hatdazugelernt
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Macht mir als Mutter noch immer Schuldgefühle, weil ich vielleicht mit mehr Entschlossenheit und Konsequenz mehr Sicherheit für sie hätte schaffen können.
Nach vier Jahren nähern wir uns grade mal wieder so alle an. Ans entspannte Leben. Also ich am Ausräumen der Bude, Kinder gewöhnen sich daran, dass die Eltern getrennte Wege gehen und bitte hoffentlich keine Skandale mehr produzieren. Sie haben meine Sympathie, das hat gereicht jetzt.
Ich bin sehr unkonventionell mit Künstlereltern aufgewachsen- Vater mit diversen und dann einer Muse auf Abwege, Mutter deswegen stets mehr oder minder leidend unterwegs. Kann man nicht hiermit vergleichen, schon klar.
Aber wir Kinder hatten Elternkummer. Der fühlt sich so grässlich und unerträglich an wie Liebeskummer. Der hätte ein eigenes Forum verdient, dieser Kummer.
Weil wir es täglich als daily soap vor der Nase hatten und leider lernen mussten damit zu leben. Mit Mamas Abwesenheit von Wut und Kampfgeist, ihrer Zerrissenheit, wachsender Müdigkeit und finanzieller Abhängigkeit. Mit Papas dickfelliger Ignoranz und seiner dann dauerhaften Muse, die auch mal gerne hier und da auftauchte.
Ich mag mich nicht dazu aufschwingen, Ratschläge zu geben. Ich kann Gretchen schon gut verstehen- in der Konstellation und mit vier Kindern- schwierig!
Aber- red flag an so vielen Stellen.
Klarer und engagierter Neustart mit Papi, der neulich noch mit Liebster und Tochter auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs war?
Oder Auszug ?
Oder Abwarten ?
Thor in die Wüste schicken?
Vielleicht klinge ich wie Pöttchen Doof- aber vielleicht hilft es bei der Entscheidungsfindung, die kids im Blick zu haben?
Brauchen die eine klare Linie?
Brauchen sie grad Ruhe im Karton?
Ist das, was sie brauchen auch zufälligerweise das, was Mama und Papa brauchen?
Alles Liebe dir, Gretchen <3

