cani-s
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nachdem ich letztes Jahr hier (meist als stiller Mitleser) oft hier im Forum war, treibt es mich heute wieder zu euch – leider! Ich möchte hier mal meine Situation schildern und würde mich natürlich sehr über Rat und Zuspruch von euch freuen. Danke schon mal im voraus.
Vor eineinhalb Jahren hat mich (57) meine Frau nach 17 Jahren Ehe verlassen, die Kinder (12/15) blieben bei mir. Sie hatte schon vor ihrem Auszug eine Beziehung zu einem anderen Mann, mit dem sie auch relativ bald zusammen wohnte. Es war klar, dass wir uns scheiden lassen, das Trennungsjahr lief halbwegs vernünftig, wir konnten uns über alles Notwendige, besonders so weit es die Kinder betraf, verständigen. Natürlich war das für mich eine verdammt harte Zeit, aber das ist Schnee von gestern. Aber jetzt kommt´s:
Nach einem Jahr Single-Papa-Leben hab ich mich in einer Partnerbörse angemeldet und, konnte es selbst kaum glauben, auf Anhieb eine tolle Frau kennengelernt, mit der ich nun seit sieben Monaten zusammen bin. Da sie aber auch eine Tochter hat, blieb es bis jetzt bei einer Wochenendbeziehung.
Als meine Ex das mitbekam, drehte sie von der ersten Minute an durch: Beschimpfungen, Beleidigungen, Telefonterror. Am schlimmsten – und am wirkungsvollsten - ist, dass sie mich über die Kinder an der Leine hat. So beeinflusste sie erfolgreich meine Tochter, so dass die immer negativer auf meine neue Partnerein reagierte. Sie tat alles um unsere gemeinsame Zeit zu verhindern oder zumindest zu stören. Gesprächsangebote lehnte sie ab, Briefe kamen unbeantwortet zurück. Der vorläufige Höhepunkt: Vor zwei Monaten habe ich ihr geschrieben, dass ich mit meiner Partnerin zwei Wochen in Urlaub will, in der Zeit müssten die beiden Kinder bei ihr sein. Abgelehnt! Dann unannehmbare Bedingungen, Verwirrspiel usw. Und ich kann ihr ja die Kinder nicht vor die Tür stellen und in Urlaub fahren. Vor kurzem hatte meine Freundin genug von der Sache und beschloss, mit Ihrer Tochter allein in Urlaub zu gehen. Klasse.
Und jetzt das Ende vom Lied: Meine Freundin hat genug, ihr wird das alles zu viel, wirft mir auch vor, ich sei zu wenig konsequent, würde nicht durchgreifen, es gehe zu viel auf ihre Kosten .... und das war das Ende der Beziehung.
Mal abgesehen von der emotionalen Seite (mir geht´s echt besch....), was kann ich tun? Meine Anwältin meint, juristisch sei da gar nichts zu machen, wir müssten uns eben verständigen. Aber genau das geht ja nicht. Wir hatten Beratungsgespräche übers Jugendamt, das erste verlief unangenehm und ergebnislos, beim zweiten erschien sie gar nicht mehr. Verständigung geht nicht, Druckmittel habe ich keine, im Prinzip kann sie das Spiel ewig weitermachen.
Mit meiner Freundin habe ich demnächst noch mal ein Gespräch, große Hoffnungen habe ich keine. Ich habe nichts Konkretes anzubieten und würde – ehrlich gesagt – an ihrer Stelle vielleicht genauso handeln.
War jemand von euch schon in so einer Situation? Hat jemand eine Idee? Ich wär´ sowas von froh darüber ....
Liebe Grüße cani-s