ich es mir gewünscht habe bzw als ich es für richtig halte.
Nur weiß ich nicht mehr was richtig oder falsch ist.
Wahrscheinlich bin ich an der falschen Weggabelung abgebogen.
Aber umdrehen, zurück gehen und den anderen weg einschlagen?
Noch kann ich wenden.
Ich bin so müde- ich habe seit mehreren Nächten kaum geschlafen, der kleine hat Ohrenschmerzen und die neue Arbeit belastet bzw fordert mich auf ganz verschiedenen Ebenen.
Ich brauche dringend Pause von meinem Leben, von mir selbst.
Kann jemand Stopp drücken?
Ein paar Jahre zurück spulen?
Ich dachte ich hätte eine Familie die zusammen hält.
Gestern sagte meine mittlere: alles ist so komisch Mama, nichts ist mehr so wie es mal war.
Konkret meinte sie, dass die Kinder in der Küche zu Abend essen sollten und nicht am großen Esstisch neben an wie sonst oft (dort machte mein Mann Home- Office weil der kleine ja krank ist)
Aber sie meinte es viel allgemeiner- eben das fehlende Zusammengehörigkeitsgefühl von Mama und Papa und darum trauere ich auch sehr. Da war mal etwas, Eine Gewissheit die ich verspürt habe, die nun absolut nicht mehr da ist. Ich dachte ich könne mich auf ihn verlassen- nun fühle ich mich so verraten und allein und die Kraft die ich aufbringen muss übersteigt meine Möglichkeiten bzw ich merke die Erschöpfung, die hinter meiner Anstrengung lauert.
Ich brauche Hodor, der wie in Game of Thrones diese Tür zu hält.
Ich habe zu nichts mehr Lust, Zeit und Kraft. Ich möchte schlafen.
Ich möchte nicht mehr ich selbst sein- ich gehe mir mit meinem sein auf die Nerven.
Ich muss jetzt eine eltern- Schulung geben: Thema: mein Kind und ich.
Gretchen
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x 7#842
A
Mein Mephisto
x 3
megan Mitglied
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Zitat von Gretchen:
die Kraft die ich aufbringen muss übersteigt meine Möglichkeiten bzw ich merke die Erschöpfung, die hinter meiner Anstrengung lauert.
versuch` mal, dich nicht anzustrengen lass´ mal mehr treiben
du schaffst das schon
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x 3#843
V
VollVer-liebt Mitglied
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Leichtigkeit, treibenlassen und lachen.
Nichts reduziert Stress so schnell wie lachen. Zur Not künstlich lächeln. Oder Lachyogavideos schauen.
Such dir kleine Auszeiten. Powernaps helfen beispielsweise.
Und ganz wichtig: nicht ankämpfen gegen das alles. Keine Türen zuhalten. Das kostet nur zusätzlich Kraft. Annehmen und dich selber auch kraftlos wertschätzen.
Alles Gute und eine stärkende Umarmung!
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x 1#844
paulaner Mitglied
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@gretchen: Ich hatte irgendwie schon sehr schnell beim Lesen deines Threads das dumme Bauchgefühl, dass deine Art mit den Problemen eurer Ehe umzugehen irgendwann vor eine Wand fährt. Ich meine das nicht böse. Aber ich denke, dass dir deine ganzen "Aktionen" nicht wirklich geholfen haben. Nur kurzzeitig. Jetzt lebt ihr zusammen in einem Haus, jeder hat einen aushäusigen Freund/Freundin, und den Kindern fällt die Zerrissenheit auch auf.
Ich weiß, vier Kinder ist eine Bürde. Ich habe selbst vier. Aber, meiner Meinung nach sollte man nicht alles den Kindern unterordnen. Vor allem nicht so "unstimmig". Du merkst ja gerade selber, wie fein deren Antennen sind. Könnt ihr euch nicht mal einen "Ruck" geben und euch in Ruhe, möglichst ohne verletzende und Barrierenaufbauende Emotionen zusammensetzen und besprechen, wie das alles weitergehen soll? Ich habe die Befürchtung, dass zumindest du durch diese "Lösung" mehr kaputtgehst, als das es dir auf Dauer in irgendeiner Weise hilft. So zerreibst du dich in einer nicht lösbaren "Weder-Noch"-Situation.
Ich spreche natürlich aus einer ganz anderen Warte als du, aber das waren meine Gedanken zu deinem letzten Post. Ich wollte dir auch nicht zu nahe treten. Wie immer: Just my opinion.
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x 1#845
megan Mitglied
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Zitat von paulaner:
vier Kinder ist eine Bürde
papperlapapp, kinder sind keine bürde sie spiegeln bloss das, was die erwachsenen falsch machen
du bist zurecht enttäuscht darüber, dass er das eheversprechen nicht einhält du musst die enttäuschung nicht verbergen keine vorwürfe machen reicht
es kommt wieder ein sommer ich weiß, es hört sich flach an ...
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x 1#846
paulaner Mitglied
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Zitat von megan:
papperlapapp, kinder sind keine bürde
Doch. In der Situation schon. Das ist nun mal anders, als wenn man Eheprobleme hat und keine Kinder involviert sind.
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x 2#847
megan Mitglied
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Zitat von paulaner:
Doch
besserwisser
es ist eine frage der haltung (schau den film Der Junge im gestreiften Pyjama ) wenn ich damals all das gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich soviel anders gemacht
es macht aber nichts meine kinder sind heute erwachsen bisher sind sie durchgekommen mit dem was sie sich abgeschaut haben
und wenn das mal nicht mehr der fall ist, werden sie eine lösung finden davon bin ich überzeugt
was die beschwerde vom kleinen anbelangt würde ich in der situation, wäre ich heute noch mal 35, sagen: gewohnheiten sollte man nicht so viel pflegen, wichtig ist, achtsam für jeden moment in seiner einzigartigkeit zu sein.
und, wer weiss, ist das thema gewohnheit eins, was genau an den punkt geführt hat, der erreicht ist
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x 1#848
hatdazugelernt Mitglied
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Liebes Gretchen, in ganz vielem erkenne ich mich wieder, auch wenn dein Alter und deine Situation natürlich anders sind. Aber dein letzter Post hätte teilweise von mir sein können. Ich hab am Sonntag vollkommen müde und erschöpft über meiner Arbeit gesessen und wollte nur noch schlafen. Ich war innerlich so erschöpft.
Und dass du das bist, ist natürlich. Du bist in einer Trennungssituation, die schmerzlich ist. Und die du verarbeiten musst. Und du hast die Verantwortung für deine Kinder, Verantwortung im Beruf, tägliche Anforderungen. Und eure Verantwortung als Elternpaar in dieser besonders fordernden Situation jetzt. Und du scheinst auch Verantwortung für die Beziehung deines Mannes zu seiner Geliebten mit zu übernehmen, indem du ihm Entscheidungen abnimmst oder ihm den Weg frei machst. Wo er unentschieden ist. (Stimmt das so, oder ist das Geschwafel meinerseits? Wenn ja, dann entschuldige ich mich. ) Und all das ist so viel Anstrengung für dich, dass du erschöpft bist. Du kannst noch nicht einmal um deine Ehe trauern, einen Schlusspunkt setzen, dich neu orientieren, weil du noch so mittendrin bist und alles trägst und stützt.
Ich kann mir vorstellen, wie müde dich das macht.
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x 3#849
Gretchen Mitglied
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Ja es ist alles genau so wie du es schreibst!
Ganz genauso empfinde ich das.
Ich stütze das ganze System bzw ermögliche meinem Mann diese Beziehung wobei berechtigter Weise schon gefragt wurde, warum ich das tue.
Ich habe darauf keine Antwort, außer: weil ich nicht anders kann.
Die Kinder schlafen, die Klinik Woche ist geschafft, morgen ist mein alter Job (sozusagen jetzt Erholung)
Mein Mann ist weg, am Wochenende auch...
Ich fühle mich so von ihm im Stich gelassen ich kann es euch gar nicht sagen.
Mein neuer Job ist sehr belastend und er ist dennoch dauernd weg und lässt mich mit den Kindern allein.
Ach ja, als ich ganz kurz was über die Arbeit erzählt habe, wirklich nur eine Minute, sagte er: was hast du erwartet? Es ist Krankenhaus.
Dummes Gretchen- hat ständig diese Sachen die man Gefühle nennt und Mitgefühl mit Patienten und dann auch noch komplett falsche erwarten und dann beklagt sie sich auch noch... geht ja gar nicht.
Aber gut/ er ist längst weg- emotional, mental und physisch.
Gretchen
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x 4#850
Tulpenmädchen Mitglied
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Liebe @gretchen, ich habe noch nicht deinen kompletten Thread gelesen, aber wow das was ich gelesen habe, berührt mich sehr. Respekt das ihr beide weiter für Eure Kinder sorgt, Respekt das du der Frau auf dem Sofa die Hand reichst. Respekt für einen so fordernden Job, mit 4 Kindern! Eine Trennung ist für Kinder natürlich immer sehr schwer. Aber ihr lebt ihnen dennoch eine gewisse Normalität vor, die für viele andere Menschen von außen nicht als normal gilt. Ich weiß in etwa was es da wahrscheinlich noch von außen auszuhalten gilt. Natürlich fühlt man sich zwischen Kartoffelbrei mit FischStäbchen, einer NeointensivStation, 4 Kindern, einem getrennten Ehemann und einem neuen Freund irgendwann müde und fertig und fragt sich ob das alles richtig ist. Es fühlt sich so an das man sich verbietet sich mal ruhig hin zu setzen, immer in Action kann man nicht mal gescheit über das alles nachdenken. Ein paar Tränen zwischendurch und dann weiter im Text. Bei Zeit zum Nachdenken würde man wahrscheinlich erstmal ein paar Tage so richtig durchheulen. Du bist stark und gibst alles was du kannst. Darauf kannst du sehr sehr stolz sein. Ich habe keinen idealen Ratschlag für dich, außer das du, wenn es irgendwie passt, dir Zeit nur für dich selbst nehmen solltest. Ich habe das zwischen 3 Grundschulkindern, VollzeitJob, Ex Mann, und (inzwischen) Ex Freund die letzten Jahre komplett vergessen. Ich habe für alle funktioniert aber am wenigsten für mich selbst. Was du anscheinend einmal wirklich benötigst ist Ruhe. Ich bin nicht sicher ob das etwas für dich ist, aber mir hat eine Mutter Kind Kur damals in der Trennungs Situation von meinem Mann sehr gut getan. Natürlich hast du gerade den neuen Job gestartet. Aber vielleicht behältst du dir das einmal im Hinterkopf falls du nicht schon so etwas gemacht hast. Ich war vor wenigen Wochen auf meiner zweiten Mutter Kind Kur und es war einfach nur schön. Und erholsam und ich hatte Zeit zum Nachdenken und neue Wege finden. Alles Liebe an dieser Stelle für Dich.
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x 1#851
megan Mitglied
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Zitat von Gretchen:
er ist längst weg- emotional, mental und physisch
na ja, für ganz so gradlininig halte ich ihn jetzt nicht, wie du es da oben beschreibst
vll solltest du dich damit anfreunden, dass er schon bevor die andere ins rampenlicht gerückt ist, sich mehr oder weniger die rosinen herausgepickt hatte, es dir nur nicht wirklich aufgefallen ist
also erkenne ihn, wie er ist und bleib in deiner mitte die andere wird sich früh genug damit arrangieren müssen, dass er vater von vier kindern ist, die alle auch aufmerksamkeit erwarten und dann wird erkennbar, wie belastbar sie ist
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x 1#852
megan Mitglied
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wenn die kinderbetreuung sich mit euren beruflichen verpflichtungen nicht unter einen hut bringen lässt wie wär´s mit au pair: